Venezuela: Which side are you on … ?

Aus Venezuela berichtet Leo Gabriel (Journalist, Sozialanthropologe) und internationaler Wahlbeobachter bei den Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung (ANC) im August 2017 in Venezuela:
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Freitag, 8, September, 18 Uhr
Gußhausstraße 14/3 , 1040 Wien
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Venezuela polarisiert: das Venezuela der Arbeiterviertel und ländlichen Unterschichten hält trotz Inflation und Versorgungsengpässen der Regierung von Chavez-Nachfolger Nicolas Maduro die Stange. Das Venezuela der Mittel- und Oberschichten mobilisiert kompromisslos dagegen. Der Tod der charismatischen Symbolfigur Hugo Chavez 2013, die seit 2014 stark rückläufigen Erdöleinnahmen, der oppositionelle Sieg bei den Parlamentswahlen 2015 und zuletzt auch der neue US-Präsident Trump haben den Regierungsgegnern den Rücken gestärkt.

Im Juli organisierte das Oppositionsbündnis “Tisch der Demokratischen Einheit” (MUD) eine inoffizielle Volksabstimmung und reklamierte sieben Millionen Stimmen gegen die Regierung Maduro. Im August folgten nach offiziellen Angaben acht Millionen dem Aufruf der Regierung eine neue Verfassunggebende Versammlung zu wählen. Für das bolivarianische Venezuela eine Chance auf mehr partizipative Demokratie, für das anti-bolivarianische Lager ein totalitaristischer Putsch gegen das oppositionell dominierte Parlament.

Bis in die Linke reicht heute diese Polarisierung: der “kritischen Chavismus” sieht den bolivarischen Prozess durch eine neue korrupte Regierungselite verraten und gefährdet, andere Teile der Bewegung mahnen zur Einheit angesichts der Drohung einer US-gestützten Rückabwicklung der sozialen Errungenschaften der letzten 18 Jahre.

Die Einseitigkeit der heimischen Medienlandschaft macht eine Diskussion auf Grundlage aktueller Beobachtungen vor Ort unerlässlich – besonders für jene, die den sozialen Aufbruch in Venezuela über viele Jahre solidarisch beobachtet und begleitet haben.




Father Leonhard vom Mahalir Vidiyal Trust und Direktor der Chirumalar Schule in Südindien kommt nach Wien

Father Leonard Fernando und Sister Lilly Alphonso teilen eine Vision: Bildung ist für sie die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Seit mehr als 15 Jahren leben die beiden für ihre Überzeugung. Im kleinen Ort Vellakulam der südindischen Provinz Tamil Nadu bemühen sie sich mit ihrer Organisation, dem Mahalir Vidiyal Trust um die Ärmsten der Armen, auch und vor allem um die Kinder der Dalits, der Kaste der Unberührbaren.

Und ihre langjährigen Bemühungen tragen großen Erfolg: wenn in diesen Tagen das neue Schuljahr in Tamil Nadu beginnt, werden an die 500 Kinder in die beiden von Father Leonard gegründeten und mit viel privater Unterstützung finanzierten Schulen gehen und eine Chance auf Bildung bekommen können!

Einen zweiten Schwerpunkt stellt die inzwischen große Anzahl von Selbsthilfegruppen für Frauen dar, die von den beiden in den umliegenden Dörfern initiiert werden. Durch Ausbildung, Teilnahme an sozialen Programmen, Beratung zum äußerst stigmatisierten Thema HIV/AIDS wird den Frauen konkrete Hilfestellung geboten.

Eine kleine Gruppe von Engagierten, hat sich im Verein VANAKKAM (www.vanakkam.at) zusammengefunden, um von Österreich aus die Arbeit des Mahalir Vidiyal Trust nach Kräften zu unterstützen.

Father Leonard, Direktor des Mahalir Vidiyal Trust, wird sich von Montag, 04. 09. 2017 bis Sonntag, 10. 09.2017 in Wien, OÖ und   aufhalten, der Verein VANAKKAM bietet Interviewmöglichkeiten.

Alle Anfragen bitte direkt an Peter Schönhuber
(Tel.: 0680 2120753 bzw peter.schoenhuber@vanakkam.at )




Termine

Hinweise auf ausgewählte Veranstaltungen in den kommenden Wochen:

  • 06.06.2017, 18:30 – 20:30: Diskussionsveranstaltung: Progressive Strategien für die Gestaltung der Globalisierung. Wien, C3 – Centrum für Internationale Entwicklung: Was sind progressive Strategien zur politökonomischen Gestaltung der Globalisierung vor dem Hintergrund wirkungsmächtiger neoliberaler bzw. rechtsnationalistischer Gegenprojekte? Diese Fragen diskutieren am Podium Karin Fischer (JKU), Werner Raza (ÖFSE), Alexandra Strickner (ATTAC) und Dennis Tamesberger (AK OÖ). Mehr http://www.centrum3.at/veranstaltungscentrum/veranstaltungskalender/detail/?tx_kbeventboard_pi1%5Bevt%5D=185
  • 13.06.2017, 19:30: Fishbowl Diskussion: „Weil wir hier leben- Österreich Türkei im Spannungsfeld. Innsbruck, Die Bäckerei – Kulturbackstube: Derzeit führt die Politik des türkischen Präsidenten Erdoğan zu einer hohen Aufmerksamkeit auf Menschen mit türkischem Migrationshintergrund. Yeliz Kondul (Integrationsbotschafterin, ZUSAMMEN:ÖSTERREICH) und Nihat Alp (ehemaliger Vorsitzender des Tiroler Integrationszentrums) hinterfragen, ob diese Aufmerksamkeit gerechtfertigt und wie stark ist der Einfluss der türkischen Politik tatsächlich ist, in welchem Spannungsverhältnis Menschen mit türkischen Wurzeln hier leben und wie es um die türkischstämmigen KritikerInnen der AKP-Regierung steht. Sind die islamisch-konservativen Entwicklungen in der Türkei hinderlich für die Integration und führt der politische Rechtsruck in Österreich zu einer Zunahme des Spannungsverhältnisses für Menschen mit türkischem Migrationshintergrund?
    Mehr: https://www.suedwind.at/tirol/termine-archiv/detail/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=512&cHash=ad5d1cdb60d4ee5592087c1be5e8f4a 
  • 19.06. 2017, 18:00 – 21:00 Uhr: Podiumsdiskussion: Politik mit der Mauer. Donald Trump – Perspektiven für Lateinamerika und Europa. Wien, Diplomatische Akademie Wien: Das Österreichische Lateinamerika-Institut und das Institut für Politikwissenschaft der UNI Wien analysieren die aktuelle Politik der US-Regierung gegenüber Lateinamerika mit namhaften VertreterInnen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Auf dem Podium: Alicia Buenrostro Massieu, Botschafterin der Vereinigten Mexikanischen Staaten in Österreich, Eva Nowotny, ehemalige österreichische Botschafterin in den USA 2003-2008; Vorsitzende des Universitätsrats der Universität Wien, Saskia Stachowitsch, Professorin am Institut für Politikwissenschaft; Direktorin des OIIP (in spe).
    https://www.lai.at/wissenschaft/wissenschaftl-veranstaltungen/lateinamerika-tagung-wien-2017 
  • 20.06.2017: Austrian World Summit. Wien, Hofburg:
    Mit der neuen Plattform R20 AUSTRIAN WORLD SUMMIT Best-Practise Projekte für „grüne Infrastruktur“ vor den Vorhang geholt und vor allem Regionen und Städte bei der Umsetzung unterstützt, um zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitszeile, SDGs, beizutragen. Neben Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Kern und Arnold Schwarzenegger werden bei dieser Auftaktkonferenz unter anderem die Bundesminister Andrä Rupprechter und Jörg Leichtfried, führende Umweltpolitiker aus mehreren Ländern sowie wichtige nationale und internationale VertreterInnen aus der Wirtschaft teilnehmen. http://www.austrianworldsummit.com/ 
  • 23.06.2017, 9:00-13:00: Infoveranstaltung: Rohstoffe der digitalen Zukunft: Zeit für ein sozial-ökologisches Upgrade. Wien, Haus der Europäischen Union: Die Digitalisierung wird aufgrund ihres erwarteten Wachstumspotenzials als Hoffnung für unsere Wirtschaft und Gesellschaft gesehen. Aber: Abbau, Verarbeitung, Handel und nicht zuletzt die Entsorgung der Rohstoffe für die Produktion von Smartphones, Tablets und Laptops gehen oft Hand in Hand mit gravierenden Menschenrechtsverletzungen, schweren Konflikten und erheblicher Umweltzerstörung.
    Über Möglichkeiten und Handlungsoptionen der Politik für eine gerechtere und umweltfreundlichere Rohstoffpolitik informieren: Europaabgeordnete Karin Kadenbach (SPÖ), Europaabgeordnete Ulrike Lunacek (Grüne), Héctor Córdova, Fundación Jubileo, Bolivien, Sophia So, SACOM, Hong Kong
    https://www.dka.at/themen/rohstoffe/rohstoffe-der-digitalisierung/

  • 05.07.2017: FairStyria-Tag und Faire Wochen Steiermark 2017
    Unter dem Motto „Entwicklungszusammenarbeit schafft Lebenschancen“ steht der diesjährige FairStyria-Tages des Landes Steiermark, der im Grazer Joanneumsviertel stattfindet. Dieser entwicklungspolitische Informations- und Präsentationstag bildet den Höhepunkt der „Fairen Wochen Steiermark“, die seit Mai in der ganzen Steiermark durchgeführt werden.
    http://www.fairstyria.at/cms/ziel/97760936/DE

  • 07.07.2017, 19:00: Buchpräsentation und Gespräch: Shida Bazyar liest aus „Nachts ist es leise in Teheran“. Wien, Hauptbücherei: Shida Bazyar erzählt in ihrem Roman die Geschichte einer iranisch-deutschen Familie, die ihren Anfang 1979 in Teheran nimmt und den Bogen bis in die deutsche Gegenwart spannt.
    Nähere Infos: http://www.frauensolidaritaet.org/bazyar



Fortbildung für JournalistInnen: IT-Produktion – Bugs in the System

Mittwoch, 28. Juni, 14 – 17 Uhr
fjum,  Karl-Farkas-Gasse 18, 1030 Wien

PROGRAMM

mit Héctor Córdova (Fundación Jubileo, Bolivien), Jaime Caichoca (CEPA, Bolivien), Sophia So (SACOM, Hong Kong), Marieta Kaufmann (Netzwerk Soziale Verantwortung, Österreich), Helmut Spudich (T-Mobile, Fairphone-Vertreter, angefragt)

Handy, Laptop und Co. sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Die Produktpalette an High-Tech-Geräten ist immens, die Entscheidung zum Kauf fällt oftmals schwer. Doch wie sieht es aus mit den Produktionsbedingungen in der IT-Branche? Welche Rohstoffe werden wo abgebaut, wer sind die Menschen, die diese Geräte herstellen? Wie sehen ihre Arbeitsbedingungen aus?
Unsere Gäste aus Bolivien und China gewähren Einblicke in die Herstellungsbedingungen von IT-Produkten vor Ort und erklären, welche sozialen und ökologischen Auswirkungen dieser Wirtschaftszweig in ihren Ländern hat. Wir diskutieren über Möglichkeiten der Rohstoffpolitik auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Und zeigen Möglichkeiten auf zu einem nachhaltigen Umgang mit Handy, Laptop und Co.

14:00 UHR: FORUM-TALK

  • Bolivien: Abbau von Rohstoffen, Arbeitsbedingungen, soziale und ökologische Auswirkungen (Héctor Córdova, Jaime Caichoca)
  • China: Arbeitsbedingungen in der IT-Produktion (Sophia So)
  • Verantwortung und Handlungsoptionen in Europa (Marieta Kaufmann)
  • Was tun? Faire Alternativen & Nachhaltiger Umgang mit IT-Produkten (Helmut Spudich)

15:00 UHR: STATION-TALKS – VERTIEFENDE GESPRÄCHE MIT DEN EXPERTINNEN IN THEMENGRUPPEN
Zusätzlich zu den o.a. ExpertInnen:

  • Stefan Brand, Fairphoners Austria
  • Herbert Wasserbauer, DKA – Hilfswerk der Katholischen Jungschar
  • Konrad Rehling, Südwind

16:30 UHR: ABSCHLUSSRUNDE UND Q&A
Moderation: Matthias Haberl (Südwind)

ANMELDUNG: matthias.koetter@nesove.at

Im Anschluss an die Veranstaltung haben Sie die Möglichkeit für Einzelinterviews mit den anwesenden Expertinnen und Experten.

Es gibt Übersetzungen aus dem Englischen und Spanischen.

Eine Veranstaltung von fjum_forum journalismus und medien, ISJE, T-Mobile und der AG Rohstoffe. Diese Veranstaltung findet im Rahmen einer Schwerpunktwoche “Rohstoffe der Digitalisierung” statt.

Die Arbeitsgemeinschaft Rohstoffe wird von Dreikönigsaktion – Hilfswerk der Katholischen Jungschar, Finance & Trade Watch, GLOBAL 2000, dem Netzwerk Soziale Verantwortung (NeSoVe) und Südwind gebildet.




Südwind-Magazin | #MediaUnderPressure

Wer am lautesten schreit… – Welche Chancen haben konstruktive Medien in einer Problem-orientierten Zeit?

am Montag, den 24. April 2017, ab 19 Uhr

Es diskutieren:

  • Cornelia Vospernik (ORF)
  • Sahel Zarinfard (dossier.at)
  • Folker Hanusch (Institut für Publizistik, Uni Wien)

Moderation: Richard Solder (Südwind-Magazin)

Die Mediennutzung hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten dramatisch verändert: Printmedien befinden sich ökonomisch seit langem in der Krise, auch TV-Sender müssen kämpfen; Online-Medien rechnen sich meist (noch?) nicht. In Zeiten eines US-Präsidenten Trump sind auch die politischen Rahmenbedingungen schwieriger geworden: Vom Weißen Haus in Washington bis zum Kreml in Moskau stellen sich PolitikerInnen offen gegen freie Medien. Hetz-Plattformen und unverantwortlich arbeitende Boulevard-Redaktionen gelten plötzlich als verlässliche Quellen.

Dabei ist gerade in Zeiten von globalen Herausforderungen, vor denen wir heute stehen, qualitativer, konstruktiver Journalismus wichtiger denn je.
Konflikte, Klimawandel, Flucht und Migration: Statt nach der nächsten reißerischen Schlagzeile zu suchen, sollte es den Redaktionen darum gehen, möglichst viele Hintergründe zu liefern und Perspektiven aufzuzeigen; sowie neben den Krisen auch über Lösungsansätze zu berichten.

Stehen  konstruktive, qualitative Medien bereits auf verlorenem Posten? Wie können sie Ressourcen für fundierte Berichterstattung lukrieren? Hängt es immer mehr von engagierten BürgerInnen und der Zivilgesellschaft ab, dass guter Journalismus möglich ist?

Montag, 24. April, 19 Uhr
Hauptbücherei, Urban-Loritz-Platz 2a,
1070 Wien

Die Südwind-Magazin Veranstaltung findet in Kooperation mit den Büchereien Wien, der ISJE-Informationsstelle für Journalismus und Entwicklungspolitik, dem Institut für Journalismus & Medienmanagement der FHWien der WKW, dem Presserat und Reporter ohne Grenzen  im Zuge der Reihe „Media under Pressure“ statt. 




Ukraine im Fokus

Welche Rolle spielt Journalismus  entlang der Kampflinien in der Ukraine? Wie beschreiben, analysieren und kommentieren JournalistInnen die kriegerischen Konflikte im Donbas? Wie lassen sich die innenpolitischen Handlungsspielräume und außenpolitischen Konstellationen journalistisch fassen?

Juri Durkot, ukrainischer Journalist und Übersetzer aus Lemberg, verfolgt die Entwicklungen in der Ukraine aus nächster Nähe und berichtet darüber für deutschsprachige Medien. Im Gespräch mit Jutta Sommerbauer (Die Presse) erörtert Durkot die Hintergründe der aktuellen Ukrainekrise, russische Parallelwelten und Fragen der Propaganda.

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Zeit: 26.11.2015, 18:30 Uhr
Ort: FHWien der WKW, Währinger Gürtel 97, 1180 Wien, Raum B002

Ukraine im Fokus ist eine Veranstaltung der Reihe Medien & Entwicklung in Kooperation mit der ISJE-Informationsstelle für Journalismus und Entwicklungspolitik, der FHWien der WKW und dem fjum_forum journalismus & medien wien.

Die Veranstaltung wird vom OeAD-Kooperationsbüro Lemberg unterstützt.

Zur Anmeldung geht’s hier.




Ethnisierung in Nachrichten über Afrika

Eine Analyse von Nachrichten über den afrikanischen Kontinent in österreichischen Gratiszeitungen zeigt, dass kaum brauchbare Informationen geliefert werden. Vielmehr werden Stereotype bedient, die den sozialen Frieden und Zusammenhalt gefährden. Die Berichterstattung bezieht sich fast ausschließlich auf kriegerische Auseinandersetzungen in afrikanischen Ländern und auf Gewaltszenen in Flüchtlingsbooten.

Der Workshop setzt sich zum Ziel, Sensationsnachrichten, die aus dem afrikanischen Kontinent zu uns dringen, kritisch zu beleuchten.  Die Kategorisierung dieser Konflikte als ethnisch oder religiös motiviert wird in diesem Rahmen Frage gestellt. Gleichzeitig werden Parallelen zwischen der Sprachwahl in den aktuellen Kurznachrichten und den kolonialen Diskursen der Abgrenzung und Abwertung der „Anderen“ gezogen.

Datum: Freitag, den 6. November, von 19 – 21 Uhr
Ort: Depot – Raum für Kunst und Diskussion, Breite Gasse 3, 1070 Wien
Workshopleitung: Elisabeth Huber, Kultur- und Sozialanthropologin Moderation: Daniel Romaould Bithou, Kulturwissenschafter
Um Anmeldung wird gebeten: office(at)afrieurotext.at
In Kooperation mit AFRI-EUROTEXT

Die Initiative AFRI-EUROTEXT versteht sich als ein literatur-, kultur- und kunstkritisches Forum, das sich zum Ziel setzt, literarische, nicht-literarische, künstlerische und kulturelle (Alltags-) Werke, Erscheinungen und Texte aus dem afrikanischen sowie europäischen Kontinent oder Texte mit Afrika-Bezug zum Sprechen zu bringen und in einem breitgefächerten Spektrum einem möglichst breiteren österreichischen und europäischen Publikum näher zu bringen, unter Berücksichtigung nicht nur deren Entstehungszusammenhänge, sondern auch deren kontextuelle symbolische Bedeutungen. 

 

 




JournalstInnen-Workshop: International News Literacy

Nachrichten richtig einordnen und interpretieren: Von 30.11. bis  4.12. bietet ein fjum-Workshop JournalistInnen ein interaktives Medientraining zum Thema „International News Literacy: Understanding the Others“ an. Anmeldungen sind bis 6.11. möglich, bis 30.10. kann man sich außerdem für ein Stipendium bewerben.

forum journalismus und medien wienInternational News Literacy: Understanding the Others (30.11.2015 – 04.12.2015) is an interactive media training, designed for gaining skills and knowledge that facilitate the comprehension of international events, including wars and crises. In order to understand the events, one needs to understand local contexts, visible and invisible nuances, popular perceptions and divergent realities.

What will you learn?
Better understanding of the international news coverage, based on the following skills:

  • Evaluating information sources: traditional media, social media, governments, NGOs, think tanks, user-generated content.
  • Improving the use of social media resources.
  • Analysing the elements that influence/determine international news coverage.
  • Identifying local perceptions that influence political developments.
  • Better comprehension of war reporting.
  • Handling media from different political systems.

The training is conducted in English and German.
Maximum number of participants: 12.

Target Groups: Young journalists and junior professionals interested in international political developments; full-time master, doctoral and postdoctoral students in communication and international relations.
Selected list of speakers/trainers: Hannes Swoboda (Austrian politician), Thomas Seifert (Wiener Zeitung, Austria, deputy editor-in-chief), Melita Sunjic (UNHCR, senior communication officer), Khaled Yacoub Oweis (Reuters, senior correspondent in Syria and the Middle East), Viola Raheb (Middle East expert, University of Vienna, Austria), Diana Kachalova (Novaya Gazeta, St. Petersburg, Russian Federation, editor-in-chief), Philippe Gélie (Le Figaro, France, deputy editorial director), Georg Hoffmann-Ostenhof (Profil, Austria, columnist), Jutta Sommerbauer (Die Presse, foreign desk, specializes in Eastern Europe) and others.

Scholarships: eight (8) full and partial scholarships are available. Registration deadline for scholarship applicants:  Friday, 30 October 2015.
Eligible for scholarships: freelance and full- time journalists working for the Austrian media, NGO communication specialists, full-time graduate students, and, in exceptional cases, scholarship can be granted based on other professional achievements in line with the workshop content.
Regular Fee: 1000€ for the five day workshop (from 9.30 to 17.00).  Registration deadline:  Friday, 6 November 2015.

Detailed program, application form:  fjum-wien.at

For additional information, contact: Mirjana Tomic
mirjana.tomic(at)fjum-wien.at, Cell: 0676 3652 693

For registration and application for scholarships:
office(at)fjum-wien.at




What is a people without land?

Der neue Dokumentarfilm von Erwin Schweitzer, Kathrin Gradt und Martin Lintner erzählt vom langen Atem der Griqua, einer indigenen Gruppe in Südafrika, die für die Rückgabe des Landes ihrer Ahnen kämpft.

film„What is a people without land? Griqua und ihr Kampf um Land im Neuen Südafrika“
Premiere: 15. Oktober, 19.00 Uhr, Österreichisches Museum für Volkskunde, Gartenpalais Schönborn, Laudongasse 15-19, 1080 Wien

Viele SüdafrikanerInnen betrachten Land als Grundlage für ökonomische Entwicklung, kulturelle Entfaltung und selbstbestimmte Identität. Seit der Einführung der Demokratie in Südafrika 1994 können Menschen, deren Land durch Kolonialismus und Apartheid geraubt wurde, dieses wieder zurückfordern. Der Dokumentarfilm zeigt wie die Griqua, eine indigene Gruppe, die neuen rechtlichen Möglichkeiten nutzen, um für die Rückgabe des Landes ihrer Ahnen zu kämpfen. Anhand mehrerer Fallbeispiele in verschiedenen Regionen Südafrikas illustriert der Film die starke emotionale Bindung einzelner Griqua an ihr Land. Gleichzeitig verdeutlichen diese Fälle den Zusammenhang zwischen Landrechten und der Ausübung der eigenen Kultur, entwicklungspolitischer Themen, Bildung, Einkommensmöglichkeiten sowie Spiritualität.

Eine Veranstaltung von SADOCC in Kooperation mit dem Ethnocineca Filmklub und dem Österreichischen Museum für Volkskunde im Rahmen des Europäischen Jahres für Entwicklung 2015.

Zur Facebookseite des Films geht’s hier.




Journalismus aus dem Exil

Der aserbaidschanische Journalist und Regimekritiker Emin Milli kommt im Rahmen der Reihe “Medien & Entwicklung” am 19. Oktober nach Wien. Mit der österreichischen Journalistin Jutta Sommerbauer spricht er über die schwierige Lage der Pressefreiheit in Aserbaidschan und Journalismus aus dem Berliner Exil.

Kritische Stimmen und unabhängige Medien werden in Aserbaidschan systematisch benachteiligt und mit Gewalt zum Schweigen gebracht. Was die Pressefreiheit angeht, rangiert das Land zwischen Kaspischem Meer und Kaukasus schon lange an hinterster Stelle – im aktuellen World Press Freedom Index auf Platz 160 von insgesamt 180 Ländern. Nach jahrelangen Repressionen und Versuchen, ihn mundtot zu machen, hat auch der Blogger und Regimekritiker Emin Milli sein Land verlassen. Von Berlin aus betreibt er nun den unabhängigen aserbaidschanischen Sender “Meydan TV”.

Im Gespräch mit der österreichischen Journalistin Jutta Sommerbauer erzählt er vom Leben im diktatorischen Alijew-Regime und von den Möglichkeiten und Grenzen des Journalismus aus dem Exil.

Zeit: 19.10.2015, 18:30 Uhr
Ort: FHWien der WKW, Währinger Gürtel 97, 1180 Wien, Raum B002

Journalismus aus dem Exil ist eine Veranstaltung der Reihe Medien & Entwicklung in Kooperation mit der ISJE-Informationsstelle für Journalismus und Entwicklungspolitik, der FHWien der WKW und dem fjum_forum journalismus & medien wien.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Zur Anmeldung geht’s hier.