AVISO/FOTO- und VIDEOTERMIN Presseaktion: Österreichs Humanitäre Hilfe in Not?

19.8.: Welttag der Humanitären Hilfe: Welchen Beitrag leistet Österreich?

142 Millionen Menschen sind derzeit laut Vereinten Nationen auf Humanitäre Hilfe angewiesen. Die überall spürbaren Folgen der Klimakrise werden laut dem Sonderbericht des Weltklimarats IPCC nicht dazu beitragen, diese Zahlen zu verringern. Am Welttag der Humanitären Hilfe stellen Österreichs Nichtregierungsorganisationen humanitäre Hilfsleistungen auf den Prüfstand.

Aus diesem Anlass lädt die AG Globale Verantwortung alle MedienvertreterInnen zu einer Presseaktion/ Foto- und Videotermin ein:

Zeit: Montag, den 19.08.2019 10.00-11.15 Uhr

Ort: 1010 Wien, Bruno-Kreisky-Gasse/Ecke Ballhausplatz, Schauflergasse, am Gehsteig neben Brunnen

Es sprechen:
Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin, CARE Österreich
Walter Hajek, Bereichsleiter Internationale Zusammenarbeit, Österreichisches Rotes Kreuz
Annelies Vilim, Geschäftsführerin, AG Globale Verantwortung
Sabine Wartha, Leiterin Humanitäre Hilfe, Caritas Österreich

PR-Aktion/FOTO- und VIDEOTERMIN (bitte um kurze Anmeldung unter 0699 17 20 42 07)

Rückfragehinweis:
AG Globale Verantwortung
Claudia Stadler
Öffentlichkeitsarbeit
0699/17204207
presse@globaleverantwortung.at
www.globaleverantwortung.at




Internationaler Tag der indigenen Völker

Pressemitteilung der European Alliance for the Self-Determination of Indigenous Peoples

1994 erklärte die UN-Vollversammlung den 9. August zum Internationalen Tag der indigenen Völker, um auf den dringend notwendigen Schutz und die Förderung der Rechte der indigenen Völker weltweit aufmerksam zu machen. Dieses Jahr gewinnt der Tag besondere Bedeutung, denn die Vereinten Nationen erklärten 2019 zum Internationalen Jahr der indigenen Sprachen (International Year on Indigenous Languages, IYIL).

Nach Angaben der UNESCO existieren derzeit rund 7.000 Sprachen weltweit. Obwohl die rund 370 Millionen Indigenen nur 5% der Weltbevölkerung bilden, sprechen sie mehr als 4.000 der Sprachen. Doch das Überleben der indigenen Sprachen ist akut bedroht. Die UNESCO prognostiziert, dass 90% der heutigen Sprachen bis zum Ende des Jahrhunderts unwiederbringlich verschwunden sein werden.

Sprache
ist mehr als ein Mittel der Kommunikation, denn sie ist von zentraler Bedeutung für die Kultur, Lebensweise, Philosophie, Tradition und Identität der indigenen Völker und damit unverzichtbarer Bestandteil und Ausdruck ihres kollektiven Selbstbestimmungsrechts. In den USA und Kanada sprechen nur noch ein Viertel der insgesamt rund fünf Millionen Indigenen ihre Muttersprache – vor allem in den Reservaten, doch inzwischen lebt die Hälfte von ihnen in städtischen Siedlungsgebieten, wo sie kaum Unterstützung für den Erhalt ihrer Sprachen finden,

Die Bedrohung ihrer Sprache – und damit ihrer Identität – ist eine direkte Folge des Kolonialismus bzw. anhaltender kolonialer Strukturen, welche die Indigenen ihrer grundlegenden Rechte beraubt. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde den indigenen Kindern in den Internatsschulen (Boarding Schools in den USA bzw. Residential Schools in Kanada) die eigene Sprache mittels drastischer Sanktionen verboten. Noch vor dem Ende des Internatssystem wurden die Indigenen im Zuge der Terminationspolitik Mitte des 20. Jahrhunderts von den Reservaten in die Städte zwangsumgesiedelt, um ihre Assimilation zu vollenden.

Eltern oder Großeltern, denen in den Internatsschulen die eigene Sprache verboten war, konnten ihren Kinder ihre Sprache nicht mehr überliefern bzw. waren sie durch die dortige Gehirnwäsche überzeugt, dass ihre Muttersprache minderwertig sei. In anderen Fällen wollten sie die eigenen Kinder vor Diskriminierung und Rassismus schützen, indem sie ihnen nur die Sprache der Mehrheitsgesellschaft vermittelten.

Das System der Missachtung indigener Rechte und damit auch der Unterdrückung der indigenen Sprachen hält bis heute an. Bei den letzten Kongresswahlen 2018 in den USA kam es gar zu einem Rechtstreit, weil die Behörden in Arizona und Utah gegen die eigenen Gesetze verstießen, welche vorschreiben, dass die Wahlunterlagen auch in der Sprache der 170.000 Dineh-Indianer, der größten indigenen Nation der USA, vorliegen müssen, wodurch der Grundsatz des gleichen Wahlrechts massiv verletzt wurde. Trotz bestehender Regelungen wird auch das Recht der Indigenen, sich vor Gericht ihrer Muttersprache zu bedienen, ignoriert.

In Kanada bedeutet zudem die epidemische Gewalt an indigenen Frauen – rund 4.000 Morde in den letzten drei Jahrzehnten – ebenfalls eine Bedrohung der indigenen Sprachen, denn dadurch fehlen die Mütter, die ihren Kindern die eigene Sprache vermitteln können.

Indigene Völker haben zahlreiche Programme und Projekte ins Leben gerufen, um ihre Sprachen zu erhalten oder wiederzubeleben, doch meist fehlt es an den finanziellen Mitteln zur deren Umsetzung – trotz de Lippenbekenntnisse der Regierungen, die auch durch internationale Abkommen dazu verpflichtet wären.

Das Recht der indigenen Völker auf den Schutz und die Förderung der Sprache ist in zahlreichen internationalen Übereinkommen kodifiziert – angefangen von Artikel 13 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (1948) über die Konvention über ökonomische, soziale und kulturelle Rechte (1966), die Konvention über die Kinderrechte (1989), die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (2015), die UN-Deklaration der Rechte der indigenen Völker (2007) und auch der ILO-Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation, dem „Übereinkommen über eingeborene und in Stämmen lebende Völker in unabhängigen Ländern“ (1989).Unter Artikel 13 wird explizit der Schutz und die Förderung der indigenen Sprachen gefordert.

Das UNO-Jahr der indigenen Sprachen ist ein erstes symbolisches Zeichen, um sich endlich zu der Umsetzung der Rechte der indigenen Völker zu bekennen. Indigene wie auch UNESCO, NGOs und die Vereinten Nationen drängen darauf, dies zum Anlass zu nehmen, eine Dekade der indigenen Sprachen zu erklären.

Monika Seiller, Aktionsgruppe
Indianer & Menschenrechte e.V., im Namen der Alliance.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: post@aktionsgruppe.de

Die European Alliance for the Self-Determination of Indigenous Peoples ist ein Zusammenschluss folgender Menschenrechtsorganisationen:
Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte e.V., Munich, Germany; www.aktionsgruppe.de

Arbeitskreis Indianer Nordamerikas (AKIN), Vienna, Austria; www.arbeitskreis-indianer.at

  • Comité de Solidarité avec les Indiens des Amériques (CSIA-NITASSINAN), Paris, France; csia-nitassinan.org
  • Internationales Komitee für die Indigenen Amerikas, Zurich, Switzerland; incomindios.ch
  • Menschenrechte 3000 e.V. (HUMAN RIGHTS 3000), Freiburg, Germany; menschenrechte3000.de
  • Verein zur Unterstützung nordamerikanischer Indianer (ASNAI), Berlin, Germany; asnai.de

 

 




Ausschreibung: Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis

Mit dem Prälat-Leopold-Ungar-Preis werden Medienschaffende für herausragende journalistische Leistungen ausgezeichnet, die Toleranz und Verständnis im Umgang mit gesellschaftlichen Randgruppen fördern und sich mit sozialpolitischen Themen wie Armut, Obdachlosigkeit, Migration, Flucht, Alter, Krankheit oder Diskriminierung auseinandersetzen.

Ausgezeichnet werden JournalistInnen, die sich in und mit ihrer Arbeit couragiert gegen eigene und fremde Vorurteile wenden und sich im Spannungsfeld zwischen Emotion und Information sensibel um kreative Zugänge in der Berichterstattung bemühen.

Im Sinne des Lebenswerks von Prälat Leopold Ungar sollen JournalistInnen ermutigt werden, jenseits von oberflächlicher Recherche und plakativer Berichterstattung eine empathische, zielgruppenadäquate und kompetente Auseinandersetzung mit ihrem Thema zu wagen. Im Sinne einer Anwaltschaft für den Menschen und seine Würde.

Eingereicht werden können journalistische Arbeiten, die zwischen 1. September 2018 und 31. August 2019 in einem periodischen österreichischen Printmedium oder in einem der österreichischen elektronischen Medien (TV, Radio, Internet-Portal) publiziert wurden. Beiträge können vom Verfasser/der Verfasserin selbst, aber auch für diesen/diese von anderen Personen eingereicht werden.

Die Einreichfrist endet am 31. August 2019 (Datum des Poststempels).

Weitere Infos:
Ausschreibung 2019
Einreichformular
Jury
Prälat Leopold Ungar
Archiv




Thema: „Smart Farming“ und „Smart Nutrition“, ein Lösungsansatz für SDG-Ziels 2 „Kein Hunger“?

„Smart Farming“ und „Smart Nutrition“ sind Schlagwörter wenn es um die Digitalisierung der Lebensmittelbranche geht. Doch was steckt dahinter und inwiefern bieten diese Konzepte Lösungsansätze für das Erreichen des SDG-Ziels 2 „Kein Hunger“?

Das Global Network for the Right to Food and Nutrition befasst sich mit diesen wichtigen Zukunftsthemen in Publikationen https://www.righttofoodandnutrition.org/media/publications , die nur am Rande Eingang in den gesellschaftlichen Diskurs nehmen:




Podiumsdiskussion zur Nutzung der Expertise afrikanischer Diaspora-Organisationen in Österreich

Wie können das unternehmerische Potenzial und die Expertise afrikanischer Diaspora-Organisationen Österreichs für die Umsetzung arbeitsplatzschaffender Projekte, Initiativen oder Investitionen in afrikanischen Ländern genutzt werden?

Dieser Frage wird im Rahmen einer Podiumsdiskussion nachgegangen.
Wann: 3. Juli 2019 von 18 – 20:30 Uhr
Wo: AFRIEUROTEXT Buchhandlung – Lassallestrasse 20 / 3, 1020 Wien

Es diskutieren:
Dr. Ing. Günter SCHALL
, Leiter der Abteilung Wirtschaft und Entwicklung bei der ADA ( Austrian Development Agency)
Dr. Andreas MELÁN, Leiter der Afrikaabteilung beim BMEIA
Nella HENGSTLER, Afrika-Expertin bei der Wirtschaftskammer Österreich
Pascaline SALAY, in Österreich lebende Unternehmerin aus der DR Kongo
Moderation: Dr. Daniel Romuald Bitouh, Leiter von AFRIEUROTEXT (Kulturorganisation und Buchhandlung mit entwicklungspolitischen bzw. sozialunternehmerischen Agenden in Österreich und in afrikanischen Ländern)

Mehr Info: www.afrieurotext.at/?page_id=455




FairStyria-Tag des Landes Steiermark 2019

Auf Einladung von Landesrätin MMag.a Barbara Eibinger-Miedl widmet sich der 15. FairStyria-Tag des Landes Steiermark dem Thema der nachhaltigen Entwicklung.

Dienstag, 25. Juni 2019 von 8:30 bis 14:30 Uhr
Grazer Joanneumsviertel

Mehr als zwanzig steirische Vereine und Organisationen zeigen, wie durch konkrete Projekte nachhaltige Lebensperspektiven für Menschen in Ländern des globalen Süden geschaffen werden können. Dabei stehen steirische Projekte im Mittelpunkt, die zur Umsetzung der 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen beitragen. Zu den wichtigsten Themenbereichen zählen dabei Ernährungssicherung, Gesundheit, nachhaltige Landwirtschaft und Bildung.

El Sistema – soziale Integration durch Musik
Ein weiteres Highlight des FairStyria-Tages ist die Abschlusspräsentation der Projektgruppe „music4sustainability“ des Masterstudiums Global Studies Global an der Karl-Franzens-Universität Graz.

Im Rahmen eines interdisziplinären Praktikums (IP) setzen sich die Studierenden mit der Initiative „El Sistema“ auseinander, die von Venezuala ausgehend mittlerweile weltweite Verbreitung gefunden hat. Dabei erhalten Kinder und Jugendliche die Chance, ein Musikinstrument zu erlernen und in einem Orchester gemeinsam aufzutreten bzw. in einem Chor zu singen. Durch die Aufnahme in eine Gemeinschaft wird das Verantwortungsbewusstsein für sich und andere gestärkt, Zielstrebigkeit und nachhaltiges Denken gefördert und eine positive Zukunftsperspektive gegeben.

Die Projektgruppe „music4sustainability“ untersucht im Rahmen des IPs europäische Initiativen, die nach diesesm El Sistema-Prinzip eine soziale Integration durch Musik zum Ziel haben. Diese Projekte für Kinder und Jugendliche werden aus dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit beleuchtet und erforscht, inwieweit sich die Lebensperspektiven der TeilnehmerInnen dieser Initiativen langfristig verbessern.

Beim FairStyria-Tages organisiert „music4sustainability“ zahlreiche Workshops zu Musik, Integration und Nahhaltigkeit, die von Schulklassen gebucht werden können.

Programm des FairStyria-Tages 2019
FairStyria-Report Juni 2019 mit Programm und Reportagen

Kontakt für Rückfragen:
Maria Elßer, MA
FairStyria – Entwicklungszusammenarbeit
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
A9 Kultur, Europa, Außenbeziehungen
8010 Graz, Landhausgasse 7
Tel. 0316/877-5518
E-Mail: fairstyria@stmk.gv.at




Newsletter 2/2019: „Kein Hunger“ Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

“Every five seconds one child under the age of 5 dies from hunger or malnutrition-related disease. Every four minutes, one person loses his or her eyesight for lack of vitamin A. More than 852 million people do not get enough food each day to sustain a normal life. This is a shame on humanity. It is time to enforce the right to food.”

Jean Ziegler, Former UN-Special Rapporteur on the Right to Food

Für den Großteil der 850 Millionen von Hunger betroffener Menschen sind Nahrungsmittel-mangel und Mangelernährung Teil ihrer Alltagssituation. Hunger hat viele Ursachen. Naturkatastrophen und Kriegen sind „nur“ punktuelle Auslöser für Hungerkatastrophen. Vielmehr sind es die global-systemischen Herausforderungen unseres neoliberalen, kapitalistischen Wirtschafts- und Agarsystems, die dazu führen, dass Menschen im 21. Jahrhundert an Hunger sterben –  und das, obwohl genug Nahrungsmittel produziert werden, um alle Menschen weltweit ausreichend ernähren zu können.
MEHR
Download für die komplette Rechercheliste als PDF


Interessante Aspekte und Fragen  zu SDG 2 – Kein Hunger

  • Jedes fünfte Brot landet im Müll! Wien wirft jeden Tag so viel Brot weg, wie man bräuchte um ganz Graz zu ernähren! Ist Hunger nur ein Verteilungsproblem?
  • Land Grabbing: Warum in Ländern des Globalen Südens die Lebensmittelpreise steigen, wenn bei uns die Nachfrage nach Biosprit steigt.
  •  Drei globale Konzerne bestimmen weltweit den Saatgut- und damit den Lebensmittel-Markt. Patente auf konventionell gezüchtet Pflanzen wurden bereits vergeben. Welche Auswirkungen hat das auf die Biodiversität, auf den Erhalt von Ökosysteme und auf die Vielfalt von Saatgut und Kulturpflanzen – vor allem im Anbetracht deren Anpassungserfordernisse hinsichtlich des Klimawandels?
  • Ißt die Erde Mensch die auf? Wie viel Raum gestehen wir  wildlebenden Tier- und Pflanzenarten noch zu?
  • „Smart Farming“: Big Data und Digitalisierung der Nahrungsmittelproduktion: ein Fluch oder ein Segen?

Projekte / Organisationen / Ansprechpersonen

Organisationen, die sich für menschwürdige Arbeit und nachhaltiges Wirtschaften auf globaler Ebene einsetzen:
in
Österreich:

und international:


Leitlinien/Handbücher/ Reports / Schattenberichte:


Ausgewählte Medien (Bücher, Filme etc.) zum Thema aus der  C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik 

a.) Ernährungssicherheit jenseits des Weltmarktes …

b.) Zugang zu Lebensmittel / Ressourcen – Land Wasser Saatgut …

c.) Vielfalt von Saatgut, Kulturpflanzen sowie Nutz- und Haustieren und ihren wildlebenden Artverwandten…

d.) Good Practice Examples:


Sozial fair, ökologisch nachhaltiges Wirtschaften und verantwortungsvoller Konsum von Lebensmittel




“ Kein Hunger“ Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

“Every five seconds one child under the age of 5 dies from hunger or malnutrition-related disease. Every four minutes, one person loses his or her eyesight for lack of vitamin A. More than 852 million people do not get enough food each day to sustain a normal life. This is a shame on humanity. It is time to enforce the right to food.”

Jean Ziegler, Former UN-Special Rapporteur on the Right to Food

Für den Großteil der 850 Millionen von Hunger betroffener Menschen sind Nahrungsmittel-mangel und Mangelernährung Teil ihrer Alltagssituation. Hunger hat viele Ursachen. Naturkatastrophen und Kriegen sind „nur“ punktuelle Auslöser für Hungerkatastrophen. Vielmehr sind es die global-systemischen Herausforderungen unseres neoliberalen, kapitalistischen Wirtschafts- und Agarsystems, die dazu führen, dass Menschen im 21. Jahrhundert an Hunger sterben –  und das, obwohl genug Nahrungsmittel produziert werden, um alle Menschen weltweit ausreichend ernähren zu können.

Dabei wissen wir schon lange: industrielle Agrarwirtschaft ist von fossilen Treibstoffen und chemischen Hilfsmitteln abhängig, erkennt die Begrenztheit der Ressourcen wie Boden und Wasser nicht an und trägt zum Artensterben, Klimawandel, zur Umweltzerstörung und verschlechterten Arbeitsbedingungen in der Lebensmittelproduktion bei.  Zudem werden seit Jahrhunderten erfolgreich bestehende kleinbäuerliche Strukturen zerstört, Ungleichheit wird verstärkt. Profitversprechen wiegen schwerer als Nutzen und Qualität der Nahrungsmittel selbst.

Ernährungssouveränität ist das Recht von Menschen, über die Art und Weise der Produktion, der Verteilung und der Konsumtion von Lebensmitteln selbst zu bestimmen. Sie ist das Recht zur demokratischen Gestaltung des eigenen Agrarsystems, ohne dabei Anderen oder der Umwelt zu schaden. Ernährungssouveränität, Menschenrechten sowie Schutz und gerechter Zugang zu natürlichen Ressourcen sind zentrale Ansätze von bäuerlicher, umwelt-, wirtschafts-, und entwicklungspolitischer Organisationen zur Verwirklichung des – Sustainable Development Goal „Kein Hunger“ – kurz SDG 2.




Veranstaltung zu Menschenhandel und Zwangsprostitution. Osato Odion spricht über ihre Erfahrungen und wie sie es schaffte, auszubrechen

Osato Odion ist eine junge Frau, die in die Hände von Menschenhändlern gelangte, mit ihnen  die Sahara und das Mittelmeer unter gefährlichsten Umständen durchqueren musste und schließlich in Italien in der Zwangsprostitution landete. Wie sie es schaffte auszubrechen, erfolgreich zu studieren,  als Fotomodell zu arbeiten und nun gegen das System zu kämpfen, dass sie zur Sklavin gemacht hat, erzählt sie Adesuwa Reiterer, die sich seit  vielen Jahren von Österreich aus gegen Menschenhandel in Afrika einsetzt.

Datum: Donnerstag, 13. Juni 2019, 18 Uhr
Ort:  Latein Amerika Institut,  Schlickgasse 1, 1090  Wien
In Englischer Sprache

Rahmenprogramm: Afrikanisches Essen, fair produzierte Produkte, etc.

Anmeldung erbeten bei:
Joana Reiterer,
office@joadre.com

 




Diskussionsveranstaltung: Europawahl – Welche Falschmeldungen kursierten?

Investigativjournalist Florian Skrabal (DOSSIER) im Gespräch mit EU-Abgeordneten Michel Reimon (Die Grünen).

Wann: 23.05.2019
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Wo: FHWien der WKW, Währinger Gürtel 97, 1180 Wien
* Anmeldung
* Abmeldung

Wahlkämpfe sind immer mehr Ziel gezielter Informationskampagnen, die oftmals auch nicht ohne Falschmeldungen auskommen.

Wir sprechen mit Investigativjournalist Florian Skrabal, der in Österreich das Projekt EU Factcheck der European Journalism Training Association (EJTA) leitet, das international mit 20 Hochschulen Factchecking zu Aussagen rund um die Europawahl überprüft. Er spricht mit dem  Michel Reimon darüber, wie die EU kommuniziert, welche Schwachstellen es dabei gibt und welche Wissenslücken über die Arbeit der EU immer wieder zu Problemen führen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der ISJE-Informationsstelle für Journalismus und Entwicklungspolitik, dem Studienbereich für Journalismus & Medienmanagement der FHWien der WKW, dem Presserat und Reporter ohne Grenzen im Zuge der Reihe „Media under Pressure“ statt.