PA: CARE-Krisenreport: Zehn humanitäre Krisen, die 2025 keine Schlagzeilen machten

CARE veröffentlicht zehnte Ausgabe des Krisenreports: Vergessene Krisen kämpfen um Aufmerksamkeit und Ressourcen / Über die humanitäre Krise in der Zentralafrikanischen Republik wurde 2025 am wenigsten berichtet

Der zehnte CARE-Krisenreport, der jährlich die globale Online-Berichterstattung humanitärer Krisen untersucht, zeigt: Die Zentralafrikanische Republik ist mit nur 1.532 Online-Artikeln die am meisten vergessene humanitäre Krise des Jahres 2025. Ein langanhaltender Konflikt führt dazu, dass mehr als 2,4 Millionen Menschen in Not sind. Etwa jeder fünfte Mensch ist auf der Flucht. Zugleich verzeichnet das Land mit der heurigen Platzierung einen traurigen Rekord: Die Zentralafrikanische Republik ist in jeder der zehn Ausgaben des CARE-Krisenreports seit 2016 vertreten.

„Da Katastrophen und bewaffnete Auseinandersetzungen zunehmen, konkurrieren humanitäre Krisen immer stärker um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit – und damit auch um dringend benötigte finanzielle Mittel“, sagt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. „Seit zehn Jahren machen wir mit dem CARE-Krisenreport sichtbar, welche humanitären Krisen besonders Gefahr laufen, in Vergessenheit zu geraten. Denn Sichtbarkeit ist nicht zuletzt eine Frage der Menschenwürde und des Überlebens: Ohne öffentliche Wahrnehmung werden komplexe Krisen weniger verstanden und geraten zu selten in den politischen Fokus, selbst wenn die Not der betroffenen Menschen unvermindert groß bleibt.“

Afrika trägt Hauptlast vergessener Krisen

Den zweiten Platz auf der Liste belegt Namibia, wo 1,3 Millionen Menschen zu wenig zu essen haben. Sambia nimmt Platz drei ein: Dort sind 5,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Während im diesjährigen CARE-Krisenreport zwar auch Honduras und Nordkorea gelistet sind, liegen weiterhin acht der zehn am stärksten vernachlässigten Krisen in Afrika. Ein zentraler gemeinsamer Nenner: Der Klimawandel wirkt als massiver Krisenverstärker – durch häufigere und intensivere Wetterextreme, Ernteausfälle sowie steigenden Druck auf die Versorgung mit Wasser und Nahrung.

So auch in Simbabwe, wo Dürre die Ernährungssicherheit von Millionen Menschen, insbesondere in ländlichen Gebieten, gefährdet. „Es war erschütternd zu sehen, wie das Ausmaß der durch El Niño 2023/24 verursachten Dürre in Simbabwe medial weitgehend übersehen wurde. Millionen Menschen waren noch im letzten Jahr von den Folgen betroffen, Gemeinden kämpften um Zugang zu sauberem Wasser und Nahrung. Die geringe internationale Aufmerksamkeit ist nicht gerade hilfreich, wenn notleidende Familien dringend auf Unterstützung hoffen“, sagt Charlene Pellsah Ambali, stellvertretende CARE-Länderdirektorin in Simbabwe. „Die Welt muss solche Katastrophen wahrnehmen – erst dann entsteht der Druck, schnell und ausreichend zu handeln.“

EU: „Keine Krise darf in Vergessenheit geraten“

Auch die Europäische Union betont die Bedeutung, vergessene Krisen sichtbar zu machen und humanitäre Hilfe dort zu stärken, wo Aufmerksamkeit fehlt. „Vergessene Krisen sind oft komplex und langwierig. Sie lassen sich weder mit schnellen Lösungen noch mit einfachen Erklärungen bewältigen. Sie eignen sich nicht für die Abendnachrichten oder einen kurzen Social-Media-Post. Von den Medien – und häufig auch von Geldgebern – werden sie übersehen, bleiben aber dennoch harte Realität. Für die notleidenden Menschen sind diese Krisen keineswegs ‚vergessen‘“, sagt Hans Das, stellvertretender Generaldirektor und Chief Operations Officer für Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (DG ECHO).„Die EU bemüht sich als verlässlicher und prinzipientreuer Geldgeber sicherzustellen, dass keine Krise und keine vulnerable Bevölkerungsgruppe vergessen werden. Mindestens 15 Prozent unseres jährlichen Budgets für humanitäre Hilfe reservieren wir gezielt für solche Krisen. Und zwar nach einem strengen Bewertungsverfahren, das gewährleistet, dass die Hilfe genau dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird. Angesichts beispielloser Kürzungen bei humanitärer Hilfe ist das wichtiger denn je. CAREs jährlicher Bericht über vergessene Krisen ist eine eindringliche Erinnerung an diese Realität und ein wertvolles Instrument, damit zumindest etwas Licht ins Dunkel gebracht wird.“

Zehn humanitäre Krisen, die 2025 keine Schlagzeilen machten:

  1. Zentralafrikanische Republik – Jede fünfte Person ist auf der Flucht.
  2. Namibia – 1,3 Millionen Menschen haben zu wenig zu essen.
  3. Sambia – 5,5 Millionen Menschen müssen mit Hilfsgütern versorgt werden.
  4. Malawi – Vier Millionen Menschen sind von Ernährungsunsicherheit betroffen.
  5. Honduras – Über 50 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze.
  6. Nordkorea – 10,7 Millionen Menschen sind von Unterernährung betroffen.
  7. Angola – 2,6 Millionen Menschen – die Hälfte davon Kinder – sind in Not.
  8. Burundi – 1,2 Millionen Menschen haben nicht genug zu essen.
  9. Simbabwe – Ein Viertel der Kinder unter fünf Jahren ist mangelernährt.
  10. Madagaskar – Rund jede siebte Person ist auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Factsheet und Fotomaterial zu den zehn vergessenen Krisen (Fotocredit: CARE)
Lesen Sie hier den CARE-Krisenreport.

Methodik: Für den zehnten CARE-Krisenreport hat der internationale Medienbeobachtungsdienst Meltwater fünf Millionen Online-Artikel aus etwa 345.000 Online-Medien in den Sprachen Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch ausgewertet. Untersucht wurde der Zeitraum vom 1. Jänner bis 30. September 2025. Auf Basis einer Liste von 43 humanitären Krisen, die jeweils mindestens eine Million Menschen betreffen, wurden jene zehn Krisen ermittelt, die die geringste mediale Aufmerksamkeit erhielten.

Über CARE: CARE wurde 1945 gegründet und ist heute eine der weltweit größten Hilfsorganisationen, die in über 120 Ländern tätig ist. Die Hilfe von CARE hat 2025 mehr als 58 Millionen Menschen – über die Hälfte davon Frauen und Mädchen – erreicht. Weitere Informationen unter www.care.at.

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Stephanie Weber

Media Officer
CARE Österreich
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PA: UN-Menschenrechtsprüfung Österreichs: Staaten betonen außenpolitische Verantwortung für Menschenrecht

Österreich ist heute vor den UN-Menschenrechtsrat in Genf getreten, um sich zum vierten Mal einer Universellen Menschenrechtsprüfung (Universal Periodic Review, UPR) zu stellen. Armenien, Libanon und weitere prüfende Staaten begrüßten den menschenrechtsbasierten Ansatz in der internationalen Entwicklung und Humanitären Hilfe Österreichs. „Jedoch hat die Bundesregierung die Mittel für diese wesentlichen außenpolitischen Instrumente um ein Drittel gekürzt. Dabei verdeutlicht die aktuelle Weltlage, dass auch die Handlungsfähigkeit des kleinen, neutralen Österreichs von einer regelbasierten Ordnung und von partnerschaftlichen Beziehungen abhängt, für die Abkommen wie die UN-Menschenrechtskonventionen sorgen“, betont Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung.
 
„Für Handlungsfähigkeit ist Glaubwürdigkeit zentral. Grund zur Kritik gab im letzten Jahr die ausgehöhlte EU-Lieferkettenrichtlinie, von der wir jetzt zumindest eine ambitionierte Umsetzung in Österreich einfordern. Und wir schließen uns Ecuadors Empfehlung, sich aktiv in die Verhandlungen für das UN-Abkommen für Wirtschaft und Menschenrechte einzubringen, an“, ergänzt Wank.
 
Kinderrechte systematisch verankern
Bei der Prüfung fanden auch das Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungspolitik 2025 bis 2027 und die Strategie der Humanitären Hilfe Österreichs Erwähnung. Veronika Schippani-Stockinger, Bundesvorsitzende der Katholischen Jungschar Österreichs, erklärt: „Diese Strategien berücksichtigen die Rechte und den Schutz von Kindern und Jugendlichen nur oberflächlich, weshalb wir eine konsequente und systematische Verankerung in den internationalen Angelegenheiten fordern. Zudem unterstützen wir ausdrücklich die Empfehlung Chiles, Gabuns, Portugals und anderer, das dritte Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention zu ratifizieren. Dieses sieht einen Beschwerdemechanismus für Kinder vor.“
 
Namaraj Silwal, Projektpartner vom Social Work Institute, einer nepalesischen Partnerorganisation der Katholischen Jungschar Österreichs, ergänzt, dass die Verantwortung gegenüber Kindern untrennbar mit der Entwicklungs- und Ernährungspolitik verknüpft sei. Im Sinne der ökologischen Kinderrechte und in Zeiten der Klimakrise empfiehlt er: „Österreich sollte die öffentlichen Entwicklungsgelder insbesondere zur Unterstützung der Agrarökologie und lokaler Ernährungssysteme sichern und erhöhen. Österreich sollte davon absehen, Entwicklungsgelder zu kürzen, die das Recht auf Nahrung untergraben, und stattdessen die Unterstützung für Akteur*innen der Zivilgesellschaft verstärken, damit diese eine langfristige, klimaresiliente Ernährungssouveränität für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen fördern können, auch in Partnerländern wie Nepal.“
 
Inklusion macht „Politik gerechter und Gemeinschaften stärker“
Mehrere Prüferstaaten begrüßten den Nationalen Aktionsplan Behinderung 2022 bis 2030 und betonten die Bedeutung seiner Umsetzung. Mosambik empfahl, die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der internationalen Entwicklung und Humanitären Hilfe als Querschnittsmaterie zu stärken, berichtet Alex Buchinger, Geschäftsführer von Licht für die Welt Österreich. „Menschen mit Behinderungen machen 16 Prozent der Weltbevölkerung aus, wovon 80 Prozent im Globalen Süden leben. Die Mehrheit lebt in Armut und ihre Rechte – etwa auf Bildung, Gesundheitsversorgung oder Teilhabe – werden besonders oft verletzt. Trotzdem ist der Anteil der öffentlichen Mittel, die Menschen mit Behinderungen erreichen, zu gering.“
 
Abschließend fügt Sophia Mohammed, Länderdirektorin von Licht für die Welt im Südsudan, hinzu: „Unsere Arbeit zeigt klar: Gestalten lokale Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen aktiv Projekte mit, werden Gemeinschaften stärker und auch die Politik gerechter. Niemand wird im Kampf gegen Ungleichheiten, Armut und Hunger zurückgelassen. Gleiches gilt für andere benachteiligte Menschen wie Frauen, Kinder und indigene Menschen.“
 
Die österreichische Delegation betonte beim UPR, wie wichtig die Zivilgesellschaft für die Erfüllung der Menschenrechte ist. Diese wird in Österreich und in den Partnerländern verfolgen, wie die Regierung die Empfehlungen umsetzt, wovon ihre internationale Glaubwürdigkeit abhängt.
 
Vor der Prüfung übermittelten der Dachverband AG Globale Verantwortung und seine Mitgliedsorganisationen Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar Österreichs und Licht für die Welt entwicklungspolitische und humanitäre Empfehlungen an den UN-Menschenrechtsrat. Für Journalist*innen erstellte die AG Globale Verantwortung Hintergrundinformationen über den Prozess.

Rückfragen:
Hannah Hauptmann
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeithannah.hauptmann@globaleverantwortung.at
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Online-Pressekonferenz: CARE-Krisenreport 2025 am 27. Januar 2026

Die humanitäre Lage spitzt sich weltweit und vielfältig zu: Konflikte werden langwieriger, die Klimakrise verschärft Notlagen, Kürzungen treffen die Ärmsten. Zahlreiche humanitäre Notlagen konkurrieren um Aufmerksamkeit vor dem Hintergrund zunehmend knapper Ressourcen.

Das zeigte sich 2025 auch in der Berichterstattung: Während die Kriege in Gaza, im Sudan und in der Ukraine die globalen Schlagzeilen dominierten, waren andere humanitäre Brennpunkte wenig sichtbar. Die Analyse von fünf Millionen Online-Artikeln im CARE-Krisenreport 2025 zeigt, welche zehn Krisen im Vorjahr weltweit am wenigsten mediale Beachtung fanden.

Im Rahmen eines Online-Pressegesprächs präsentiert CARE die zentralen Ergebnisse des Reports und diskutiert folgende Fragen: Warum geraten bestimmte humanitäre Krisen aus dem Blick? Welchen Preis zahlen die Betroffenen? Was können Medien, Politik und Zivilgesellschaft tun, damit die Not von Millionen Menschen mehr Beachtung findet?

Im Gespräch mit:
•    Karl-Otto Zentel, Generalsekretär CARE Deutschland (zugeschaltet aus Bonn) 
•    Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin CARE Österreich (zugeschaltet aus Wien) 
•    Charlene Pellsah Ambali, stv. Länderdirektorin CARE Simbabwe (zugeschaltet aus Harare) 
•    Hans Das, stv. Generaldirektor und Chief Operations Officer für Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (DG ECHO) (zugeschaltet aus Brüssel)

Moderation:
•    Kelly Muthusi, CARE Regional Communications Associate für Ost- und Zentralafrika

Online-Mediengespräch: Zehn humanitäre Krisen, die 2025 keine Schlagzeilen machten 
•    Datum: 27.01.2026, 10:00 – 10:45 Uhr 
•    Ort: Online via Zoom

Hinweis für Redaktionen: Der Bericht und die damit zusammenhängenden Informationen unterliegen einer Sperrfrist bis zum 28. Januar 2026, 06:00 Uhr CET.

Das Mediengespräch findet auf Englisch statt. Um Anmeldung bei Katharina Kohl unter kohl@care.de wird gebeten.




Kommentar: Rollback auch bei der Klimakonferenz: Vom Scheitern des Dekarbonisierungsstaates

Der aktuelle Backlash zeigt, dass Klimapolitik nur gelingen kann, wenn auch staatliche Strukturen grundlegend verändert werden.
Von Ulrich Brand

Die dreißigste Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention im brasilianischen Belém ist vor kurzem zu Ende gegangen. Die Ergebnisse sind enttäuschend, auch wenn die Erwartungen an das Treffen ohnehin gering waren. Denn wir erleben aktuell einen dramatischen klimapolitischen Backlash. Deutlichster Ausdruck ist die Politik von US-Präsident Donald Trump nach dem Motto „Drill, Baby, drill!“. Darin liegt durchaus ein rationaler Kern der Trump´schen Politik, die oft so volatil und unberechenbar wirkt: Er will eine fossile Weltwirtschaft politisch absichern gegen die Bemühungen zur Dekarbonisierung in anderen Ländern, insbesondere in China.

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Medientipp: Neue Videopodcast-Reihe: „Brücken in die Welt“ – der Podcast zur österreichischen Entwicklungspolitik

Mit der ersten Staffel von „Brücken in die Welt“ beleuchtet die ÖFSE die Entstehung und Entwicklung der österreichischen Entwicklungspolitik, von ihren Anfängen in den 1960er- und 1970er-Jahren bis in die Gegenwart. Host Michael Obrovsky macht dabei in Gesprächen mit zentralen Wegbegleiter*innen und Zeitzeug*innen politische Entscheidungen, internationale Einflüsse und persönliche Erfahrungen hörbar.

Ziel des Podcasts ist es, ein zeitloses, zugängliches Dokument dieser Geschichte zu schaffen und den Stimmen derjenigen Raum zu geben, die Österreichs Entwicklungszusammenarbeit über Jahrzehnte geprägt haben. Durch persönliche Einblicke und historische Kontexte entsteht ein vielschichtiges Bild davon, wie Ideen von globaler Verantwortung, Solidarität und Partnerschaft gewachsen sind und sich verändert haben.

Gerade in einer Zeit, in der internationale Zusammenarbeit neu gedacht wird, ist der Blick zurück von besonderer Bedeutung. Die Gespräche regen dazu an, über Kontinuitäten und Brüche in der Entwicklungspolitik nachzudenken und sie zeigen, wie vergangene Erfahrungen Orientierung für aktuelle und zukünftige Herausforderungen bieten können.

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PA: EU-weiter Entwicklungshilfebericht betont Reformchance für internationale Zusammenarbeit

Österreich darf Erfolge in internationaler Zusammenarbeit nicht verspielen: AidWatch-Bericht ist Weckruf, um Kürzungen zu revidieren und sich für Reform des globalen Schuldensystems einzusetzen

„Der 20. AidWatch-Bericht von CONCORD erscheint in einem entscheidenden Jahr für die internationale Zusammenarbeit. Zwar verfehlen die meisten Geberländer weiterhin das international vereinbarte Ziel, jährlich 0,7% des Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungshilfeleistungen (Official Development Assistance, ODA) bereitzustellen. Österreichs ODA-Quote ist sogar auf 0,34% gesunken. Dennoch ist der Bericht ein Weckruf an die österreichische Bundesregierung, jetzt gegenzusteuern und bestehende Reformchancen zu nutzen. Denn Investitionen in globale Verantwortung sind in unser aller Interesse“, betont Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung, anlässlich der heutigen Präsentation des Jubiläumsberichts des entwicklungspolitischen Dachverbands auf EU-Ebene..

„Die Achtung der Menschenrechte hat sich in den letzten Jahrzehnten spürbar verbessert. Millionen Menschen konnten die Armut überwinden und leben heute gesünder. Immer mehr Kinder gehen zur Schule und Frauen nehmen in vielen Ländern aktiver am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben teil. Und durch eine bedarfsgerechte humanitäre Unterstützung für notleidende Menschen haben ganze Regionen den Schritt aus Dauerkrisen und Konflikten geschafft“, erinnert Wank an die Erfolge, die durch internationale Zusammenarbeit möglich waren und sind.

Entwicklungshilfeleistungen: NGO-Dachverband fordert Ende der Verwässerungen und Kürzungen
Jedoch drohe die kurzsichtige Krisen- und Sparpolitik von Geberländern, zahlreiche dieser Fortschritte zunichtezumachen, ist Wank alarmiert. Laut eines in The Lancet erschienenen Artikels könne allein die Zerschlagung der US-Entwicklungsbehörde USAID 14 Millionen Menschen bis 2030 das Leben kosten. „Länder des Globalen Südens sind nun gezwungen, noch mehr Schulden anzuhäufen. Durch hohe Schuldenrückzahlungen fließt mittlerweile mehr Geld in den Globalen Norden als umgekehrt. Das ist auch insofern absurd, als dass Geberländer Schuldenerlasse als Entwicklungshilfeleistungen ausweisen dürfen“. Wank erläutert, dass auch Unterstützungskosten für Asylwerber*innen und weitere Ausgaben, die nicht bei Menschen im Globalen Süden ankommen, anrechenbar seien. „Diese verwässernden Mittel dürften 2024 mehr als 25% der österreichischen ODA ausgemacht haben.“

Abschließend appelliert Wank an die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und an Finanzminister Markus Marterbauer, die entwicklungspolitischen Erfolge der letzten Jahrzehnte nicht weiter aufs Spiel zu setzen. „Anstatt jetzt bei den Entwicklungshilfeleistungen zu sparen und teure, lebensbedrohliche Rückschritte in Kauf zu nehmen, braucht es ein Bekenntnis zu echter globaler Verantwortung. Die Regierung ist aufgefordert, dem Beispiel Belgiens, Dänemarks, Italiens, Portugals, Spaniens und der Slowakei zu folgen und die Kürzungen im Bundesbudget zu revidieren. Zudem ist sie gefragt, die Mittel für jene Menschen in Ländern des Globalen Südens und in Krisengebieten einzusetzen, für die sie bestimmt sind, und sich für eine Reform des internationalen Schuldensystems stark zu machen. So bleibt Österreich ein verlässlicher Partner in der Welt.“


Rückfragen:
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Aviso: Gespräch mit hochrangiger CIMI-Delegation (Einsatz für Indigene in Brasilien)

Die Bedrohung der indigenen Völker Brasiliens und die Zerstörung des Amazonas-Gebietes nimmt weiterhin zu. Am 21. Oktober kommen Kardinal Leonardo Steiner (Präsident von CIMI), Marcley Pataxó (Kazike der Pataxó) und Luís Ventura Ferndández (Generalsekretetär von CIMI) nach Wien, um den aktuellen Bericht zu Gewalt gegen indigene Völker und Gegenstrategien (auch im Vorfeld der Cop30 vom 10.-21.11.2025 in Belem/Brasilien) vorzustellen. CIMI, die Fachstelle der brasilianischen Bischofskonferenz für indigene Gemeinschaften, ist langjährige Partnerorganisation der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar.

Zeit:        Dienstag, den 21. Oktober 2025, 14:30 bis 16:30 Uhr
Ort:         Sitzungsraum der KOO, Schottenring 35/DG, 1010 Wien

Für Übersetzung aus dem Portugiesischen ist gesorgt. Kardinal Steiner spricht auch Deutsch, Luis Ventura Fernández auch Spanisch.

Kardinal Leonardo U. Steiner: 2019 von Papst Franziskus zum Erzbischof von Manaus, 2022 zum Kardinal ernannt, Präsident von CIMI seit 2023 ist eine prophetische Stimme in der Amazonasregion, der sich für die Rechte der indigenen Völker und die integrale Ökologie einsetzt.

 Marcley Pataxó: Kazike (Führungsperson) des indigenen Volkes der Pataxó im Bundesstaat Bahia. Die Pataxó kämpfen für die Demarkierung/Abgrenzung ihres Territoriums und sind vielen Bedrohungen von Seiten der  Agrarindustrie ausgesetzt. Immer wieder werden gewalttätige Angriffe ausgeführt, die auch mit Morden (zum Beispiel an der Anführerin Maria Fátima Muniz de Andrade, bekannt als Nega Pataxó Hã-Hã-Hãe) enden.  Aktuell ist der Süden Bahias das Gebiet mit der zweithöchsten Anzahl an Konflikten um indigene Gebiete in ganz Brasilien.

 Luis Ventura Fernández: Seit 2023 Generalsekretär von CIMI. Er arbeitete zuvor fast 20 Jahre lang mit den indigenen Völkern des Bundesstaates Roraima im Amazonasgebiet und hat einen Uni-Abschluss in Anthropologie und Politikwissenschaften.

 Die indigenen Völker in Brasilien sind durch die Expansion der Agrar- und Bergbauindustrie verstärkt Bedrohungen wie illegalem Bergbau (Goldabbau), Abholzung für Soja- und Viehzucht, gewaltsamer Vertreibung und Kriminalität ausgesetzt. Auch die Folgen des Klimawandels wie einerseits andauernde Trockenheit mitsamt riesigen Waldbränden und andererseits Überschwemmungen durch sintflutartigen Starkregen bedrohen zunehmend die Lebensgrundlagen. Die Fachstelle für indigene Gemeinschaften der brasilianischen Bischofskonferenz (CIMI) ist Partnerorganisation der Dreikönigsaktion und setzt sich seit Jahrzehnten vehement für die Rechte der indigenen Gruppen in Brasilien ein.

 Die Gewalt gegen indigene Völker – und damit die zunehmende Zerstörung des Amazonas-Gebietes mit negativen Klimafolgen für die ganze Welt – hat sich zuletzt in allen Regionen Brasiliens verschärft. Der Hauptgrund für diese Eskalation war das Inkrafttreten des Gesetzes 14.701/2023, das den zeitlichen Rahmen für indigene Gebiete festlegte. Dieses „Stichtag-Gesetz“ ist ein massiver Angriff auf das verfassungsmäßig garantierte Recht der Indigenen auf ihr Land, da nun nur noch diejenigen Länder von den Indigenen rechtlich beansprucht werden können, auf denen die Indigenen noch im Jahr des Inkrafttretens der brasilianischen Verfassung 1988 leben konnten. Der CIMI-Gewaltbericht 2024 macht deutlich, dass die neue Regelung zu einer Zunahme von Angriffen, Morden und Rechtsverletzungen in indigenen Gebieten geführt hat. Deswegen setzt sich CIMI dafür ein, das Gesetz wegen Verfassungswidrigkeit zu annullieren.

 Um Anmeldung wird gebeten!

 Kontakt:
Georg Bauer, georg.bauer@dka.at, 0676 88011 1073




PA: Globaler Hunger alarmierend

Zum Welternährungstag mahnen Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe zu entschlossenem Handeln – auch seitens Österreichs

Diakonie Katastrophenhilfe und Brot für die Welt warnen: Trotz kleiner Fortschritte in einzelnen Ländern rückt das globale Ziel „Zero Hunger bis 2030“ in immer weitere Ferne (Welthunger-Index 2025) . In 27 Ländern ist die Zahl der Hungernden sogar gestiegen. Besonders viele Menschen hungern nach wie vor in afrikanischen Ländern südlich der Sahara. „Um Hunger erfolgreich zu bekämpfen, braucht es mehr Mut, mehr Engagement und mehr Verantwortung von Regierungen, Zivilgesellschaft und Wirtschaft – und zwar jetzt“, so Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser.

Sinkende Mittel für Humanitäre Hilfe und EZA

    Aktuell herrscht ein besorgniserregender Trend, der die Bekämpfung von Hunger massiv bedroht: Die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (EZA) und Humanitäre Hilfe werden immer mehr gekürzt und reißen riesige Finanzierungslücken in Programme zur Bekämpfung von Hunger. „Hier die Finanzierung abzudrehen, ist kurzsichtig und hat langfristige, verheerende Folgen“, so Moser.

    Österreich sei „meilenweit“ vom Ziel entfernt, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) für Entwicklungszusammenarbeit auszugeben, kritisiert die Diakonie-Direktorin. Durch die beschlossenen massiven Kürzungen der Mittel für internationale Hilfe wird die Österreich im Jahr 2026 Prognosen zufolge bei 0,31% landen und damit unter das Niveau von 2021 zurückfallen.

    Weiterhin bleiben Konflikte der größte Treiber des Hungers. Zunehmend ist auch der Klimawandel immer häufiger die Ursache dafür, dass Menschen hungern. Extremwetterereignisse wie Dürren oder Überschwemmungen treten immer häufiger auf.

Projekte in Äthiopien zeigen, dass Hunger erfolgreich bekämpft werden kann

    „Hunger ist ein lösbares Problem, die Lösungswege zur Hungerbekämpfung sind längst bekannt“, stellt Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser fest. Brot für die Welt arbeitet gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen und der Bevölkerung in Äthiopien in erfolgreichen Projekten. Wälder werden wieder aufgeforstet und Wege gefunden, wie sich Menschen langfristig selbst ausreichend ernähren können. Aufforstung wirkt der Erosion entgegen und sichert somit die Landwirtschaft. Anbaumethoden werden aufgrund des Klimawandels angepasst: robustere Sorten und mehr Vielfalt am Feld sorgen dafür, Ernteverluste einzudämmen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt in Äthiopien Menschen, die in der letzten katastrophalen Dürrezeit alles verloren haben. Neben Nothilfe wird auch hier auf langfristige Ernährungssicherung gesetzt. Viehzüchter:innen werden mit Ziegen unterstützt, denn Ziegen haben in Dürrezeiten bessere Überlebenschancen als die ehemals verbreiteten Rinder. Saatgut von dürreresistenten, traditionellen Sorten, wie der Zwerghirse, sichert Ernährung trotz der zunehmend schwerer Bedingungen.

Rückfragehinweis:
Diakonie Österreich
Lukas Plank
Telefon: 0664 88 13 13 48
E-Mail: presse@diakonie.at






PA: Welternährungstag am 16.10.2025. Den Hunger besiegen!

Am 16. Oktober 2025 macht der internationale Welternährungstag auf eine der größten globalen Herausforderungen aufmerksam: 673 Millionen Menschen leiden weltweit an Hunger – das sind 8,2 Prozent der Weltbevölkerung. Besonders betroffen sind Kinder und schwangere Frauen, deren Gesundheit durch Mangelernährung massiv gefährdet sind. Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar unterstützt Familien in Ländern wie Tansania, um Nahrung und sauberes Wasser zu sichern.

Laut dem Welternährungsbericht 2025 werden bis 2030 voraussichtlich noch mehr Menschen von Hunger und Wasserknappheit betroffen sein – entgegen dem Ziel der Vereinten Nationen, den Hunger bis dahin zu beenden. Daran ist aktuell vor allem die Klimakrise schuld. Dürren, Überschwemmungen und Extremwetter nehmen zu und machen es immer schwerer, Nahrung anzubauen und Zugang zu sauberem Trinkwasser zu erhalten. Hunger und Mangelernährung führen bei Kindern zu schwerwiegenden gesundheitlichen und mentalen Beeinträchtigungen. Sie sind oft zu schwach, um zu lernen, und anfälliger für Krankheiten. Die Sterblichkeitsrate in betroffenen Regionen bleibt alarmierend hoch.

 Kritik an der großen Kluft zwischen Arm und Reich und einer Kultur, die den Hungertod so vieler Menschen hinnimmt, übte Anfang Oktober auch Papst Leo XIV. in seinem ersten Lehrschreiben „Dilexi te“. Es brauche ein konkretes Engagement für Arme sowie eine „entschiedene und radikale Parteinahme für die Schwächsten“.

 Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar setzt sich für Menschen in Tansania ein, die von den Folgen der Klimakrise hart getroffen sind. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen wird die Ernährungssicherheit gestärkt. Es werden klimarobuste Pflanzen wie Maniok und Hirse angebaut, Wasserspeicher gebaut und solarbetriebene Bewässerung genutzt. Auch Schulungen zur Weiterverarbeitung von Lebensmitteln helfen den Menschen vor Ort, wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erlangen und ihre Familien zu ernähren.

Aktueller TV-Tipp zu Tansania-Projekt der Dreikönigsaktion

kreuz & quer reportage – Frauenräte bei den Massai; 19. Oktober, 12:30 Uhr in ORF 2, Dauer: 30 Min.

Für das neue Sendeformat „kreuz & quer reportage“ hat der ORF ein Partnerprojekt der Dreikönigsaktion in Tansania besucht. Massai-Frauen werden in der patriarchalen Hirtengesellschaft der Massai gestärkt, um bei wichtigen Entscheidungen mitzureden und wirtschaftlich auf eigenen Beinen zu stehen.

 Fotos zu den Tansania-Projekten finden Sie auf https://www.flickr.com/photos/kjsoe/54639014375/in/album-72177720327391879

 Infos und Kontakt: Georg Bauer, 0676/88 011-1073, Mail: georg.bauer@dka.at




Veranstaltungen mit entwicklungspolitischem Bezug im November/ Dezember

17. Oktober
SDG Dialogforum & Podiumsdiskussion in Graz
An diesem Tag dreht sich im Afro-Asiatischen Institut Graz alles um die Frage, wie junge Menschen aktiv Teil des gesellschaftlichen Wandels werden können – durch Sport, Spiel und kreative Freizeitgestaltung – und wie ihre Stimmen in politischen und gesellschaftlichen Prozessen stärker Gehör finden können.
Vormittag: Dialogforum „SDGs in Bewegung“: Wie gelingt es, junge Menschen für nachhaltiges Handeln im Alltag zu gewinnen? Wir stellen den neuen Praxisleitfaden „SDGs in Bewegung“ vor, geben Einblicke in konkrete Projekte und laden zum Ausprobieren von Methoden ein.
Nachmittag: Podiumsdiskussion: Was braucht es, damit die Stimme junger Menschen in Politik und Gesellschaft gehört wird? Gemeinsam mit Akteur:innen aus Jugend, Politik/Verwaltung und Praxis diskutieren wir, wie Beteiligung nachhaltig gelingen kann.
Weitere Infos & Anmeldung

20. Oktober
Vortrag & Diskussion: Was bedeutet es, die Welt wieder mehr aus dem Herzen zu begreifen?
in Wien
Regina Morgenstrahl präsentiert um 18 Uhr die Ergebnisse ihrer internationalen Feldforschung in Kolumbien. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage, wie wir das durch Rationalität geprägte Denken westlicher Gesellschaften mit einer ganzheitlichen, intuitiven Weltsicht verbinden können – eine Sichtweise, die in vielen indigenen Kulturen so gelebt wird und die Zukunftsimpulse für uns geben könnte. Im Anschluss an gibt es eine moderierte Diskussions- und Gesprächsrunde. 
Eintritt: frei – Spenden willkommen! Eine Veranstaltung von: KuKeLe – Kulturen Kennen Lernen in Kooperation mit IGLA – Informationsgruppe Lateinamerika. WUK (Währinger Straße 59, 1090; Eingang über Stiege 5, Eingang F, Halbstock links).
Mehr Info

23. Oktober
Verleihung der Auszeichnung „Die Seglerin“
in Wien
Dieses Jahr wird Ulrike Lunacek für ihr entwicklungspolitisches Engagement geehrt.
Ab 19 Uhr in der Südwind Buchwelt, Schwarzspanierstraße 5, 1090 Wien.
Um Anmeldung an olivia.tischer@suedwind.at wird gebeten.

23. Oktober
Lesung und Gespräch: Tsitsi Dangarembga
in Graz
Aufbrechen, Verleugnen, Überleben. Tsitsi Dangarembga ist Autorin und Regisseurin aus Simbabwe und wurde 2020 in der 100-Women-Liste der BBC gelistet. Sie lebt mittlerweile in Berlin.
Moderation: Bettina Zambo. Eine Veranstaltung von Afro-Asiatisches Institut Graz in Kooperation mit Katholischer Hochschulgemeinde Graz. Sie findet in deutscher und englischer Sprache im Afro-Asiatisches Institut Graz, Leechgasse 24,  8010 Graz (Vortragssaal 1. Stock) statt.
Mehr Infos

23. Oktober
Buchpräsentation & Gespräch: Migrationspanik – Abschottungspolitik und die autoritäre Wende in Wien
In ihrem neuen Buch beschreibt die Migrationsforscherin Judith Kohlenberger eine „autoritäre Wende“ in der Migrationspolitik. Welche Auswirkungen diese Entwicklung auf Teilhabe, Zugehörigkeit und Zusammenhalt haben – und welche Wege es gibt, gemeinsam Lösungen zu finden – darüber sprechen Judith Kohlenberger und Christine Scholten, Geschäftsleiterin von NACHBARINNEN in Wien um 18 Uhr in der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik. Anmeldungen bitte an: Hanna Reiner, h.reiner@oefse.at
Mehr Info

30. Oktober
Film, Lesung & Gespräch: Aktivistische Geschichten von Queers of Color
in Wien
Erinnerungskultur, Biografien und Aktivismus von Queers of Color stehen im Mittelpunkt der kostenlosen Diskussionsveranstaltung um 18 Uhr in der VHS Wiener Urania mit den Autor:innen, Wissenschafter:innen und Aktivist:innen
Tarek Shukrallah (Berlin; Gießen) und Sushila Mesquita (Wien).
Dazu wird das Buch „Nicht die Ersten. Bewegungsgeschichten von Queers of Color in Deutschland“ (2024) von Tarek Shukrallah vorgestellt. Es ist ein Beitrag zur Erinnerung an die Kämpfe queerer Schwarzer Menschen und queerer People of Color. Es erzählt aus 19 verschiedenen autobiografischen Zeitzeug:innen-Perspektiven von queeren antirassistischen Kämpfen, Kunst und Widerstand von Queers of Color seit den 1980er Jahren in Deutschland.
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7. bis 9. November
Nachhaltigkeitsmesse: WeFair in Linz

Drei Tage lang werden im Linzer Design Center Produkte und Infos zu einem nachhaltigen Lebensstil präsentiert: Faire Mode, biologische Lebensmittel und ökologischen Lifestyle sowie vielfältige Inspirationen für ein nachhaltiges Miteinander stehen im Mittelpunkt. Zudem gibt es eine Riesen-Tombola, bei der jedes Los gewinnt, und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.
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12. November
Entwicklungspolitischen Fachtagung:
Gemeinsam unterwegs – Mobilität bewegt Entwicklung in Wien
Die Stadt Wien und Südwind laden zur diesjährigen Entwicklungspolitischen Fachtagung in den Wappensaal des Wiener Rathauses. Sechs internationale und nationale Expert:innen u.a. aus Kenia, Ghana und Mexiko bringen dem Publikum das Thema „Moblität“ näher. Die Veranstaltung ist kostenlos.
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12. November bis 3. Dezember
Global ConnAct Hochschulwochen
in Linz
Zum 3. Mal finden heuer an der Johannes Kepler Universität, der Kunstuniversität Linz, der Pädagogischen Hochschule OÖ, der Katholischen Privat-Universität Linz und der Volkshochschule Linz zahlreiche öffentlich zugängliche und kostenlose Veranstaltungen mit wissenschaftlichen, aktivistischen und künstlerischen Beiträge zum Thema visionäres Denken und konkretes Handeln zu entwicklungspolitischen Themen statt. Der Fokus hierbei liegt in einem aktiven Austausch mit den Teilnehmenden. Das Ziel: Diskurse zu lokalen und globalen Themen und deren Zusammenhänge und Wechselwirkungen auf universitärer Ebene für Studierende zu stärken.
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13. November bis 5. Dezember
Global ConnAct Hochschulwochen In Salzburg
Visionäres Denken und Handeln ist das Motto der 20. Veranstaltungsreihe in Salzburg. Das Format und die Zusammenarbeit von Südwind und der Universität Salzburg sind gleich geblieben, der Name ist neu. Über drei Wochen finden in Salzburg rund 15 Veranstaltungen mit hochkarätigen Gästen aus dem In- und Ausland statt: Die Vorträge, Diskussionen, Film, Seminar, Workshop an der Universität, im Café oder an anderen Orten stehen allen offen.
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bis 2. Dezember
VHS-Veranstaltungsreihe „Menschenrechte FAQ – Rechte kennen. Durchblick behalten.“ in Wien
Im Zentrum der Gespräche stehen 2025 die Lebensrealitäten und Rechte von undokumentiert Arbeitenden, Geflüchteten und Deserteur*innen, Menschen mit Behinderungen, nicht binären Personen, wohnungslosen Menschen und Migrant*innen. Gemeinsam mit Expert*innen aus NGOs, Beratungsstellen und internationalen Organisationen werden rechtliche Grundlagen, gesellschaftliche Entwicklungen und Handlungsmöglichkeiten diskutiert. Wie steht es aktuell um das Recht auf Asyl, Selbstbestimmung, Nicht-Diskriminierung? Die Reihe geht diesen Fragen auf den Grund.
Die Veranstaltungen finden von 18:00 bis 20:00 Uhr in der VHS Ottakring (Wolke 16) statt und bieten Raum für Fragen, Austausch und Vernetzung. Der Eintritt ist frei.
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