Newsletter 2/2018

Sehr geehrte Damen und Herren, dreimal im Jahr stellt die Informationsstelle für Journalismus & Entwicklungspolitik (ISJE) einen redaktionellen Newsletter mit Informationen, Kontakten und Hinweisen für JournalistInnen zusammen. Dieses Mal mit folgenden Themen:

  • Nicaragua – Eine Analyse des Lateinamerika-Experten Ralf Leonhard. MEHR
  • UN Sustainable Development Goals – die nachhaltigen Entwicklungsziele: Weltweit wichtig, regional richtig! Recherche-Hinweise, Links, Projekte, Ideen. MEHR
  • SDGs : Eine Analyse von SDG-Watch Österreich. MEHR
  • (SDG) Termine: FAIR Styria – Informationsveranstaltung: Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung – Was können Bund, Länder und Gemeinden leisten, 26.6.2018, Graz. Mehr Infos und österreichweite Termine siehe unten.

Internationale Wahlen…im globalen Süden

  • Juli 2018 Parlamentswahl und Präsidentschaftswahlen in Simbabwe:Die Wahlen müssen laut Verfassung vor Ablauf der Legislaturperiode des Parlaments, d. h. vor dem 21. August 2018 stattfinden. Eine Verschiebung der Wahlen erschien nach dem Militärputsch 2017 Die regierende ZANU-PF mit Staatspräsident Emmerson Mnangagwa sprach zunächst von September 2018, setzte sich dann aber auf Juli 2018 fest. Für die größte Oppositionspartei MDC soll, nach dem Tod von Morgan Tsvangirai im Februar 2018, Nelson Chamisa ins Rennen gehen.
  • Juli Präsidentschaftswahl in Mali: Der ehemalige Finanz- und Wirtschaftsminister Mamadou Igor Diarra ist einer der rund 15 Kandidaten, die bei der Präsidentschaftswahl am 29. Juli gegen Amtsinhaber Ibrahim Boubacar Keita antreten. Anfang Juni kam es zu Demonstrationen für eine transparente und glaubwürdige Wahl.
  • Juli Parlamentswahl und Präsidentschaftswahlen in Mexiko: Mit der Wahl von insgesamt 3.400 MandatsträgerInnen, darunter des Präsidenten, 128 Senatorenposten, 500 Abgeordnete und fast 2.800 lokale VertreterInnen wird es die größte und umfassendste Wahl in der Geschichte des Landes. Mehreren Umfragen zufolge zeichnet sich ein Sieg des linksgerichteten Kandidaten Andrés Manuel López Obrador ab. Es hatte schon 2006 und 2012 für das Amt an der Staatsspitze kandidiert.
  • Juli Parlamentswahl in Pakistan: Ende Mai haben sich Regierung und Opposition auf einen Übergangs-Regierungschef verständigt: Nasir ul Mulk, ist ein früherer Vorsitzender Richter des Obersten Gerichts und wird bis zum Amtsantritt der neuen Regierung die Staatsgeschäfte führen. In Pakistan ist es üblich, dass die amtierende Regierung vor Wahlen abtritt, um deren Neutralität zu sichern.
  • Juli Parlamentswahl in Kambodscha: Seit über drei Jahrzehnten regiert Ministerpräsident Hun Sen von der  Cambodian People’s Party (CPP) und will das Amt weiterhin besetzen. Ende 2017 hat die Regierung die wichtigste Oppositionspartei, die Cambodian National Rescue Party, aufgelöst. Kritische Medien wurden verboten.

Nachrichten und Analysen zu Lateinamerika finden Sie unter: https://amerika21.de/


Termine:

  • 20. Juni 2018: Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni gibt es in Straß in der Steiermark im Rahmen des EU-geförderten Projekts „Snapshops from the Borders“ einen Thementag mit verschiedenen Veranstaltungen: Ein Highlight ist eine Lesung aus dem Buch „Mein Weg vom Kongo nach Europa“ von Emmanuel Mbolela. Außerdem gibt es die Ausstellung „Lebenslinien“ mit Portraits von Menschen unterschiedlicher Herkunft, kurze Präsentationen zum Thema Flucht und Migration, sowie eine Verkostung von Speisen aus aller Welt. Mehr: suedwind.at/stmk
  • Mai und Juni 2018: Faire Wochen Steiermark
    Initiativen und Organisationen sowie die steirischen Fairtrade-Gemeinden laden zu Veranstaltungen zu den Themen Globale Verantwortung und Entwicklungszusammenarbeit ein. Im Fokus stehen heuer die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs), sowie Menschrechte: Höhepunkt ist der  FairStyria-Tag am 26. Juni 2018.
  • 22. Juni.2018: Women on Air – SDGs vermitteln : Dieser Workshop will Community-Radiomacher*innen für feministische Themen im Kontext der SDGs sensibilisieren. Die Teilnahme ist kostenlos. All genders welcome. Anmeldung unter: womenonair@o94.at
  • 26.06.2018 Was können Bund, Länder und Gemeinden zur Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in Österreich leisten? SDG-Informationsveranstaltung im Steirischen Landtag im Zuge von FairStyria http://www.fairstyria.at/cms/ziel/97760936/DE/
  • 26.06.2018: Junge Stimmen für die Sustainable Development Goals Das Umweltbundesamt und die Jugend-Umwelt-Plattform JUMP laden in Kooperation mit der ÖFSE zu Diskussion und Ausstellungseröffnung mit Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen ein! http://www.jugendumwelt.at/de/kalender/jungestimmen
  • Bis Ende Juni hält Südwind Niederösterreich beinahe täglich Workshops an Schulen zur Produktion von Kleidungsstücken, Smartphones, Schokolade, Fußbällen oder Palmöl ab. Bei jedem Workshop – ua. in Mödling, Tulln, Guntramsdorf, Schwechat – gibt es einen Fototermin mit Gemeindevertretung. JournalistInnen sind herzlich eingeladen.  Weitere Veranstaltungsorte, Uhrzeiten und Infos gibt es bei Jana Teynor,  teynor@suedwind.at
  • 22./23. Juni 2018: Burg Schlaining WELT WEITer DENKEN. SOL-Symposium und mit namhaften Experten/Expertinnen zu den nachhaltigen UN-Entwicklungszielen und ihrer Bedeutung für die Zivilgesellschaft auseinander. Inkl. Burg-Fest. http://nachhaltig.at/symposium/
  • Bis September 2018 zeigen im Rahmen des Festival La Gacilly-Baden Photo die besten FotografInnen der Welt zum Thema „I LOVE AFRICA“ faszinierende Bilderwelten in einer vier Kilometer langen Open-Air-Galerie, in der Gartenkunst und Fotokunst verschmelzen. Mehr: http://festival.lagacilly-baden.photo
  • 26.08.2018: Forum Alpbach: Dialog Entwicklung: Die UN-Nachhaltigkeitsziele in der Praxis (in Kooperation mit ADA-Austrian Development Agency)Speakers: Ban-Ki-Moon, Martin Ledolter https://www.alpbach.org/de/person/ki-moon-ban/
  • ÖKO FAIR –Die Tiroler Nachhaltigkeitsmesse
    Von August bis 2. September 2018 es die erste Tiroler Nachhaltigkeitsmesse – die ÖKO FAIR geben. Es warten zahlreiche AusstellerInnen sowie aktuelle Trends aus den Bereichen Mode & Textilien, Ernährung, Lifestyle, Outdoor und Tourismus und ein breites und vielfältiges Rahmenprogramm zu einem nachhaltigen Lebensstil. Im Rahmen der Messe findet die Veranstaltung „Eine Geschichte aus der Zukunft: die Agenda 2030 wurde erfolgreich umgesetzt“ mit Nadia Prauhart statt.Mehr: http://www.oeko-fair.at/de/

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Kundgebung: Die bessere, öffentliche Medienenquete

6.6 um 6h am Karlsplatz  | Unmittelbar vor der Medienenquete der Regierung am 7. und 8. 6. findet die bessere, größere, öffentliche Medienenquete statt – als Kundgebung mit Festcharakter, mit Reden und Musik. Im öffentlichen Raum und frei zugänglich.

http://www.wirfuerdenorf.at/

 

 




Medien-Enquete

Die Bundesregierung lädt alle Menschen in Österreich ein, Inputs zu den drei Fragestellungen der  Medien-Enquete von 7. – 8. Juni 2018 zu senden:

Fragestellung 1: Öffentlich-rechtlicher Auftrag und „Public Value“

Wie sollte der öffentlich-rechtliche Auftrag und der gesellschaftliche Mehrwert, den dieser Auftrag gewährleisten soll, in einer zunehmend digitalisierten Welt abgegrenzt, definiert und weiterentwickelt werden?

Fragestellung 2: Finanzierung und Förderung

Der österreichische Medienmarkt steht vor großen Herausforderungen: Es ist ein kleiner Markt, der aufgrund der gemeinsamen Sprache eng mit dem zehnmal so großen deutschen Markt verknüpft ist. Wie soll und kann zukunftsfähige Medienfinanzierung aussehen?

Fragestellung 3: Digitalisierung und Demokratie

Die Digitalisierung – insbesondere der Erfolg sozialer Netzwerke und des Smartphones – verändert den gesellschaftlichen Diskurs und die mediale Öffentlichkeit rasant. Was kann zeitgemäße Medienpolitik zu sachlicher und unaufgeregter Kommunikation und Information beitragen?

https://www.bundeskanzleramt.gv.at/medienenquete

Programm:

https://www.bundeskanzleramt.gv.at/documents/131008/432952/ProgrammMedienenquete-2018+de/5d01430c-2e48-43f0-bd76-fbc945907718

 




Intervieweinladung: Kenia – Kampf gegen Menschenhandel

Verkauft als Sklaven, Kindersoldaten, zur Prostitution gezwungen, als billige Arbeitskräfte missbraucht: Menschenhandel hat viele Gesichter und zählt zu einem der grausamsten aber auch am schnellsten wachsenden internationalen Verbrechen, die oft ungestraft und verborgen bleiben.

In Kenia bringt die Organisation HAART (Awareness Against Human Trafficking) Licht in die dunklen Machenschaften des organisierten Verbrechens und kümmert sich um die Opfer.

Radoslaw Malinowski, der Gründer der Organisation HAART und sein Kollege Fr.  Jean De Dieu Bukuru, ein Missionar aus Burundi, sind zu Gast in Wien und stehen am 25. Mai 2018 nach Terminvereinbarung für Interviews zur Verfügung. (Die beiden Gäste sprechen Englisch)

Ort: Konferenzraum der Jesuitenkirche, Doktor-Ignaz-Seipel-Platz 1, 1010 Wien

Fr. De Dieu Bukuru, wurde selbst Opfer von Menschenhandel. Als Junge entführten ihn Rebellen und zwangen ihn in den 90ern als Kindersoldat im Bürgerkrieg in Burundi zu kämpfen. Nach Jahren der brutalen Ausbeutung und Zwangsarbeit gelang es ihm, sich zu befreien, wonach er den „Missionaries of Africa“ beitrat.

Radoslaw Malinowski ist Gründer und CEO von HAART Kenya, der größten Organisation Kenias, die sich für die Opfer von Menschenhandel einsetzt. Der studierte Jurist und Theologe hat bereits in Süd Afrika und Malawi mit Betroffenen gearbeitet.

Aus Österreich wird HAART Kenya unter anderem von der Jesuitenmission und der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar unterstützt.

Infos zu HAART: http://haartkenya.org/

Rückfragen:
Dreikönigsaktion – Hilfswerk der Katholischen Jungschar;
Georg.Bauer: Georg.Bauer@dka.at
Mobiltel. 0676/88 011 – 1073; Tel: 01/481 09 91-42,
Wilhelminenstraße 91/2 f, 1160 Wien,
www.dka.at




Vortrag und Interviewmöglichkeit: Human Rights Research on the Frontlines – mit Anna Neistat

Amnesty International lädt herzlich zum Vortrag Human Rights on the Frontlines von Anna Neistat ein: Neistat leitet die globale Rechercheabteilung bei Amnesty International und hat jahrelang in zahlreichen Krisengebieten recherchiert und Menschenrechtsverletzungen dokumentiert unter anderem in Syrien und Afghanistan.

Anna Neistat steht außerdem rund um den 14. März für Interviews in Wien zur Verfügung. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der Pressestelle: www.amnesty.at/presse

Wann: 14. März 2018, 19:00 Uhr
Wo: Die Angewandte, Stubenring 3, 1010 Wien

Weitere Informationen zur 5-teiligen Veranstaltungsreihe Women*Human Rights Defenders und Anmeldung unter https://www.amnesty.at/de/events/




Inklusion und Entwicklung…

… Recherche-Hinweise, Links, Veranstaltungen

Download (pdf)

ÖZIV-Medienpreis: Seit 2006 wird der ÖZIV-Medienpreis für herausragende Beispiele für die Berichterstattung über Menschen mit Behinderungen vergeben. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. GewinnerInnen 2017 waren Nina Kreuzinger (Falter) und Patricia Aradi (ORF).
http://www.oeziv.org/medien-presse/der-oeziv-medienpreis/


Termine

  • 1. Dezember: Preisverleihung des Wheelday-Jugend-Wettbewerbs 2017 (mehr Infos dazu siehe Projekte)
  • 3. Dezember: Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen
  • 4. Dezember: Entwicklungspolitische Tagung: Leave no one behind! Inklusion in der EZA. Mit nationalen und internationalen Gästen, Wiener Rathaus. MEHR
  • 3. – 10. Dezember 2017: European Disability and Development Week „Together for Inclusion“, #EDDW17. Europaweite Aktionswoche zum Thema Inklusion und Entwicklung.

Interessante Aspekte und Recherche-Ideen zu Inklusion und Entwicklung


Projekte in Österreich mit internationalem Bezug

WeltWegWeiser: Internationale Freiwilligeneinsätze für Freiwillige mit Behinderungen. Ein Projekt von Jugend eine Welt in Kooperation mit BIZEPS (Behindertenberatungszentrum) http://www.weltwegweiser.at/inklusion/

Wheelday. Entwicklung bewegt: In dem Projekt von IUFE wird auf die Situation von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern und in ländlichen Regionen Österreichs aufmerksam machen. Es finden dazu verschiedenste Wheelday-Aktivitäten in allen österreichischen Bundesländern statt – und jede/r kann mitmachen! Am 1. Dezember findet die Preisverleihung des Wheelday-Jugend-Wettbewerbs 2017 statt.  http://www.wheelday.at/

BIZEPS: Behindertenberatungszentrum für Selbstbestimmtes Leben mit eigener News-Seite und Wissensportal https://www.bizeps.or.at/

Licht für die Welt: Internationale Hilfsorganisation mit dem Schwerpunkt Inklusion: https://www.licht-fuer-die-welt.at/


Leitlinien/ Internationale Reglements

Infos zur UN-Behindertenrechtskonvention: https://www.behindertenrechtskonvention.info/

Österreichischer Unabhängiger Monitoringausschuss zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: https://monitoringausschuss.at/

Nachhaltige UN-Entwicklungsziele (SDGs): https://www.bundeskanzleramt.gv.at/entwicklungsziele-agenda-2030

Analyse der SDGs im Hinblick auf Inklusion (von Licht für die Welt):  https://www.light-for-the-world.org/sites/lfdw_org/files/download_files/briefing_light_for_the_world_sgds_and_disability_2017.pdf

Analyse der SDGs im Hinblick auf Inklusion (UIFE): http://www.wheelday.at/fileadmin/user_upload/SDGs___Menschen_mit_Behinderungen_IUFE_2017.pdf

Handbuch und Leitfaden zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der EZA (von der Austrian Development Agency und dem Ludwig Bolzmanninstitut für Menschenrechte):
http://www.entwicklung.at/fileadmin/user_upload/Dokumente/Publikationen/Handbuecher/Menschen_mB/HB_Menschen_mB.pdf

Internationales Handbuch für Inklusion: https://www.light-for-the-world.org/sites/lfdw_org/files/download_files/towards_inclusion_a4_web.pdf

Internationales Handbuch für Inklusion in der Entwicklungszusammenarbeit: https://www.light-for-the-world.org/sites/lfdw_org/files/download_files/count-me-in-include-people-with-disabilities-in-development-projects.pdf


Medien

Kanthari – Change from Within: Ein Film über eine Reise durch Afrika mit der blinden Nobelpreisträgerin Sabriye Tenberken und Paul Kronenberg bei der sie mutige Visionäre treffen, die trotz Schicksalsschlägen bahnbrechende soziale Projekte auf die Beine gestellt haben. http://kantharichangefromwithin.com/

Body and Soul: Ein Film über eine Liebesgeschichte zwischen einem behinderten älteren Mann und einer Frau mit Aspergersyndrom. https://www.youtube.com/watch?v=7B4hCzq7H70

GIZ: Inklusion zählt – Menschen mit Behinderung in die internationale Zusammenarbeit einbeziehen:  https://www.youtube.com/watch?v=356oiGwrGXk

Erklärfilm Inklusion (Heinrich Böll Stifung): https://www.youtube.com/watch?v=D0GtxClZlwQ

 




Preis für Entwicklungsforschung 2017

Ausschreibung Nachwuchspreis des Österreichischen Preises für Entwicklungsforschung 2017
Preisgeld: 2.000 Euro
Einreichfrist: 15. September 2017

Der Österreichische Preis für Entwicklungsforschung 2017, bestehend aus einem Hauptpreis und einem Nachwuchspreis, wird von der Kommission für Entwicklungsforschung (KEF) bei der OeAD-GmbH aus den Mitteln des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) an wissenschaftlich tätige Personen bzw. Institutionen verliehen, die eine besondere Leistung in Bezug auf Forschung für Entwicklung erbracht haben. Der Hauptpreis wird über Nominierung durch eine Jury vergeben, während der Nachwuchspreis öffentlich ausgeschrieben wird. Die eingereichten Texte zum Nachwuchspreis werden ebenfalls durch eine Fachjury bewertet und der Preistext wird durch Abstimmung im Gremium ermittelt.

Mehr dazu: https://kef-research.at/de/kommunikation/entwicklungsforschungspreis/nachwuchspreis-2017/




Tipp 4

Tipp 4 für Journalismus zu globalen, entwicklungspolitischen Themen:

Die Bildsprache

Das Hinterfragen von Zuschreibungen von Eigenschaften, Klischees und Stereotypen durch das gewählte Bildmaterial ist essentiell: Welche Klischees werden durch die gewählten Bilder möglicherweise erzeugt oder verstärkt? Was gibt es da zu beachten?

  • Gleichwertige Abbildung von Personen aus Afrika, Asien und Lateinamerika: Wer handelt im Bild? Wer steht im Vordergrund? Stehen die Personen auf gleicher Höhe?
  • Positive Bilder im Kopf fördern und Bildmaterial nicht auf Negativereignisse beschränken.
  • Berücksichtigung ethischer Grundsätze und Rechtsgrundlagen bei der Abbildung von Personen. Um Menschen einzeln oder in Gruppen zu filmen, braucht es deren Zustimmung. Auch sollten sie informiert werden, in welchem Kontext ihre Bilder verwendet werden.

Tipp 1: Die Grundhaltung
Tipp 2: Der Inhalt
Tipp 3: Die Umsetzung
Tipp 4: Die Bildsprache




Tipp 3

Tipp 3 für Journalismus zu globalen, entwicklungspolitischen Themen:

Die Umsetzung

Die Recherche nach Hintergründen:

Aktuelle Probleme haben historische, soziale, wirtschaftliche, politische oder kulturelle Wurzeln und sind kein naturgegebener Zustand.

Der Aufbau von Netzwerken:

Journalist/innen sollten gute Kontakte zu (internationalen) Expert/innen (sowohl themen- als auch länderspezifisch) haben und die durch diese gewonnenen Informationen in die journalistische Arbeit mit einbeziehen.

Das Formulieren von Texten:

Textliche Darstellungen und Wortwahl hinterfragen:

  • Untersuchung von Prädikaten, die Handlung, Prozesse oder Zustände bezeichnen: Welche Konnotationen schwingen mit? Welche Eigenschaften und Identitäten werden der „eigenen“ bzw. der „anderen“ Gruppe zugeschrieben?
  • Nominalisierungen und Passiva vermeiden.
  • Alle Akteur/innen gleichwertig positionieren bzw. verstärkt die aktive Rolle der Menschen aus Afrika, Asien und Lateinamerika hervorheben. Personen, Organisationen, Gruppen aus den betroffenen Ländern namentlich erwähnen.

Tipp 1: Die Grundhaltung
Tipp 2: Der Inhalt
Tipp 3: Die Umsetzung
Tipp 4: Die Bildsprache




Tipp 2

Tipp 2 für Journalismus zu globalen, entwicklungspolitischen Themen:

Der Inhalt

Die Peripherie wird zum Mittelpunkt:

Journalismus zu entwicklungspolitischen und globalen Themen sollte den Blick auch (!!) auf Länder, Regionen und Inhalte richten, die in den Medien unterrepräsentiert sind.

Die globalen Zusammenhänge und Komplexität:

Journalismus zu entwicklungspolitischen Themen sollte bestehende wirtschaftliche, ökologische, politische und kulturelle Verflechtungen, Abhängigkeiten, Zusammenhänge und Wechselwirkungen aufzeigen und analysieren. Dabei sollten differenzierte Bilder geschaffen werden. Berichte aus „fernen Ländern“ allein haben noch keine entwicklungspolitische Qualität.

Der Bezug zur Lebensrealität:

Auf Grund der Komplexität entwicklungspolitischer Themen ist es besonders wichtig, die Inhalte durch Schaffung von Nähe und Bezug zur Lebenswelt der Zuseher/innen und Leser/innen erfahrbar zu machen.

Die „Good News from the South“:

Journalismus zu entwicklungspolitischen Themen sollte darum bemüht sein, ein positives Gegenbild zum Negativ-Klischee „Dritte Welt“ anzubieten, ohne dabei allerdings die Kehr- und Schattenseiten außer Acht zu lassen.

Die Handlungsorientierung:

Journalismus zu entwicklungspolitischen Themen sollte nicht ausschließlich problemorientiert sein, sondern Aktivitäten, Möglichkeiten, Handlungsansätze („wider die Ohmacht“) und Best Practice-Beispiele thematisieren.

Der Friedensjournalismus:

Friedensvorschläge, Friedensinitiativen, Friedensgespräche sind auch Themen – nicht nur Gewalt und Katastrophen. Zu dieser Friedensorientierung gehört ein Basisverständnis von Konfliktanalyse.

Die Themenvielfalt:

Journalismus zu entwicklungspolitischen Themen sollte sich nicht auf Berichterstattung zu Projekten der Entwicklungszusammenarbeit beschränken. Genauso gehören z.B. Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur und Alltagsleben zu den möglichen Themengebieten.

Tipp 1: Die Grundhaltung
Tipp 2: Der Inhalt
Tipp 3: Die Umsetzung
Tipp 4: Die Bildsprache