Ukraine im Fokus

Welche Rolle spielt Journalismus  entlang der Kampflinien in der Ukraine? Wie beschreiben, analysieren und kommentieren JournalistInnen die kriegerischen Konflikte im Donbas? Wie lassen sich die innenpolitischen Handlungsspielräume und außenpolitischen Konstellationen journalistisch fassen?

Juri Durkot, ukrainischer Journalist und Übersetzer aus Lemberg, verfolgt die Entwicklungen in der Ukraine aus nächster Nähe und berichtet darüber für deutschsprachige Medien. Im Gespräch mit Jutta Sommerbauer (Die Presse) erörtert Durkot die Hintergründe der aktuellen Ukrainekrise, russische Parallelwelten und Fragen der Propaganda.

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Zeit: 26.11.2015, 18:30 Uhr
Ort: FHWien der WKW, Währinger Gürtel 97, 1180 Wien, Raum B002

Ukraine im Fokus ist eine Veranstaltung der Reihe Medien & Entwicklung in Kooperation mit der ISJE-Informationsstelle für Journalismus und Entwicklungspolitik, der FHWien der WKW und dem fjum_forum journalismus & medien wien.

Die Veranstaltung wird vom OeAD-Kooperationsbüro Lemberg unterstützt.

Zur Anmeldung geht’s hier.




Ethnisierung in Nachrichten über Afrika

Eine Analyse von Nachrichten über den afrikanischen Kontinent in österreichischen Gratiszeitungen zeigt, dass kaum brauchbare Informationen geliefert werden. Vielmehr werden Stereotype bedient, die den sozialen Frieden und Zusammenhalt gefährden. Die Berichterstattung bezieht sich fast ausschließlich auf kriegerische Auseinandersetzungen in afrikanischen Ländern und auf Gewaltszenen in Flüchtlingsbooten.

Der Workshop setzt sich zum Ziel, Sensationsnachrichten, die aus dem afrikanischen Kontinent zu uns dringen, kritisch zu beleuchten.  Die Kategorisierung dieser Konflikte als ethnisch oder religiös motiviert wird in diesem Rahmen Frage gestellt. Gleichzeitig werden Parallelen zwischen der Sprachwahl in den aktuellen Kurznachrichten und den kolonialen Diskursen der Abgrenzung und Abwertung der „Anderen“ gezogen.

Datum: Freitag, den 6. November, von 19 – 21 Uhr
Ort: Depot – Raum für Kunst und Diskussion, Breite Gasse 3, 1070 Wien
Workshopleitung: Elisabeth Huber, Kultur- und Sozialanthropologin Moderation: Daniel Romaould Bithou, Kulturwissenschafter
Um Anmeldung wird gebeten: office(at)afrieurotext.at
In Kooperation mit AFRI-EUROTEXT

Die Initiative AFRI-EUROTEXT versteht sich als ein literatur-, kultur- und kunstkritisches Forum, das sich zum Ziel setzt, literarische, nicht-literarische, künstlerische und kulturelle (Alltags-) Werke, Erscheinungen und Texte aus dem afrikanischen sowie europäischen Kontinent oder Texte mit Afrika-Bezug zum Sprechen zu bringen und in einem breitgefächerten Spektrum einem möglichst breiteren österreichischen und europäischen Publikum näher zu bringen, unter Berücksichtigung nicht nur deren Entstehungszusammenhänge, sondern auch deren kontextuelle symbolische Bedeutungen. 

 

 




JournalstInnen-Workshop: International News Literacy

Nachrichten richtig einordnen und interpretieren: Von 30.11. bis  4.12. bietet ein fjum-Workshop JournalistInnen ein interaktives Medientraining zum Thema „International News Literacy: Understanding the Others“ an. Anmeldungen sind bis 6.11. möglich, bis 30.10. kann man sich außerdem für ein Stipendium bewerben.

forum journalismus und medien wienInternational News Literacy: Understanding the Others (30.11.2015 – 04.12.2015) is an interactive media training, designed for gaining skills and knowledge that facilitate the comprehension of international events, including wars and crises. In order to understand the events, one needs to understand local contexts, visible and invisible nuances, popular perceptions and divergent realities.

What will you learn?
Better understanding of the international news coverage, based on the following skills:

  • Evaluating information sources: traditional media, social media, governments, NGOs, think tanks, user-generated content.
  • Improving the use of social media resources.
  • Analysing the elements that influence/determine international news coverage.
  • Identifying local perceptions that influence political developments.
  • Better comprehension of war reporting.
  • Handling media from different political systems.

The training is conducted in English and German.
Maximum number of participants: 12.

Target Groups: Young journalists and junior professionals interested in international political developments; full-time master, doctoral and postdoctoral students in communication and international relations.
Selected list of speakers/trainers: Hannes Swoboda (Austrian politician), Thomas Seifert (Wiener Zeitung, Austria, deputy editor-in-chief), Melita Sunjic (UNHCR, senior communication officer), Khaled Yacoub Oweis (Reuters, senior correspondent in Syria and the Middle East), Viola Raheb (Middle East expert, University of Vienna, Austria), Diana Kachalova (Novaya Gazeta, St. Petersburg, Russian Federation, editor-in-chief), Philippe Gélie (Le Figaro, France, deputy editorial director), Georg Hoffmann-Ostenhof (Profil, Austria, columnist), Jutta Sommerbauer (Die Presse, foreign desk, specializes in Eastern Europe) and others.

Scholarships: eight (8) full and partial scholarships are available. Registration deadline for scholarship applicants:  Friday, 30 October 2015.
Eligible for scholarships: freelance and full- time journalists working for the Austrian media, NGO communication specialists, full-time graduate students, and, in exceptional cases, scholarship can be granted based on other professional achievements in line with the workshop content.
Regular Fee: 1000€ for the five day workshop (from 9.30 to 17.00).  Registration deadline:  Friday, 6 November 2015.

Detailed program, application form:  fjum-wien.at

For additional information, contact: Mirjana Tomic
mirjana.tomic(at)fjum-wien.at, Cell: 0676 3652 693

For registration and application for scholarships:
office(at)fjum-wien.at




What is a people without land?

Der neue Dokumentarfilm von Erwin Schweitzer, Kathrin Gradt und Martin Lintner erzählt vom langen Atem der Griqua, einer indigenen Gruppe in Südafrika, die für die Rückgabe des Landes ihrer Ahnen kämpft.

film„What is a people without land? Griqua und ihr Kampf um Land im Neuen Südafrika“
Premiere: 15. Oktober, 19.00 Uhr, Österreichisches Museum für Volkskunde, Gartenpalais Schönborn, Laudongasse 15-19, 1080 Wien

Viele SüdafrikanerInnen betrachten Land als Grundlage für ökonomische Entwicklung, kulturelle Entfaltung und selbstbestimmte Identität. Seit der Einführung der Demokratie in Südafrika 1994 können Menschen, deren Land durch Kolonialismus und Apartheid geraubt wurde, dieses wieder zurückfordern. Der Dokumentarfilm zeigt wie die Griqua, eine indigene Gruppe, die neuen rechtlichen Möglichkeiten nutzen, um für die Rückgabe des Landes ihrer Ahnen zu kämpfen. Anhand mehrerer Fallbeispiele in verschiedenen Regionen Südafrikas illustriert der Film die starke emotionale Bindung einzelner Griqua an ihr Land. Gleichzeitig verdeutlichen diese Fälle den Zusammenhang zwischen Landrechten und der Ausübung der eigenen Kultur, entwicklungspolitischer Themen, Bildung, Einkommensmöglichkeiten sowie Spiritualität.

Eine Veranstaltung von SADOCC in Kooperation mit dem Ethnocineca Filmklub und dem Österreichischen Museum für Volkskunde im Rahmen des Europäischen Jahres für Entwicklung 2015.

Zur Facebookseite des Films geht’s hier.




Journalismus aus dem Exil

Der aserbaidschanische Journalist und Regimekritiker Emin Milli kommt im Rahmen der Reihe “Medien & Entwicklung” am 19. Oktober nach Wien. Mit der österreichischen Journalistin Jutta Sommerbauer spricht er über die schwierige Lage der Pressefreiheit in Aserbaidschan und Journalismus aus dem Berliner Exil.

Kritische Stimmen und unabhängige Medien werden in Aserbaidschan systematisch benachteiligt und mit Gewalt zum Schweigen gebracht. Was die Pressefreiheit angeht, rangiert das Land zwischen Kaspischem Meer und Kaukasus schon lange an hinterster Stelle – im aktuellen World Press Freedom Index auf Platz 160 von insgesamt 180 Ländern. Nach jahrelangen Repressionen und Versuchen, ihn mundtot zu machen, hat auch der Blogger und Regimekritiker Emin Milli sein Land verlassen. Von Berlin aus betreibt er nun den unabhängigen aserbaidschanischen Sender “Meydan TV”.

Im Gespräch mit der österreichischen Journalistin Jutta Sommerbauer erzählt er vom Leben im diktatorischen Alijew-Regime und von den Möglichkeiten und Grenzen des Journalismus aus dem Exil.

Zeit: 19.10.2015, 18:30 Uhr
Ort: FHWien der WKW, Währinger Gürtel 97, 1180 Wien, Raum B002

Journalismus aus dem Exil ist eine Veranstaltung der Reihe Medien & Entwicklung in Kooperation mit der ISJE-Informationsstelle für Journalismus und Entwicklungspolitik, der FHWien der WKW und dem fjum_forum journalismus & medien wien.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Zur Anmeldung geht’s hier.