Aviso: EZA-Fachtagung 2026: Wohnen für alle – Globale Perspektiven auf ein Menschenrecht
Sechs internationale Expert:innen diskutieren am 17. November 2026 im Wiener Rathaus Ursachen und Lösungsansätze der weltweiten Wohnungskrise
Wien, 22. Oktober 2026. Wohnen ist viel mehr als nur ein Dach über dem Kopf: Es ist die Grundlage für Würde, Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe – und ein Menschenrecht. Dennoch befindet sich die Welt mitten in einer Wohnkrise: Rund 2,8 Milliarden Menschen leben ohne angemessenen Wohnraum, 1,1 Milliarden davon in informellen Siedlungen oder Slums, mehr als 300 Millionen Menschen sind obdachlos.
Die Ursachen sind vielfältig: Bevölkerungswachstum und rasante Urbanisierung treffen auf steigende Boden- und Immobilienpreise, wachsende soziale Ungleichheit, unzureichende Raumplanung sowie die Folgen der Klimakrise. Gleichzeitig wird Wohnraum zunehmend als Anlage- und Spekulationsobjekt betrachtet.
Alternativen diskutieren mit internationalen Expert:innen
Weltweit zeigen zahlreiche Ansätze, dass ein anderer Weg machbar ist: partizipative Stadtentwicklung, sozialer Wohnbau, innovative Finanzierungsmodelle, die Aufwertung informeller Siedlungen und die Stärkung von Land- und Wohnrechten schaffen Perspektiven für Millionen Menschen.
Die EZA-Fachtagung bringt im bewährten Format von Impulsvorträgen mit anschließender Diskussion sechs Expert:innen aus Forschung, Praxis und Politik zusammen:
- Claudio Acioly Jr. – Architekt und Stadtplaner, Institute for Housing and Urban Development Studies, Council Member – International Federation for Housing and Planning, Niederlande
- Maartje van Eerd – Expertin für Wohnungswesen und soziale Entwicklung, Institute for Housing and Urban Development Studies, Niederlande
- Martin Jimmy Namupala – Deputy Director, Senior Housing and Social Development Specialist – Institute for Housing and Urban Development Studies, Niederlande
- Marta Ribera Carbó – European Project Director, The Shift Europe, Spanien
- Katarzyna Przybylska – Associate Director, Advocacy und EU-Public-Affairs, Habitat for Humanity International, Polen
- Elisabeth Hammer – Geschäftsführerin neunerhaus, Vorsitzende des Dachverbands BAWO, Schriftstellerin, Österreich
Ort: Wappensaal, Wiener Rathaus, 1010 Wien
Datum: Dienstag, 17. November 2026, 16:00–19:30 Uhr
Sprachen: Deutsch, Englisch (Simultan-Übersetzung und Induktionsschleife stehen zur Verfügung)
Die Veranstaltung ist kostenlos und barrierefrei zugänglich.
Zwei Jahrzehnte etablierter Fachdialog
Die Entwicklungspolitische Fachtagung der Stadt Wien ist ein jährlicher Fixpunkt, um zentrale Themen der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe zu diskutieren und internationale Expert:innen zu vernetzen. Seit zwei Jahrzehnten ist Südwind mit der Organisation der Tagung beauftragt. Die jährlich wechselnden Schwerpunktthemen orientieren sich an den Sustainable Development Goals. Ziel ist es, den Austausch zu fördern, voneinander zu lernen und Impulse für globale Gerechtigkeit zu setzen.
Die Stadt Wien unterstützt zivilgesellschaftliche Organisationen bei der Durchführung von Entwicklungsprojekten in Afrika, Asien und Osteuropa. Für die Durchführung dieser Aktivitäten ist die Abteilung für Europäische Angelegenheiten (MA 27) verantwortlich.
Redaktionelle Hinweise:
- Interviews mit den Speaker:innen sind vorab oder am Tag der Tagung auf Anfrage möglich.
- Pressevertreter:innen sind zur Berichterstattung willkommen; Bitte um Anmeldung an tagung@suedwind.at
- Download: Programm (PDF)
- Weitere Details zur Veranstaltung finden sich auf www.suedwind.at