PA: Welternährungstag: ADA fördert Innovationen gegen Hunger
Obwohl weltweit genügend Lebensmittel produziert werden, leiden hunderte Millionen Menschen an Hunger. Darauf macht der Welternährungstag am 16.10. aufmerksam. Mit aktuell 86 Projekten trägt die Austrian Development Agency (ADA) zu mehr Ernährungssicherheit in Ländern des Globalen Südens bei. Allein mit direkter Nahrungsmittelhilfe erreichte sie 2025 über 850.000 Menschen.
Die Austrian Development Agency (ADA) setzt sich für nachhaltige und resiliente Ernährungssysteme ein. Aktuell fördert Österreichs Agentur für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe 86 Projekte zur Stärkung der Ernährungssicherheit in Ländern des Globalen Südens. Allein durch direkte Nahrungsmittelhilfe erreichte sie im vergangenen Jahr mehr als 850.000 Menschen.
Investition in Stabilität und Sicherheit
„Für Ernährungssicherheit einzutreten, bedeutet weit mehr, als Hunger zu bekämpfen. Mit den von uns geförderten Projekten schaffen wir Perspektiven für die Menschen in unseren Partnerländern und stärken Gemeinschaften gegenüber Krisen, Klimaereignissen und Preisschocks. Investitionen in Ernährungssysteme sind daher Investitionen in Stabilität und Sicherheit“, betont Bernd Brünner, Geschäftsführer der Austrian Development Agency, anlässlich des morgigen Welternährungstags.
Durchdachte Maßnahmen für langfristige Wirkung
Die von der Austrian Development Agency geförderten Projekte setzen an verschiedenen Stellen von Ernährungssystemen an: bei einer nachhaltigen Landwirtschaft, bei starken kleinbäuerlichen Familienbetrieben und bei funktionierenden lokalen Märkten. Die ADA und ihre Partner unterstützen Bäuerinnen und Bauern dabei, ihre Landwirtschaft an die Folgen des Klimawandels anzupassen, ihre Produktion zu verbessern und ihre Produkte erfolgreich zu vermarkten. Dafür braucht es auch bessere Infrastruktur, Beratung und Zugang zu Finanzdienstleistungen. So entstehen Einkommen und Arbeitsplätze sowie lokale Wertschöpfung. Menschen können sich langfristig besser mit sicheren Lebensmitteln versorgen. Wichtig ist, dass benachteiligte Bevölkerungsgruppen nicht zurückgelassen werden: Auch sie sollen ihre Interessen einbringen können und einen fairen Zugang zu wichtigen Ressourcen – von Wasser bis Finanzierung – erhalten.
ADA und WFP stärken Innovationen gegen Hunger
Ganz im Sinne des Mottos des Welternährungstags 2026 „Innovate today. Nourish tomorrow.“ verfolgt die österreichische Entwicklungszusammenarbeit innovative Ansätze als Schlüssel für mehr Ernährungssicherheit. Mit ihrer Unterstützung des Innovation Accelerator des Welternährungsprogramms (World Food Programme, WFP) etwa fördert die Austrian Development Agency Technologien, die helfen, Hunger wirksam zu mindern und Ernährungssysteme widerstandsfähiger zu machen.
„Der Welternährungstag erinnert daran, dass Innovation eine starke Triebkraft für globale Ernährungssicherheit ist. Gemeinsam mit der Austrian Development Agency investieren wir in mutige Innovationen und vielversprechende Initiativen, die entscheidende Herausforderungen in der Nothilfe und in Ernährungssystemen bewältigen – auch in einigen der fragilsten Regionen der Welt“, sagt Bernhard Kowatsch, Leiter des WFP Innovation Accelerators.
Zu den über den Innovation Accelerator des WFP geförderten Ideen zählt etwa ein Dosiergerät für Getreidemühlen in Afrika, das automatisiert wichtige Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe ins Mehl mischt. So erreichen nährstoffreichere Grundnahrungsmittel Menschen direkt über ihre tägliche Ernährung und tragen dazu bei, Mangelernährung zu verringern. Ein weiteres Projekt schult Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WFP für den Einsatz spezieller geländegängiger Fahrzeuge. Dadurch gelangen Hilfsgüter auch bei Überschwemmungen und in schwer zugänglichen Regionen zuverlässig zu betroffenen Menschen. Eine große Herausforderung für die Ernährungssicherheit sind zudem Verluste nach der Ernte. Um diese zu verringern, fördert der Innovation Accelerator Lösungen, die Lebensmittel besser vor Verderb schützen und Kleinbäuerinnen und Kleinbauern dabei helfen, mehr von ihrer Ernte zu bewahren, etwa anhand spezieller luftdichter Lagerungssäcke.
Hunger ist kein unvermeidbares Schicksal
Weltweit wurden über Jahrzehnte signifikante Fortschritte im Kampf gegen Hunger erzielt. Nach deutlichen Rückschlägen rund um die COVID-19-Pandemie verbessert sich die Situation seit einigen Jahren wieder leicht: Laut den jüngsten Zahlen der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization of the United Nations, FAO) waren 2025 rund 645 Millionen Menschen von Hunger betroffen. Damit war der weltweite Anteil hungernder Menschen erstmals wieder niedriger als 2015. Regional gibt es jedoch große Unterschiede: Während sich die Lage in Teilen Asiens verbessert hat, hat sich das Zentrum des globalen Hungers zunehmend nach Afrika verlagert. Hier leben inzwischen 48 Prozent der weltweit hungernden Menschen, im Jahr 2010 waren es 28 Prozent. Fortschritte im Kampf gegen Hunger sind fragil, aber sie sind möglich.
Austrian Development Agency
Die Austrian Development Agency (ADA) ist Österreichs Agentur für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe. Die ADA arbeitet mit internationalen Organisationen, öffentlichen Stellen, der Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen und Unternehmen in Afrika, Asien, Südost- und Osteuropa zusammen. Gemeinsam mit den Menschen in Österreichs Partnerländern schafft die ADA bessere Lebensbedingungen in deren Heimat – etwa durch Aus- und Weiterbildung, die Förderung von Kleinunternehmen oder innovative Lösungen für Wasserversorgung und Landwirtschaft. Armut mindern, Frieden fördern und Umwelt schützen stehen im Zentrum ihrer Arbeit. Für ein gutes Leben und eine sichere Zukunft für alle.
Rückfragehinweis:
Austrian Development Agency (ADA),
Österreichs Agentur für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Mag.a Katharina Schreiber
Tel.: +43 1 903 99-2410
Mobil: +43 676 839 03 410
katharina.schreiber@ada.gv.at
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