Menschenrechtsorganisation sieht Rückschritte in der Bildungspolitik und fordert mehr Unterstützung bei der Vermittlung von Demokratiekompetenzen
15. September 2026. Anlässlich des Internationalen Tags der Demokratie fordert Südwind von der Bundesregierung mehr Unterstützung für demokratiefördernde Initiativen sowie bessere Rahmenbedingungen für Demokratiebildung und Globales Lernen. „Die Fähigkeit, demokratische Strukturen zu verstehen, um sich verantwortungsvoll am politischen und gesellschaftlichen Leben zu beteiligen, ist für junge Menschen heute unverzichtbar“, sagt Südwind-Geschäftsführer Konrad Rehling. „Angesichts zunehmender Desinformations-Kampagnen und gezielter gesellschaftlicher Spaltung braucht es dringend mehr Unterstützung der Bundesregierung zur Absicherung unserer Demokratie.“
Die aktuelle Tendenz gehe leider in die falsche Richtung, kritisiert Südwind Rückschritte in der Bildungspolitik: „Zivilgesellschaftliche Arbeit wird oft in Frage gestellt, Förderungen werden gekürzt und wichtige Schwerpunkte wie Globales Lernen werden aus dem AHS-Lehrplan gestrichen. Es braucht hier dringend eine Trendwende!“, fordert Konrad Rehling.
Demokratie verstehen, mitgestalten und bewahren
„Demokratie lebt davon, dass alle Stimmen gehört werden. Südwind gibt jungen Menschen die nötigen Werkzeuge an die Hand, um sich aktiv in politische Prozesse einzubringen. Über unsere Bildungs- und Jugendprojekte machen wir das Funktionieren politischer Institutionen verständlich und bringen junge Menschen in den direkten Austausch mit Entscheidungsträger:innen – von der Gemeinde bis zum EU-Parlament“, so Südwind-Geschäftsführer Rehling.
Die Bildungsarbeit von Südwind setzt auf das bewährte Konzept des Globalen Lernens (Global Citizenship Education): Junge Menschen werden dazu ermutigt, sich kritisch mit globalen Zusammenhängen auseinander zu setzen und lernen Möglichkeiten kennen, um ihre Anliegen vorzubringen. Statt Frontalunterricht setzt Südwind auf partizipative, kreative und erfahrungsorientierte Methoden – etwa Planspiele, Simulationen und Workshop-Formate. Die Bildungsarbeiter:innen von Südwind vermitteln Vorträge von Expert:innen, ermöglichen internationalen Austausch, erklären die Funktionsweisen der Gesetzgebung und bringen junge Menschen mit Entscheidungsträger:innen in Österreich und auf EU-Ebene zusammen.
Projekte für politische Teilhabe und gesellschaftliches Engagement
Projekte wie Y-Turnout EU fördern die politische Teilhabe von Jugendlichen und zeigen auf, wie sie europäische Politik konkret mitgestalten können. Global Districts stärkt das Engagement von sozial benachteiligten jungen Erwachsenen, Jugendlichen aus dem ländlichen Raum und vor allem jenes von Mädchen und jungen Frauen. Darüber hinaus vermittelt Südwind bei österreichweiten Workshops Knowhow zu globalen Zusammenhängen, Medienkompetenz und soziales Lernen. Diese Angebote tragen dazu bei, Extremismus vorzubeugen und demokratische Kompetenzen zu stärken.
Rückfragen
Vincent Sufiyan
Kommunikationsleiter Südwind
Telefon: +43 650 96 77577
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