Archiv der Kategorie: Entwicklungszusammenarbeit

PA: OECD-Bericht über Entwicklungshilfeleistungen 2025: Österreichs Rückzug aus internationalem Engagement stoppen

Österreichische Quote auf 0,33% des Bruttonationaleinkommens gesunken. NGO-Dachverband warnt: „Bei Entwicklungshilfeleistungen zu sparen, wird zurückschlagen wie ein Bumerang“

„Derzeit erleben wir eine regelrechte Krisenspirale, wegen der rund 250 Millionen Menschen Humanitäre Hilfe benötigen und bis zu 720 Millionen an Hunger leiden. Dennoch ziehen sich immer mehr wohlhabende Länder aus der internationalen Entwicklung, Humanitären Hilfe, entwicklungspolitischen Inlandsarbeit und Friedensförderung zurück. Der OECD-Ausschuss für Entwicklungshilfe (DAC) warnt heute, dass 26 seiner 34 Mitgliedsstaaten ihre öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen (Official Development Assistance, ODA) im Jahr 2025 kürzten und die ODA das stärkste Minus ihrer Geschichte verzeichnet. Die sogenannte ODA-Quote aller DAC-Mitglieder sank voraussichtlich auf durchschnittlich 0,26% des Bruttonationaleinkommens (BNE), die der europäischen Mitglieder auf 0,40%. Dieser Rückschritt auf das ODA-Niveau von 2015 raubt Menschen, deren Alltag von Ungleichheiten und Not geprägt ist, die Zukunftschancen„, bedauert Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung.

Auch öst. Regierung ist Rückzug aus internationalem Engagement angetreten

Die endgültigen Entwicklungshilfeleistungen seiner Mitgliedsstaaten präsentiert der DAC im Dezember. Die DAC-Mitglieder bekennen sich zum international vereinbarten Ziel, jährlich 0,7% des BNE bereitzustellen. Dennoch hat Österreich dieses Ziel noch nie erreicht. Wank fährt fort: „Mit dem Doppelbudget für 2025 und 2026 ist auch die österreichische Bundesregierung den Rückzug aus dem internationalen Engagement angetreten. Im Jahr 2025 schwand Österreichs ODA-Quote zum dritten Mal infolge auf klägliche 0,33% des BNE.“

Regierung schwächt außenpolitische Instrumente – Warnung vor Bumerang-Effekt

Ausgerechnet in den Budgets der Austrian Development Agency und des Auslandskatastrophenfonds (AKF) habe die Regierung überproportional gespart, kritisiert Wank. „Diese bilateralen Instrumente sind die Grundlage für eine wirkkräftige Außenpolitik, die Vertrauen und Partnerschaften aufbaut. Das gelingt besonders in Kooperation mit erfahrenen und gut vernetzten österreichischen NGOs und ihren lokalen Partner*innen. Sind diese Instrumente schwach, verliert Österreich an internationaler Handlungsfähigkeit und signalisiert, keine Verantwortung übernehmen zu wollen“. In Anbetracht der angestrebten UN-Sicherheitsrat-Kandidatur, insbesondere aber der zugespitzten Weltlage, nennt Wank die Kürzungen einen strategischen Fehler. „Bei den Entwicklungshilfeleistungen zu sparen, wird auf Österreich zurückschlagen wie ein Bumerang. Die Teuerung und steigende Gesundheitsrisiken könnten hierzulande bald nicht mehr die drängendsten Auswirkungen weltweiter Konflikte, Ungleichheiten und der Erderhitzung sein.“

Appell: Budget zumindest auf 2024er-Niveau heben

Abschließend appelliert Wank: „Österreich braucht jetzt starke außenpolitische Instrumente, um eine friedlichere, gerechtere und stabilere Welt mitgestalten zu können. Daher appellieren wir an die Regierung, den Bumerang zu stoppen, stattdessen eine echte Trendwende einzuläuten und im kommenden Doppelbudget die Gelder für die Austrian Development Agency, für den AKF wie auch für internationale Klimaprojekte zumindest auf das Niveau von 2024 zu heben.“

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Die AG Globale Verantwortung ist der Dachverband von 39 österreichischen NGOs für internationale Entwicklung, Humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Inlandsarbeit. Unsere Mitgliedsorganisationen führen jährlich 1.000 Projekte in über 120 Ländern der Welt durch und tragen zu einem menschenwürdigen Leben für alle auf einem gesunden Planeten bei.

Rückfragen & Kontakt

AG Globale Verantwortung
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Aviso: Pressetermin 14.04.2026: Hilfe kürzen? Kommt zurück wie ein Bumerang

Pressetermin mit Foto-Option am 14. April am Wr. Heldenplatz: NGOs appellieren an Regierung, das nächste Budget für Entwicklung und Humanitäre Hilfe zumindest auf dem Niveau von 2024 abzusichern

Inmitten einer weltweiten Krisenspirale verliert Österreich an Handlungsfähigkeit, denn ausgerechnet beim internationalen Engagement hatte die Bundesregierung im Doppelbudget für 2025 und 2026 den Sparstift angesetzt. Bis Ende 2026 wird das Budget für internationale Entwicklung, Humanitäre Hilfe, entwicklungspolitische Inlandsarbeit und Friedensförderung um rund ein Drittel gesunken sein.

Bei einem Pressetermin mit Foto-Option am Wiener Heldenplatz werden der entwicklungspolitische und humanitäre Dachverband AG Globale Verantwortung und Mitgliedsorganisationen – darunter CARE Österreich, Caritas Österreich, Diakonie Österreich, Österreichisches Rotes Kreuz – davor warnen, dass ein kaputtgespartes internationales Engagement

  • viele Regionen weiter destabilisiert,
  • die Krisenspirale zusätzlich befeuert und
  • Millionen Menschen die Zukunftschancen raubt.

Kurzsichtige Sparmaßnahmen werden auf Österreich zurückschlagen wie ein Bumerang.

Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung, wird vor Pressevertreter*innen sprechen und an die Bundesregierung appellieren, den Bumerang zu stoppen. Im Zuge des Budgets für 2027 und 2028 kann die Regierung noch eine echte Trendwende einläuten, um eine friedlichere, gerechtere und stabilere Welt mitzugestalten. Dafür ist es notwendig, die Kürzungen zurückzunehmen und das Budget für Entwicklung und Humanitäre Hilfe zumindest auf dem Niveau von 2024 abzusichern.

Details Pressetermin

  • 14. April 2026, 09:30 Uhr
  • Treffpunkt vor dem Erzherzog-Karl-Denkmal am Heldenplatz, 1010 Wien

Lukas Wank und Geschäftsführer*innen von Mitgliedsorganisationen stehen anschließend für Interviews zur Verfügung.

Rückfragen:
Hannah Hauptmann (sie/ihr)
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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PA: Eskalation im Iran und Libanon

AG Globale Verantwortung appelliert an Regierung, Humanitäre Hilfe deutlich aufzustocken. Internationales Hilfssystem hält mit Krisen nicht Schritt: NGO-Dachverband fordert Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds für Menschen in Not und umfassende Erhöhungen im nächsten Budget.

„Die Geschwindigkeit, das Ausmaß und die Gleichzeitigkeit der Eskalation im Iran und im Libanon sind in der jüngeren Vergangenheit der Region beispiellos. Ihre Bewohner*innen leben seit vielen Jahren in Unsicherheit und Gewalt. Die Frage nach dem Warum scheint zunehmend in den Hintergrund zu treten“, warnt Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung. In der Region droht ein Flächenbrand, die humanitäre Lage verschärft sich dramatisch. Millionen Menschen erleben Gewalt, ihre Versorgung ist durch die zerstörte Infrastruktur erschwert. Zuletzt berichtete das UN-Flüchtlingshilfswerk von über 3,2 Millionen Vertriebenen im Iran und von knapp einer Million Vertriebenen im Libanon. Unter ihnen sind auch zahlreiche Geflüchtete aus Afghanistan, Syrien und aus den palästinensischen Gebieten, die nun erneut um ihr Überleben und das ihrer Familien kämpfen müssen.

Wank verweist auf das seit Jahren strukturell unterfinanzierte internationale Hilfssystem, das mit den weltweiten Krisenherden immer weniger Schritt halten könne und an seine Grenzen stoße. „Es häufen sich die Fälle, in denen humanitäre Hilfsorganisationen nicht mehr imstande sind, Menschen rechtzeitig zu erreichen, zu versorgen und zu schützen. In dieser zugespitzten Weltlage braucht es Staaten, die sich zu internationalen Regeln bekennen und für die der Schutz von Zivilist*innen unverhandelbar ist.“

Österreichs internationale Stärken gefragt, aber Kapazitäten, um auf zugespitzte Weltlage zu reagieren, reichen nicht mehr aus

Der Geschäftsführer des humanitären und entwicklungspolitischen Dachverbands in Österreich schildert, dass ein Land wie Österreich hierbei eine wichtige Rolle einnehmen könne: „Unsere Stärke liegt in partnerschaftlicher Zusammenarbeit, Vertrauen und Dialogbereitschaft. Dazu gehört auch, in Krisenzeiten verlässlich an der Seite von benachteiligten und gefährdeten Menschen zu stehen. Mit dem Auslandskatastrophenfonds und den erfahrenen österreichischen Hilfsorganisationen kann unser Land diese Menschen wirksam unterstützen. Jedoch: Die derzeit vorgesehenen Mittel reichen bei weitem nicht aus, um den tatsächlichen humanitären Bedarfen gerecht zu werden. Wir appellieren daher an Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und Finanzminister Markus Marterbauer, den Auslandskatastrophenfonds rasch deutlich zu erhöhen.“

Abschließend betont Wank: „Das derzeitige Weltgeschehen ist ein schriller Weckruf! Wenn die Bundesregierung an einer friedlicheren, gerechten und stabileren Welt mitwirken und auch die Sicherheit und das Wohlergehen der österreichischen Bevölkerung gewährleisten will, dann muss sie die Humanitäre Hilfe und die langfristig wirkende internationale Entwicklung in ihrem nächsten Budget substanziell stärken.“

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PA: Schwere Dürre in Kenia: 3,3 Millionen Menschen leiden unter akutem Hunger

Die akute Ernährungsunsicherheit im Norden Kenias ist um mehr als 50 Prozent gestiegen / Geflüchtete sind besonders betroffen, während die Nahrungsmittelhilfe stark gekürzt wurde.

In Kenia sind laut einer aktuellen IPC-Analyse (Integrated Food Security Phase Classification) 3,3 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen – das ist ein Anstieg um 52 Prozent innerhalb eines Jahres. Rund 400.000 Menschen sind in einer Notlage: Sie benötigen dringend lebensrettende Hilfe. Aufgrund einer schweren Dürre im Norden des Landes gab es zuletzt kaum Niederschlag. Familien, deren Einkommen und Überleben von ihren Herden abhängen, müssen zusehen, wie ihr Vieh verendet und Wasserlöcher austrocknen. Die Bevölkerung in den Bezirken Mandera, Marsabit und Turkana ist akut vom Verhungern bedroht – jedes dritte Kind in der Region ist betroffen. Wird die Hilfe nicht schnell ausgeweitet, steigt das Sterberisiko durch Hunger und Krankheiten, warnt die Hilfsorganisation CARE.

Dadaab: Historisch niedriges Hilfsniveau

Die Situation in Dadaab, einem der größten Flüchtlingscamps der Welt mit über 400.000 Menschen, ist besorgniserregend. Eine CARE-Erhebung vom Dezember 2025 zeigt: 54 Prozent der Geflüchteten leiden unter schwerem Hunger, 86 Prozent müssen die Anzahl täglicher Mahlzeiten reduzieren. Die Dürre trifft Menschen, die durch Hilfskürzungen im letzten Jahr bereits massiv geschwächt sind. Die Nahrungsmittelhilfe wurde um 68 Prozent gekürzt, die tägliche Wasserzuteilung halbierte sich auf 10 Liter pro Person. Die humanitäre Hilfe liegt auf dem niedrigsten Niveau in Dadaabs 35-jähriger Geschichte.

Finanzierungslücken verschärfen die Hungerkrise

Die Hungerkrise in Kenia geschieht vor dem Hintergrund sinkender Finanzierung für humanitäre Hilfe. Hilfsorganisationen in der gesamten Region waren gezwungen, Nahrungsmittelhilfe, Ernährungsprogramme und medizinische Notversorgung zu kürzen – und damit genau jenen Schutzschirm abzubauen, der eine Eskalation von Hungerkrisen verhindern soll. Aktuell sind mehr als 1,7 Millionen in Kenia auf humanitäre Hilfe angewiesen, bis Mitte 2026 wird diese Zahl voraussichtlich auf über 2,1 Millionen steigen.

CARE warnt, dass jede Verzögerung von Hilfsmaßnahmen und die Kürzungen sowohl menschliches Leid als auch die Kosten der Hilfe erhöhen. „Darauf zu warten, dass die Hungersituation katastrophale Ausmaße annimmt, bevor gehandelt wird, ist unvorstellbar“, sagt Getrude Misango, CARE-Länderdirektorin in Kenia.

So hilft CARE in Kenia: CARE ist seit Jahrzehnten in der Region aktiv und hat gemeinsam mit lokalen Behörden und Partnern bereits mit der Nothilfe begonnen – noch bevor die Dürre ihren Höhepunkt erreicht. CARE setzt Bohrlöcher, Leitungen und solarbetriebene Wassersysteme instand. Kinder unter fünf Jahren sowie schwangere und stillende Frauen werden auf Mangelernährung untersucht und gezielt versorgt. Frauen und Mädchen werden durch sichere Räume und Schutzmaßnahmen vor Ausbeutung und Gewalt geschützt.

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Stephanie Weber
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PA: ‌30 Jahre FAIRTRADE-Kakao: Wie fairer Handel Einkommen stärkt und Märkte stabilisiert

62.000 Tonnen FAIRTRADE-Kakao wurden in Österreich seit dem Start vor 30 Jahren konsumiert, der Marktanteil liegt mittlerweile bei über 14 Prozent. Gerade in Zeiten stark schwankender Kakaopreise zeigt sich wie wichtig Stabilität für Kakaobäuer:innen ist.

1,2 Milliarden Tafeln FAIRTRADE-Schokolade wurden in Österreich in den vergangenen 30 Jahren konsumiert. Insgesamt entspricht das rund 62.000 Tonnen FAIRTRADE-Kakao. Heute werden knapp 12.000 Tonnen FAIRTRADE-Kakao pro Jahr verarbeitet. Damit isst jede:r Österreicher:in durchschnittlich bereits rund 25 Tafeln FAIRTRADE-Schokolade jährlich.

Auch im Handel gewinnt FAIRTRADE-Schokolade weiter an Bedeutung: Der Marktanteil von FAIRTRADE-zertifizierten Tafelschokoladen liegt mittlerweile bei über 14 Prozent (Quelle: Nielsen IQ). Vor wenigen Jahren lag er noch bei rund zehn Prozent. Damit hat sich FAIRTRADE-Kakao von einer Nischeninitiative zu einem festen Bestandteil des österreichischen Schokolademarkts entwickelt.

Wirkung im Ursprung: Einkommen steigen messbar
Dass faire Handelsbedingungen in der Kakaoindustrie konkrete Verbesserungen im Ursprung bewirken können, zeigt eine aktuelle Einkommensstudie aus Côte d’Ivoire. Demnach erzielen 74 Prozent der FAIRTRADE-Kakaobäuer:innen mittlerweile ein Einkommen nahe der existenzsichernden Schwelle. Gleichzeitig ist der Anteil der Haushalte in extremer Armut deutlich gesunken – von 36 Prozent im Jahr 2020 auf 17 Prozent. FAIRTRADE trägt dazu mit stabilen Mindestpreisen, einer zusätzlichen FAIRTRADE-Prämie für Gemeinschaftsprojekte sowie Schulungen und Programmen zur Einkommenssteigerung bei.

Preisschwankungen am Kakaomarkt
Der Kakaomarkt ist derzeit von starken Preisschwankungen geprägt. Nach historischen Höchstständen sind die Weltmarktpreise zuletzt wieder deutlich gefallen. Für viele Kakao-Kooperativen und ihre Mitgliederfamilien bedeutet das mittelfristig wieder sinkende Einnahmen, während gleichzeitig Klimawandel, Schädlinge und steigende Produktionskosten die Landwirtschaft erschweren.

„Es ist heute wichtiger als je zuvor, beim Einkauf bewusst zu FAIRTRADE-Schokolade zu greifen. Gerade in Zeiten sinkender Rohstoffpreise brauchen Kakao-Bauernfamilien verlässliche Einkommen, um ihre Farmen zu sichern, zu investieren und sich gegen immer häufiger werdende Wetterextreme zu wappnen – und damit langfristig auch unsere Versorgung mit Kakao zu sichern.“ sagt Hartwig Kirner, Geschäftsführer von FAIRTRADE Österreich.

Genau hier setzt FAIRTRADE an: Der vertraglich fixierte Mindestpreis und die zusätzliche FAIRTRADE-Prämie schaffen ein Sicherheitsnetz nach unten, das Produzentenorganisationen auch in Zeiten fallender Weltmarktpreise Stabilität bietet. 

Rückfragehinweis: presse@fairtrade.at

Hintergrund:

FAIRTRADE ist weltweit das führende Zertifizierungssystem, bei dem die Produzentinnen und Produzenten von einem Mindestpreis und einer Prämie, deren Höhe genau festgelegt ist, profitieren.

Der FAIRTRADE-Mindestpreis ist als Sicherheitsnetz zu verstehen und soll die durchschnittlichen Produktionskosten für eine nachhaltige Produktion decken. Liegt der jeweilige (Welt)Marktpreis darüber, muss der höhere Marktpreis bezahlt werden. Die Produzentenorganisationen vereinbaren auch jederzeit einen höheren Preis mit den Abnehmern.

Zusätzlich zum Verkaufspreis erhalten Produzentenorganisationen die FAIRTRADE-Prämie. Die Bauernfamilien bzw. Beschäftigten auf Plantagen entscheiden in einem demokratischen Prozess, in welche sozialen, ökologischen oder ökonomischen Projekte investiert wird.

PA: Start der Gewerkschaftskampagne „Wir gegen Kinderarbeit!“

ÖGB, solidar Austria und Netzwerk International fordern strukturelle Maßnahmen gegen Kinderausbeutung.

Wien, 11. Februar 2026 – Während heute in Marrakesch die 6. Globale Konferenz zur Beseitigung der Kinderarbeit beginnt, starten der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB), solidar Austria und das Netzwerk International die ganzjährige Kampagne „Wir gegen Kinderarbeit!“. Der Handlungsbedarf ist dramatisch: Weltweit werden nach aktuellen Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) rund 140 Millionen Kinder zur Arbeit gezwungen – über 50 Millionen davon unter gefährlichen Bedingungen. Das UN-Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, wurde krachend verfehlt. Um das Sustainable Development Goal (SDG) 8.7 wenigstens bis 2030 zu erreichen, müssten die Fortschritte elfmal schneller sein als bisher.

Geht’s den Eltern gut, geht’s den Kindern gut

„Der Kampf gegen Kinderarbeit ist ein urgewerkschaftliches Anliegen“, betont Marcus Strohmeier, Internationaler Sekretär des ÖGB. „Bereits im 19. Jahrhundert kämpften Gewerkschaften gegen Kinderarbeit in europäischen Fabriken – heute setzen wir diesen Kampf auf globaler Ebene fort. Aber wir haben aus der Geschichte gelernt: Kinderarbeit verschwindet nicht durch Verbote allein, sondern durch existenzsichernde Löhne für die Eltern. Wer Kinderarbeit wirklich beenden will, muss Gewerkschaften stärken und für faire Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern sorgen. Geht’s den Eltern gut, geht’s den Kindern gut – das ist unsere zentrale Botschaft.“

Die Realität ist erschütternd: Über 1,5 Millionen Kinder schuften im Kakaosektor in der Elfenbeinküste und Ghana, hantieren mit Macheten und tragen schwere Lasten.

Rund 40.000 Kinder arbeiten in den Kobalt- und Coltan-Minen der Demokratischen Republik Kongo unter lebensgefährlichen Bedingungen. In den Textilfabriken Südasiens werden Kinderrechte systematisch mit Füßen getreten.

Österreich muss Verantwortung übernehmen

„Wenn wir in Österreich Schokolade essen, Smartphones nutzen oder Kleidung kaufen, profitieren wir von globalen Lieferketten, in denen Kinder ausgebeutet werden“, erklärt Peter Schissler, Vorsitzender von solidar Austria, dem entwicklungspolitischen Verein der österreichischen Gewerkschaftsbewegung. „Freiwillige Selbstverpflichtungen von Unternehmen sind gescheitert. Österreich muss jetzt handeln: Wir brauchen ein produktbezogenes Gesetz, das den Verkauf von Waren aus Kinderarbeit verbietet. Und Österreich muss offiziell der internationalen SDG 8.7 Allianz beitreten. Das sind keine unrealistischen Forderungen, sondern bittere Notwendigkeit, um unserer Verantwortung gerecht zu werden.“

„Wir appellieren an die österreichische Bundesregierung, die Konferenz in Marrakesch als Weckruf zu verstehen“, so Strohmeier und Schissler abschließend. „Es braucht keine weiteren unverbindlichen Absichtserklärungen, sondern einen bindenden Aktionsplan mit strengen Sanktionsmechanismen. Die 137,6 Millionen arbeitenden Kinder weltweit können nicht länger warten.“

Weitere Informationen zur Kampagne: https://www.netzwerkinternational.at/wir-gegen-kinderarbeit (geht am 11.02. online)

Rückfragehinweis:
Michael Wögerer (Projektleiter solidar Austria, Wien)
+43 (0)664 7810 3189

Fotos/Bildmaterial auf Anfrage verfügbar

PA: Weltkonferenz zur Beseitigung von Kinderarbeit startet: Österreich fehlt

Die Beseitigung der weltweiten Kinderarbeit bis 2025 – dieses große Ziel des SDG 8.7 hat die Weltgemeinschaft klar verfehlt. Weltweit arbeiten noch immer rund 138 Millionen Kinder. Umso dringlicher ist nun das Engagement der internationalen Gemeinschaft, auch Österreichs. Dennoch nimmt keine offizielle österreichische Delegation an der am 11.2. beginnenden 6. Weltkonferenz zur Beseitigung von Kinderarbeit teil.  

Vom 11.-13. Februar findet die sechste Weltkonferenz zur Beendigung von Kinderarbeit im nordafrikanischen Marrakesch (Marokko) statt. Sie soll das gemeinsame Vorgehen aller Staaten im Kampf gegen Kinderarbeit wirksam koordinieren und voranbringen. Um den weltweit 138 Millionen arbeitenden Kindern echte Zukunftschancen zu eröffnen, braucht es angesichts globaler Lieferketten und internationaler Zusammenhänge das aktive Mitwirken aller Staaten. Auch Österreich ist hier gefordert. Die österreichische Bundesregierung wird jedoch bedauerlicherweise keine Delegation entsenden, um sich an den Debatten zur Lösung dieser globalen Herausforderung zu beteiligen. 

“Dass Österreich ausgerechnet bei der zentralen internationalen Konferenz zur Beseitigung von Kinderarbeit nicht vertreten ist, sendet ein schlechtes Signal – an die internationale Gemeinschaft ebenso wie an die 138 Millionen betroffenen Kinder weltweit”, erklärt Sigrid Kickingereder, Geschäftsführerin der Katholischen Jungschar und ihrer Dreikönigsaktion. “Österreichische Politiker*innen haben immer wieder betont, wie wichtig gezielte Maßnahmen gegen Kinderarbeit sind. Mit der Verwässerung der EU-Lieferkettenrichtlinie hat Europa in den letzten Monaten jedoch massiv an Glaubwürdigkeit verloren. Umso wichtiger wäre nun ein entschlossener Einsatz Österreichs”, fordert Kickingereder und ergänzt: „Ein konkreter Schritt wäre etwa der Beitritt zur globalen Plattform gegen Kinderarbeit, der sogenannten Alliance 8.7.  Als Mitglied der Alliance 8.7 – wie etwa die Niederlande, Deutschland oder Frankreich – könnte Österreich eine wichtige Rolle im weltweiten Kampf gegen Kinderarbeit einnehmen und Maßnahmen deutlich effizienter und international abgestimmt setzen.” 

Aufbauend auf der letzten Konferenz gegen Kinderarbeit in Südafrika im Jahr 2022 und dem sogenannten “Durban Call to Action”, der die internationale Staatengemeinschaft zu dringenden Maßnahmen auffordert, sollen auf der Konferenz in Marrakesch konkrete Ziele und Maßnahmen gegen Kinderarbeit diskutiert werden. Dazu zählen Schutzkonzepte für besonders gefährdete Kinder – auch in gefährlicher Arbeit – oder die Stärkung von Bildung, sozialer Sicherung und sozialer Dienste.  

Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar arbeitet seit vielen Jahren mit Partner*innenorganisationen und zivilgesellschaftlichen Netzwerken zusammen, um die Perspektiven arbeitender Kinder sichtbar zu machen.  Umso enttäuschender ist es, dass bei der diesjährigen Konferenz – im Gegensatz zur vorherigen – keine Beteiligungsmechanismen für betroffene Kinder vorgesehen sind: „Wir blicken mit Besorgnis darauf, dass arbeitende Kinder in Marrakesch keinen Platz am Verhandlungstisch haben. Nachhaltige Lösungen müssen auch die Erfahrungen und Perspektiven der betroffenen Kinder berücksichtigen. Kinder haben das Recht, in allen sie betreffenden Angelegenheiten gehört zu werden – denn sie kennen ihre eigene Lebensrealität am besten”, so Kickingereder abschließend.  

Die Initiative “Kinderarbeit stoppen” – bestehend aus der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, Jugend Eine Welt, Kindernothilfe Österreich, solidar Austria und FAIRTRADE Österreich – setzt sich seit Jahren für wirksame politische Maßnahmen gegen Kinderarbeit ein. www.kinderarbeitstoppen.at 

Die Studie “Ending Child Labour – Implementation of SDG 8.7” empfiehlt zahlreiche Maßnahmen gegen Kinderarbeit, u. a. einen Beitritt zur Allianz 8.7:
https://www.kinderarbeitstoppen.at/fileadmin/kinderarbeit/2025/RR24_Ending-Child-Labour.pdf

Rückfragen:
Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar
Elisabeth Holzner
Telefon: 0676 88011 1000
E-Mail: elisabeth.holzner@dka.at

PA: Südsudan: Eskalierender Konflikt in Jonglei verschärft Hungerkrise

Gewalt in Jonglei: Mehr als 230.000 Menschen wurden vertrieben, Zehntausenden droht eine Hungerkatastrophe / CARE fordert sicheren und raschen Zugang für humanitäre Hilfe

Seit Ende Dezember 2025 hat der eskalierende Konflikt in Jonglei im Südsudan mehr als 230.000 Menschen in die Flucht getrieben. Viele Familien kämpfen nun um ihr Überleben: in überfüllten Camps mit begrenztem Zugang zu Nahrung, sauberem Wasser, Gesundheitsversorgung und Schutz. Die humanitäre Situation in der Region ist kritisch, warnt die internationale Hilfsorganisation CARE. Ein erneuter Ausbruch von Gewalt wird verheerende Folgen für die Menschen im Südsudan haben, die sich gerade erst von einem brutalen Bürgerkrieg zu erholen beginnen.

Gewalt verstärkt Hunger dramatisch

Laut dem aktuellen IPC-Bericht (Integrated Food Security Phase Classification) leiden 1,3 Millionen Menschen im Südsudan – insbesondere in Jonglei und den angrenzenden Regionen – unter extremem Nahrungsmittelmangel und akuter Mangelernährung. 28.000 Menschen, darunter 11.000 Menschen im Bezirk Fangak in Jonglei, sind akut vom Verhungern bedroht.

„Der Konflikt vertreibt nicht nur Familien, er zerstört Existenzgrundlagen und verschärft den Hunger in einer Region, die bereits am Abgrund stand“, sagt Maina King’ori, CARE-Länderdirektor im Südsudan. „Die Analyse von IPC zeigt: Jonglei litt schon vor dieser Eskalation unter alarmierender Ernährungsunsicherheit. Anhaltende Gewalt droht die Gemeinden in eine katastrophale Hungerkrise zu stürzen.“

Zusammenbruch der Grundversorgung

Märkte, Landwirtschaft und grundlegende Einrichtungen sind massiv beeinträchtigt. Gesundheits- und Ernährungszentren in einigen vom Konflikt betroffenen Gebieten wurden geplündert, beschädigt oder mussten den Betrieb einstellen. Die lebensrettende Versorgung für Kinder, Schwangere und stillende Frauen sowie Menschen mit chronischen Krankheiten wurde dadurch unterbrochen.

Frauen und Mädchen sind überproportional von der Krise betroffen. Vertreibung und überfüllte Notunterkünfte erhöhen das Risiko geschlechtsspezifischer Gewalt massiv. Gleichzeitig fehlt der Zugang zu Gesundheitsservices, Ernährungshilfe und sauberem Wasser. Bereits vor der jetzigen Eskalation kam es zu einer alarmierenden Anzahl sexueller Gewalt und Entführungen, bei vermutlich hoher Dunkelziffer.

Humanitärer Zugang eingeschränkt

In Teilen Jongleis verzeichnet CARE Verbesserungen beim humanitären Zugang. Doch massive Hindernisse bleiben: Unsicherheit, Bewegungsbeschränkungen und Unterbrechungen des Luftverkehrs verhindern, dass Hilfsteams die Menschen zuverlässig erreichen, lebensrettende Hilfe leisten und medizinische Evakuierungen durchführen können. Besonders besorgniserregend sind Angriffe auf die Zivilbevölkerung und zivile Infrastruktur.

„Humanitärer Zugang ist eine Frage des Überlebens, nicht der Politik“, betont King’ori. „Alle Konfliktparteien müssen die Zivilbevölkerung schützen und den Hilfsteams einen sicheren, schnellen und ungehinderten Zugang garantieren. Ohne Zugang werden Hunger und vermeidbare Krankheiten zunehmen – und Menschen sterben.“

CARE fordert die Geberländer auf, flexible und rasche Finanzierung bereitzustellen, um die weitere Verschlechterung der humanitären Situation in Jonglei zu verhindern.

So hilft CARE: CARE arbeitet eng mit lokalen Partnern und Behörden im Südsudan zusammen und unterstützt Familien in Jonglei mit Nahrungsmitteln, Gesundheitsversorgung, sauberem Wasser, Hygiene und Schutzmaßnahmen, wo es die Bedingungen erlauben. Derzeit ist CARE in den Bezirken Akobo und Bor South tätig, wo zahlreiche Vertriebene Zuflucht gefunden haben. CARE bewertet laufend die Bedürfnisse vor Ort und stimmt die Nothilfe mit Partnern ab.

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Stephanie Weber
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PA: Tag der Straßenkinder: Jugend Eine Welt-Projektpartner Rafael Bejarano Rivera zu Gast in Wien

Generalrat der Salesianer und Experte für Jugend- und Sozialarbeit gibt Einblicke in die weltweite Projektarbeit mit Straßenkindern anlässlich des alljährlich, von der österreichischen Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt, veranstalteten „Tag der Straßenkinder“ am 31. Jänner 2026 .

Wien (OTS) – Seit vielen Jahren setzt sich Pater Rafael Bejarano Rivera SDB mit großer Leidenschaft für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Besonders Kinder in Straßensituationen, junge Menschen in extremer Armut sowie ehemalige Kindersoldaten stehen im Mittelpunkt seines Wirkens. Anlässlich des alljährlich, von der österreichischen Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt, veranstalteten „Tag der Straßenkinder“ am 31. Jänner 2026 ist der Salesianer Gast in Österreich . „Wir freuen uns sehr, dass mit Pater Rafael Bejarano Rivera heuer nicht nur ein hochrangiger Vertreter der Salesianer Don Boscos, sondern auch ein langjähriger Projektpartner und guter Freund von Jugend Eine Welt unser Gast beim ‚Tag der Straßenkinder‘ ist. Pater Rafael kennt in seiner Funktion als Generalrat der Salesianer Don Boscos, als oberster Vertreter und Experte für Jugend- und Sozialarbeit, alle von Jugend Eine Welt unterstützten Projekte aus der Sicht eines Projektpartners. Er kann somit gute Einblicke in die weltweite Arbeit unserer Entwicklungsorganisation in den Bereichen Straßenkinder, aber auch Schul- und Berufsausbildung geben“ , so Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt .

Im Dienst junger Menschen
Rafael Bejarano Rivera stammt aus Kolumbien, einem Land, das über Jahrzehnte von Gewalt, sozialer Ungleichheit und bewaffneten Konflikten geprägt war. Früh entschied er sich für den Weg der Salesianer Don Boscos und stellte sein Leben in den Dienst junger Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Nach seinem Studium der Philosophie und Theologie sowie einer zusätzlichen Ausbildung im Bereich Soziales Management und Entwicklung übernahm er verantwortungsvolle Aufgaben in der Jugendarbeit der Salesianer. „Seit Beginn meines priesterlichen Wirkens habe ich stets im sozialen Bereich gearbeitet – dort, wo junge Menschen Begleitung brauchen, um ihre Rechte und ihre Würde wiederzuerlangen“ , so Bejarano Rivera .

Arbeit mit Straßenkindern und Kindersoldaten
Ein zentraler Meilenstein seines Werdegangs war seine Tätigkeit in der Ciudad Don Bosco in Medellín, einer der größten salesianischen Sozialeinrichtungen Kolumbiens, die auch von Jugend Eine Welt unterstützt wird. Dort arbeitete Bejarano Rivera über Jahre hinweg direkt mit Kindern und Jugendlichen, die auf der Straße lebten, aus zerrütteten Familien stammten oder Gewalt, Missbrauch und den Einsatz als Kindersoldaten erlebt hatten. „Heute sprechen wir bewusst von ‚Kindern in einer Straßensituation‘ und nicht mehr von reinen ‚Straßenkindern‘, da es sich um eine vorübergehende Lebenssituation handelt und ihre Rechte wiederhergestellt werden müssen“ , so der Jugend Eine Welt-Projektpartner. „In mehreren Städten begleiten wir diese Kinder. Während man früher Kinder dauerhaft auf der Straße lebend antraf, hat sich die Situation verändert: Heute haben viele von ihnen Familien, verbringen jedoch viel Zeit auf der Straße und sind dort großen Risiken ausgesetzt – insbesondere Gewalt, Drogenhandel und Prostitution.“ Ziel ist es, den jungen Menschen Schutz zu bieten und ihnen durch Bildung, psychosoziale Begleitung und Berufsausbildung echte Zukunftsperspektiven zu eröffnen.

Die Zahl der Straßenkinder weltweit wird auf bis zu 150 Millionen geschätzt – genaue Zahlen gibt es nicht und kann es nicht geben. Viele dieser Kinder besitzen keine Geburtsurkunde, wurden nie offiziell registriert und haben keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung oder Schulbildung. „Diese Kinder bleiben oft unsichtbar, obwohl sie großen Risiken ausgesetzt sind“, so Bejarano Rivera.

Experte für Jugend- und Sozialarbeit
Heute wirkt der Jugend Eine Welt-Gast auf internationaler Ebene. Als Generalrat für Jugendpastoral und soziale Werke im weltweiten Leitungsteam der Salesianer koordiniert er Bildungs- und Sozialprojekte in 138 Ländern. Mit Jugend Eine Welt verbindet Bejarano Rivera eine langjährige und enge Partnerschaft. Gemeinsam mit der österreichischen Entwicklungsorganisation arbeitet er daran, nachhaltige Bildungs- und Sozialprojekte für Straßenkinder und gefährdete Jugendliche umzusetzen – insbesondere in Lateinamerika. „Über viele Jahre hinweg haben wir gemeinsam Programme entwickelt – zur Bewusstseinsbildung, zur Begleitung junger Menschen und zur Förderung von Bildung und Ausbildung. Dabei gab es Kooperationen mit österreichischen Unternehmen sowie zum Beispiel mit der österreichischen Botschaft in Kolumbien“ , erzählt Bejarano Rivera.

Freiwilligeneinsätze eine „Win-Win-Situation“
Jugend Eine Welt unterstützt unter anderem technische Ausbildungsprogramme, Maßnahmen zur Arbeitsvermittlung und Projekte für Kinder in Straßensituationen. „Besonders wichtig ist auch der Einsatz von Freiwilligen im Rahmen der von Jugend Eine Welt und den Salesianern Don Boscos getragenen Entsendeorganisation ‚VOLONTARIAT bewegt‘ , zum Beispiel in den Städten Medellín und Cali meiner Heimat Kolumbien“ , unterstreicht der Salesianer. „Diese Einsätze gehen weit über finanzielle Unterstützung hinaus: Sie ermöglichen echte Begegnungen. Für viele junge Menschen, die viel Leid erfahren haben, ist es von unschätzbarem Wert, Menschlichkeit, Nähe und Solidarität aus anderen Kulturen zu erleben. Gleichzeitig ist Freiwilligenarbeit eine der schönsten Ausdrucksformen gelebter Solidarität. Ich habe viele junge Freiwillige, entsendet durch ‚VOLONTARIAT bewegt‘, aus Österreich in Kolumbien erlebt und gesehen, wie sie persönlich gewachsen sind. Sie haben – genauso wie Freiwillige aus dem Senior Experts-Entsendeprogramm von Jugend Eine Welt – unsere Projekte nachhaltig unterstützt. Es ist eine echte Win-Win-Situation – fachlich, menschlich und auch spirituell.“ Darüber hinaus hilft Jugend Eine Welt auch mit Stipendien für Bildung, Lernmaterialien, Lebensmittel und berufliche Qualifizierung.

Einblicke aus Sicht eines Projektpartners
Im Zuge des von Jugend Eine Welt ins Leben gerufenen „Tag der Straßenkinder“ am 31. Jänner 2026 berichtet Bejarano Rivera bei zahlreichen Veranstaltungen in Österreich aus erster Hand über die Lebensrealitäten von Kindern in Straßensituationen, spricht über globale Herausforderungen und zeigt, wie konkrete Hilfe wirkt. Neben einem Besuch der Pfarre Maria Namen in Wien, steht auch ein Workshop mit Schülerinnen und Schüler des GRG13 Wenzgasse und ein Vortrag im Lateinamerikanischen Institut Wien auf dem Programm. Darüber hinaus trifft Bejarano Rivera auf Spenderinnen und Unterstützer von Jugend Eine Welt, u.a. auch bei einer Veranstaltung in Bad Ischl. „Die Unterstützung von Jugend Eine Welt ist von zentraler Bedeutung. Internationale Zusammenarbeit wirkt auf vielen Ebenen, doch entscheidend ist die Beziehung zwischen den Menschen.
Spenderinnen und Spender – etwa in Österreich – können durch ihr Engagement Entwicklungsprozesse in ganz unterschiedlichen Realitäten ermöglichen. Jugend Eine Welt trägt dazu bei, jungen Menschen weltweit neue Hoffnung, neue Wege und neue Chancen zu eröffnen, ihre Träume zu verwirklichen und ihre Gemeinschaften zu stärken. Dafür bin ich sehr dankbar.“

    Infos: www.strassenkinder.at bzw. www.jugendeinewelt.at

    Jugend Eine Welt-Spendenkonto: AT66 3600 0000 0002 4000 | Onlinespenden unter www.jugendeinewelt.at/spenden | Spenden sind steuerlich absetzbar!

    Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at


Rückfragehinweis:
Jugend Eine Welt | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Thomas Zach, MA
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