Archiv der Kategorie: Termin

Internationale Gedenk- und Aktionstage Herbst 2026

·         24. September: Weltschifffahrtstag. Der Tag wurde von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) ins Leben gerufen und wird seit dem 17. März 1978 jedes Jahr am letzten Donnerstag im September begangen.  Er soll auf die Seeschifffahrt als Leistungsträger im Rahmen der Weltwirtschaft, Schiffssicherheit und die Sicherheit des Seeverkehrs hinweisen.

·         27. September: Internationaler Tag der Flüsse. An diesem Tag stehen die Wasserstraßen dieser Welt im Mittelpunkt. Gegründet wurde der internationale Tag der Flüsse im Jahr 2005, um die Werte von Flüssen hervorzuheben und die Förderung der Verwaltung von Flüssen auf der ganzen Welt zu verbessern.

·         29. September: Internationaler Tag der Aufmerksamkeit für Lebensmittelverluste und -verschwendung. Der Aktionstag wurde von den Vereinten Nationen im Jahr 2020 erstmals veranstaltet und findet jährlich im Vorfeld des Welternährungstags bzw. Welthungertags (16. Oktober) statt. Während die Zahl der von Hunger betroffenen Menschen jährlich ansteigt, werden anderswo täglich Tonnen essbarer Lebensmittel verschwendet.

·        2. Oktober: Lange Tag der Flucht. Der Tag wurde 2012 ins Leben gerufen und ist eine österreichweite Initiative zu den Themen Flucht, Menschenrechte und Zusammenleben unter der Schirmherrschaft des UN-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR. Internationale Budgetkürzungen, die viele UN-Organisationen – darunter auch UNHCR – betreffen, haben auch in Österreich spürbare Auswirkungen auf viele Veranstaltungsformate, die an diesem Tag in der Vergangenheit stattgefunden haben. Gleichzeitig sind zahlreiche Organisationen hierzulande von finanziellen Einschnitten betroffen. Der Lange Tag der Flucht findet deshalb heuer in reduzierter Form statt. 
Übersicht über Veranstaltungen

·        5. Oktober: Welttag des Wohn- und Siedlungswesens (Habitat-Tag). Das UN-Programm Habitat rief den Tag 1985 ins Leben, um auf das grundlegende Recht auf eine sichere Unterkunft und bezahlbaren Wohnraum aufmerksam zu machen. Weltweit leben Milliarden Menschen in unzureichenden Wohnverhältnissen.
Veranstaltungshinweis: Wohnen für alle – Globale Perspektiven auf ein Menschenrecht. Die diesjährige Entwicklungspolitische Fachtagung der Stadt Wien am 17. November 2026 widmet sich mit hochkarätigen internationalen Gästen unterschiedlichen Perspektiven auf Wohnen als Menschenrecht.

·         10. Oktober: Welttag gegen die Todesstrafe
Der Tag wird jedes Jahr am 10. Oktober begangen und fungiert in Europa zugleich als der Europäische Tag gegen die Todesstrafe. Ins Leben gerufen wurde er 2003 von der Weltkoalition gegen die Todesstrafe und Amnesty International mit dem Ziel einer weltweiten, vollständigen Abschaffung der Todesstrafe und die Aufklärung über Menschenrechtsverletzungen durch Hinrichtungen.

·         16. Oktober: Welternährungstag  bzw. Welthungertag, ausgerufen von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen 1945.

·         17. Oktober: Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut. 1987 von Joseph Wresinski initiiert, 1992 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen proklamiert

·         24. Oktober: Welttag der Vereinten Nationen und der Information über Entwicklungsfragen. An diesem Tag ist 1945 die Charta der Vereinten Nationen in Kraft getreten. Der Welttag der Information über Entwicklungsfragen findet seit 1972 auf Beschluss der UN mit dem Ziel statt, die weltweite Aufmerksamkeit auf die Entwicklungsprobleme zu lenken sowie auf die Notwendigkeit der Stärkung internationaler Zusammenarbeit, um diese globalen Ungerechtigkeiten zu lösen.

·         2. November: Internationaler Tag gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalist:innen, 2013 von den Vereinten Nationen im Andenken an zwei in 2013 in Mali getötete Journalist:innen initiiert.

·         15. November: Writers in Prison Day, initiiert 1980 durch das 1960 gegründete „Writers in Prison“-Kommittee der Schriftstellervereinigung P.E.N., in dem über 150 Schriftstellerorganisationen aus mehr als 100 Nationen vereinigt sind. An diesem Tag wird an verfolgte, inhaftierte und ermordete Schriftsteller*innen sowie Journalist*innen erinnert.

·         16. November: Internationaler Tag für Toleranz. Am 16. November 1995 unterzeichneten 185 Mitgliedsstaaten der UNESCO die Erklärung der Prinzipien zur Toleranz. Seitdem erinnert die UNESCO jährlich an jene Regeln, die ein menschenwürdiges Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen und Religionen ermöglichen.

·         29. November: Buy Nothing Day. Der Buy Nothing Day (deutsch: Kauf-Nix-Tag) ist ein konsumkritischer Aktionstag am letzten Freitag im November. Er wird mittlerweile in 80 Ländern – auch in Österreich – organisiert. Er ist die Antwort auf den Black Friday, der in den USA traditionell die Kaufsaison für Weihnachten einleitet.

·         2. Dezember: Internationaler Tag zur Abschaffung der Sklaverei, von den Vereinten Nationen zur Abschaffung der Sklaverei initiiert in Erinnerung an die 1949 verabschiedete Konvention zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Ausbeutung von Personen. Weltweit leben immer noch mehr als 20 Millionen Menschen in Sklaverei oder sklavenähnlichen Verhältnissen.

·         5. Dezember: Internationaler Tag des Ehrenamtes zur Anerkennung und Förderung ehrenamtlichen Engagements. Der Tag wurde 1985 von den Vereinten Nationen (UN) beschlossen.

·         10. Dezember: Tag der Menschenrechte. Seit 1948 wird an diesem Tag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gedacht und von Menschenrechtsorganisationen genutzt, um auf Verletzungen dieser Rechte hinzuweisen.

·         18. Dezember: Internationaler Tag der Migrant:innen. 2000 hat die UNO diesen Tag ausgerufen, 1990 wurde die Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Migrant:innen und ihrer Familienangehörigen von der UN-Vollversammlung angenommen.

Geplante Wahlen in Ländern des Globalen Südens

Marokko: 23. September: Parlamentswahl
Brasilien: 4. Oktober: Parlamentswahl
Palästina: 28. November: Palästinensischer Nationalrat
Gambia: 5. Dezember: Präsidentschaftswahl
Guinea-Bissau: 6. Dezember: Parlamentswahl
Haiti: 13. Dezember: 1. Wahlgang der Präsidentschafts- und Parlamentswahl
Südsudan: 22. Dezember: Parlamentswahl

Online-Pressekonferenz von Amnesty International zu neuem Bericht zu den Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der „Frau, Leben, Freiheit“-Proteste von 2022

Die internationale Amnesty-Generalsekretärin Agnès Callamard präsentiert die Ergebnisse gemeinsam mit Raha Bahreini, Iran-Expertin bei Amnesty International und Mahsa Piraei, Menschenrechtsaktivistin und Tochter der während der Proteste getöteten Minoo Majidi.

Zoom: Am Mittwoch, 16. September 2026, 11:00 Uhr
Bitte um Anmeldung zur Pressekonferenz

Falls Sie vorab den vollständigen Bericht und weitere Unterlagen unter Sperrfrist erhalten möchten, wenden Sie sich an die Presse Stelle von Amnesty International Österreich: presse@amnesty.at

Aviso: taz Talk über die Situation und den Kampf der Frauen in Afghanistan: Der Ruf nach „Brot, Arbeit, Freiheit!“

Fünf Jahre nach der erneuten Machtübernahme der Taliban kämpfen Afghaninnen trotz stärker werdender Repression weiter für ihre Selbstbestimmung. Ein Gespräch mit der deutsch-afghanischen Journalistin Nabila Lalee nach ihren Recherchen vor Ort.

Seit Afghanistans vom Westen gestützte Regierung am 15. August 2021 zusammengebrochen ist und die Taliban wieder die Macht übernommen haben, hat sich im Land ausgerechnet die Zahl lizensierter Unternehmen von Frauen auf mehr als 10.000 vervierfacht. Schätzungen zufolge kommen weitere 120.000 unlizenzierte Unternehmen von Frauen hinzu. Denn die Produktion in kleinen Firmen und Handwerksbetrieben, vielfach in Heimarbeit oder im Verborgenen, bildet für Frauen eine der wenigen verbliebenen Verdienstmöglichkeiten. Die Radikalislamisten schlossen Frauen und Mädchen mit den repressivsten Gesetzen der Welt nicht nur von Bildung ab Klasse 7 aus, sondern drängten sie auch aus vielen Berufen und öffentlichen wie humanitären Tätigkeiten.

Nach dem Sittengesetz dürfen Frauen nur noch in Vollverschleierung auf die Straße, überwacht von der Sittenpolizei. Für Reisen wie auch viele Erledigungen des Alltags ist die Begleitung durch einen männlichen Verwandten vorgeschrieben. Der Überlebenskampf der Frauen wie generell der traumatisierten und kriegsmüden Bevölkerung wird erschwert durch die gegen das Taliban-Regime verhängten Wirtschaftssanktionen.

Zwar ist das Land Afghanistan heute sicherer und wird weniger von Korruption geplagt. Aber die meisten Menschen leben in großer Armut. Massenhafte Abschiebungen von Afghanen aus den Nachbarländern Iran und Pakistan sowie der bewaffnete Konflikt mit dem Nachbarn im Osten verschärfen die Lage zusätzlich. Trotz stärker werdenden Repressalien kämpfen Afghaninnen weiter für ihre Freiräume und Selbstbestimmung. Anfang Juni gab es in Herat eine Welle von Verhaftungen von Frauen, denen die Taliban Verstöße gegen die strengen Kleidervorschriften vorwarfen. Die folgenden Proteste, die dem zentralen Slogan „Brot, Arbeit, Freiheit!“ folgten, wurden gewaltsam aufgelöst. Die Situation zwischen den religiös-politischen Machthabern in Kabul und Kandahar und den afghanischen Frauen gleicht oft einem Katz-und-Maus-Spiel. Erlassen die Taliban neue diskriminierende Gesetze, suchen Afghaninnen nach Möglichkeiten, um die wenigen Freiräume aufrechtzuerhalten, die ihnen noch geblieben sind.

Wie sieht heute der Alltag der afghanischen Frauen aus? Wie ist ihre soziale Lage? Mit welchen Strategien kämpfen sie für ihre Rechte? Wie flächendeckend ist die Unterdrückung und wie homogen agieren die Taliban gegenüber den Frauen? Welche Fehler hat der Westen gegenüber den Afghaninnen gemacht? Wie können sie unterstützt werden?

Ein Gespräch mit:

Nabila Lalee. Die freie deutsch-afghanische Journalistin und taz-Autorin recherchierte im Frühjahr 2026 für zehn Wochen in Afghanistan und war zuvor von 2022 bis 2026 Leiterin des Regionalbüros der dpa in Islamabad.

Sven Hansen moderiert diesen Talk. Er ist Asienredakteur der taz und Kurator der Reihe Han Sens Asientalk.

Mittwoch, 12. August 2026, 19-20 Uhr im Livestream 

Rückfragehinweis: taztalk@taz.de

Dieser taz Talk findet in Kooperation mit Han Sens Asientalk statt.

Regelmäßige Infos: www.fb.com/HanSensAsientalk 

PA und Interviewmöglichkeit: Weltflüchtlingstag: Fehlende Hilfsgelder für Flüchtlingskrisen lassen Millionen Menschen ohne Nahrung, Wasser und Schutz zurück

CARE warnt: Flüchtlingshilfe in Krisenländern wie Sudan, Südsudan, Tschad, Niger, Äthiopien und der Zentralafrikanischen Republik nur bis zu 15 Prozent finanziert / CARE appelliert an die internationale Gemeinschaft, Mittel aufzustocken und Ursachen für Flucht stärker zu bekämpfen.

Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni warnt CARE Österreich vor einer folgenschweren Unterfinanzierung der internationalen Flüchtlingshilfe. Laut Daten der Vereinten Nationen wurden seit Jahresbeginn für die Unterstützung von Geflüchteten in Krisenländern wie Sudan, Südsudan, Tschad, Niger, Äthiopien und der Zentralafrikanischen Republik nur bis zu rund 15 Prozent der benötigten Mittel bereitgestellt (Stand: 16. Juni 2026). Millionen Menschen drohen dadurch gravierende Einschränkungen beim Zugang zu Nahrung, sauberem Wasser, Gesundheitsversorgung und Schutz.

Ähnlich prekär ist die Finanzierung der regionalen Hilfspläne, die die Unterstützung von Geflüchteten über Ländergrenzen hinweg sicherstellen sollen. Für Menschen, die vor dem Krieg im Sudan in Nachbarländer geflohen sind, stehen derzeit nur rund 13 Prozent der benötigten Mittel zur Verfügung. Der regionale Hilfsplan für Geflüchtete aus Venezuela ist sogar nur zu etwa 10 Prozent finanziert.

„Flucht ist keine Wahl – für Millionen Menschen ist sie die letzte Möglichkeit zu überleben. Während Konflikte, Hunger und die Klimakrise immer mehr Menschen zur Flucht zwingen, geht die Hilfe für sie zurück. Diese Entwicklung ist alarmierend“, mahnt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. „Wenn die Finanzierung für Geflüchtete ausbleibt, bedeutet das weniger Nahrung, weniger medizinische Versorgung und weniger Schutz, insbesondere für Frauen und Kinder. Die internationale Gemeinschaft darf Menschen auf der Flucht nicht im Stich lassen. Humanitäre Hilfe muss ausreichend finanziert werden, unabhängig davon, woher Menschen kommen oder wohin sie fliehen. Gleichzeitig müssen die Ursachen von Flucht stärker bekämpft werden, etwa durch Konfliktprävention und Investitionen in Klimagerechtigkeit und Ernährungssicherheit.“

Vertreibungskrise Sudan: Ein Drittel der Bevölkerung auf der Flucht

Der seit 2023 andauernde Krieg im Sudan hat die derzeit größte Vertreibungskrise weltweit ausgelöst. Rund 11,5 Millionen Menschen wurden innerhalb des Landes oder über die Grenzen hinweg vertrieben. Mehr als 4,5 Millionen Menschen sind in Nachbarländer wie den Tschad, Südsudan, Ägypten oder Libyen geflohen. Viele leben dort in überfüllten Aufnahmezentren, Flüchtlingscamps oder informellen Unterkünften, ohne ausreichende Versorgung mit Nahrung, Wasser und Medikamenten. Frauen und Kinder sind auf der Flucht einem hohen Risiko von Gewalt und Ausbeutung ausgesetzt.

Welche Folgen die Finanzierungslücken vor Ort haben, schildert Sarah Easter, Nothilfereporterin von CARE Österreich. Sie war im März an der südsudanesischen Grenze zum Sudan: „Täglich fliehen Zehntausende Menschen über Sudans Grenzen. Ich habe überfüllte Transitzentren gesehen, Familien, die im Freien schlafen, Kinder, die wegen Hunger und Erschöpfung kaum noch gehen können, und Mütter, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder versorgen sollen. Gleichzeitig müssen Hilfsorganisationen Programme kürzen und schwierige Entscheidungen treffen, weil die Finanzierung fehlt. Die Folgen: geschlossene Gesundheitsstationen, fehlende Mahlzeiten, Geburten im Freien ohne medizinisches Personal. Humanitäre Hilfe rettet Leben. Dies ist nur möglich, wenn die internationale Gemeinschaft diese Hilfe auch finanziert.“

So hilft CARE: Mit Programmen in über 120 Ländern erreichte CARE im Jahr 2025 mehr als 58 Millionen Menschen – über die Hälfte davon Frauen und Mädchen. Im Sudan und den Nachbarregionen leistet CARE lebensrettende Soforthilfe mit Nahrung, Trinkwasser, Notunterkünften und medizinischer Versorgung. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen leistet CARE psychosoziale Unterstützung, sichert Lebensgrundlagen und stärkt die Resilienz der Gemeinschaften.

Quellen: UN OCHA Financial Tracking Service (Stand 16. Juni 2026) und UNHCR Refugee Funding Tracker (Stand 16. Juni 2026)

Interviewmöglichkeit:
Sarah Easter, Nothilfereporterin CARE Österreich, war kürzlich in der Grenzregion Südsudan/Sudan, um sich ein Bild von der Lage sudanesischer Geflüchteter zu machen. 
Sie steht für Interviews auf Deutsch und Englisch zur Verfügung. Bei Interesse, bitte melden:

Stephanie Weber
Media Officer
CARE Österreich
A-1080 Wien, Lange Gasse 30/4
Tel.: +43 (1) 715 0 715-42
E-mail: stephanie.weber@care.at
Internet: www.care.at

Aktion: WM-Start: Rote Karte gegen Kinderarbeit

Weltweit müssen noch immer 138 Millionen Kinder arbeiten, obwohl sich die internationale Staatengemeinschaft vorgenommen hatte, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden. Zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni setzt die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar als Teil der Initiative „Kinderarbeit stoppen“ mit der Aktion „Rote Karte gegen Kinderarbeit“ ein wichtiges Zeichen für die Rechte von Kindern und fordert die Bundesregierung auf, der internationalen Allianz 8.7 gegen Kinderarbeit beizutreten.

138 Millionen Kinder schuften unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen – etwa auf Plantagen, in Fabriken, Minen oder privaten Haushalten. Statt die Schule zu besuchen, werden sie ihrer Chancen auf Bildung und ein selbstbestimmtes Leben beraubt. Dabei hatte sich die internationale Staatengemeinschaft mit dem Nachhaltigkeitsziel SDG 8.7 vorgenommen, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden. Dieses Ziel wurde klar verfehlt. Kinderarbeit zählt weiterhin zu den größten Verletzungen von Kinderrechten weltweit.

Die Initiative „Kinderarbeit stoppen“ fordert daher von der österreichischen Bundesregierung, als konkreten Schritt der Allianz 8.7 beizutreten. In diesem internationalen Zusammenschluss arbeiten Staaten gemeinsam an konkreten Maßnahmen gegen Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Menschenhandel. Deutschland, die Niederlande und Frankreich übernehmen bereits als sogenannte „Pathfinder Countries“ eine Vorreiterrolle.

Kinder zeigen der Kinderarbeit die Rote Karte

Kinder, Jugendliche und Erwachsene setzen selbst ein starkes Zeichen. Sie zeigen die Rote Karte gegen Kinderarbeit, machen ein Foto und teilen es in den sozialen Medien. „Kinderarbeit ist ein Foul an den Rechten von Kindern. Deshalb zeigen wir ihr die Rote Karte. Jedes Kind hat das Recht auf Bildung, Freizeit und Schutz vor Ausbeutung. Österreich soll Verantwortung übernehmen und der Allianz 8.7 beitreten“, sagt Sigrid Kickingereder, Geschäftsführerin der Katholischen Jungschar und ihrer Dreikönigsaktion.

Kinderstimmen gegen Kinderarbeit

Besonders eindrucksvoll kommen Kinder selbst zu Wort. Für die Videoserie „Kinderstimmen gegen Kinderarbeit“ wurden rund 50 Kinder und Jugendliche aus Österreich, Kenia, Kolumbien, Nicaragua, Indien, den Philippinen und Südafrika gefragt, was sie von Kinderarbeit halten. Die Antworten sind so unterschiedlich wie die Kinder selbst – und zugleich erstaunlich einig. Sie wollen lernen, spielen, Freund*innen treffen und ihre Zukunft gestalten, statt arbeiten zu müssen.

„Wenn ich eine Superkraft hätte, dann wäre es die Kraft der Verbindung, denn gemeinsam können wir sagen: Kinderarbeit stoppen“, sagt die 16-jährige Leyda Lisseth (Nicaragua). Lalita (Indien) fordert: „Sagt ‚Nein‘ zu Kinderarbeit. Jedes Kind hat das Recht, frei zu sein, zur Schule zu gehen und eine glückliche Kindheit zu genießen.“ Und Joseph (Kenia) bringt die Botschaft vieler Kinder auf den Punkt: „Lasst die Kinder Kinder sein!“

Gemeinsam gegen Kinderarbeit aktiv werden

Zudem können Bürger*innen mit einer österreichweiten E-Mailaktion Bundeskanzler Christian Stocker, Sozialministerin Korinna Schumann und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger direkt zum Handeln auffordern und den Beitritt Österreichs zur Allianz 8.7 unterstützen.

Fotos zur Aktion /Rote Karte gegen Kinderarbeit“: https://www.flickr.com/photos/kjsoe/albums/72177720334002360/

Infos zu „Rote Karte gegen Kinderarbeit“: www.kinderarbeitstoppen.at/rote-karte-gegen-kinderarbeit

Link zur Mailaktion: https://www.kinderarbeitstoppen.at/gerechtigkeit-fordern

Videoserie: Kinderstimmen gegen Kinderarbeit: www.kinderarbeitstoppen.at/kinderstimmen-gegen-kinderarbeit

Die Initiative „Kinderarbeit stoppen“ ist ein Bündnis aus der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, Jugend Eine Welt, FAIRTRADE Österreich, Kindernothilfe Österreich und solidar Austria. Gemeinsam mit Partnerorganisationen im Globalen Süden setzt sich das Bündnis dafür ein, Kinder aus ausbeuterischer Arbeit zu befreien, den Schulbesuch zu ermöglichen und die Rechte von Kindern zu stärken.

Kontakt:
Dreikönigsaktion
Telefon: +43 676 88011 1073
E-Mail: georg.bauer@dka.at

Veranstaltungsankündigung: Öl, Extraktivismus und die Klimakrise: Aktivismus in Zeiten von shrinking spaces

Gemeinsam mit Menschenrechtsaktivist;innen wird bei der Veranstaltung vom VIDC am 8. Juni in Wien diskutiert, welche Folgen unternehmerische Interessen europäischer Konzerne auf Mensch, Umwelt und Klima in Uganda haben, welche Strategien sie in Zeiten von wachsender Autokratie und shrinking civil spaces entwickelt haben, die Notwendigkeit von transnationaler Solidarität und welche Rolle Österreich spielen kann.

Zurzeit baut die ugandische Regierung mit internationalen Ölkonzernen wie Total Energies mit Hochdruck an über 400 Ölbrunnen und der längsten beheizten Ölpipeline der Welt, der East African Crude Oil Pipeline (EACOP). Als Motor für wirtschaftliche Entwicklung beworben, sorgte das fossile Großprojekt jedoch bereits für zahlreiche unzulässige Landenteignungen und die Zerstörung der Lebensgrundlagen vieler Anwohnerinnen, Repressionen gegen Kritikerinnen, Zerstörung sensibler Ökosysteme und massive soziale, ökonomische und psychische Langzeitfolgen für lokale Gemeinschaften. Gleichzeitig regt sich seit Jahren ziviler Widerstand gegen die East African Crude Oil Pipeline, von den betroffenen Gemeinden vor Ort bis zu internationalen aktivistischen Netzwerken.

Am Podium
– Janepher Baitwamasa ist Programmkoordinatorin der Organisation Navigators of Development Association (NAVODA).
– Christopher Opio leitet die Oil Refinery Residents Association (ORRA) und gründete die Jugendorganisation NatureTalk Africa (NaTa).
– Nicholas Omonuk gründete End Fossil Occupy Uganda und  Mitglied bei Agape Earth Coalition, Fridays for Future, United for Climate Justice. 
– Fatim Selina Diaby engagiert sich an der Schnittstelle von Gesundheit, Klima und Gerechtigkeit.

Mehr Info und Anmeldung

Pressekonferenz der ARGE Weltläden: Österreichs Weltläden trotzen Einzelhandelskrise

Umsatzplus der Weltläden ist doppelt so stark wie der gesamte Biomarkt.

Der österreichische Einzelhandel befindet sich in einer tiefen Krise. Die Umsätze des Gesamt-handels sinken kontinuierlich, die Zahl der Insolvenzen im Handel erreichte ein Rekordniveau. In den Kleinstädten steigen die Leerstandsquoten immer weiter an. In vielen Gemeinden zählen Weltläden heute zu den letzten verbliebenen Frequenzbringern in den Innenstädten – Orte der Begegnung, der qualifizierten Beratung und bewusster Kaufentscheidungen und sie zeigen: Ein anderes Wirtschaften ist möglich – und zwar erfolgreich.

Dieses stabile Wachstum ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines klaren Gegenmodells zum konventionellen Handel: bewusster Konsum und ein Handelsmodell das soziale Gerechtigkeit, ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Stabilität miteinander verbindet.

Die ARGE Weltläden präsentiert bei dieser Pressekonferenz detaillierte Ergebnisse der Branche.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Start der neuen weiblichen Doppelspitze der österreichischen Weltläden. Sie steht für Aufbruch, Professionalisierung und die konsequente Weiterentwicklung eines Handels, der den Menschen – entlang der gesamten Lieferkette – in den Mittelpunkt stellt.

Die Botschaft ist klar:
Fairer Handel ist kein Nischenmodell, sondern ein zukunftsfähiges Gegenmodell zum kriselnden Handel.

Termin:
Donnerstag, 16.4.2026, 10:00 Uhr
Ort: C3 – Centrum für Internationale Entwicklung, Alois Wagner-Saal, Sensengasse 3, 1090 Wien
Anbei der Teams-Link zur PK: Pressekonferenz Arbeitsgemeinschaft Weltläden: Österreichs Weltläden trotzen der Einzelhandelskrise | Besprechung beitreten | Microsoft Teams

Als Gesprächspartnerinnen stehen Ihnen zur Verfügung:

•     Gerti Jaksch-Fliegenschnee, Obfrau der ARGE Weltläden

•     Johanna Aigner, Geschäftsführerin der ARGE Weltläden

Die ARGE Weltläden ist der österreichische Dachverband zur Förderung, Vernetzung und Professionalisierung der Weltläden. Sie vertritt 88 Standorte in ganz Österreich, hat 1993 Fairtrade Österreich mitbegründet und arbeitet seit fast 50 Jahren für eine Welt, in der fairer Handel die Regel ist – nicht die Ausnahme.

Für Rückfragen und Akkreditierung:
Johanna Aigner
Mobil: +43 (0)699 18144695   johanna.aigner@weltlaeden.at

Aviso: Pressetermin 14.04.2026: Hilfe kürzen? Kommt zurück wie ein Bumerang

Pressetermin mit Foto-Option am 14. April am Wr. Heldenplatz: NGOs appellieren an Regierung, das nächste Budget für Entwicklung und Humanitäre Hilfe zumindest auf dem Niveau von 2024 abzusichern

Inmitten einer weltweiten Krisenspirale verliert Österreich an Handlungsfähigkeit, denn ausgerechnet beim internationalen Engagement hatte die Bundesregierung im Doppelbudget für 2025 und 2026 den Sparstift angesetzt. Bis Ende 2026 wird das Budget für internationale Entwicklung, Humanitäre Hilfe, entwicklungspolitische Inlandsarbeit und Friedensförderung um rund ein Drittel gesunken sein.

Bei einem Pressetermin mit Foto-Option am Wiener Heldenplatz werden der entwicklungspolitische und humanitäre Dachverband AG Globale Verantwortung und Mitgliedsorganisationen – darunter CARE Österreich, Caritas Österreich, Diakonie Österreich, Österreichisches Rotes Kreuz – davor warnen, dass ein kaputtgespartes internationales Engagement

  • viele Regionen weiter destabilisiert,
  • die Krisenspirale zusätzlich befeuert und
  • Millionen Menschen die Zukunftschancen raubt.

Kurzsichtige Sparmaßnahmen werden auf Österreich zurückschlagen wie ein Bumerang.

Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung, wird vor Pressevertreter*innen sprechen und an die Bundesregierung appellieren, den Bumerang zu stoppen. Im Zuge des Budgets für 2027 und 2028 kann die Regierung noch eine echte Trendwende einläuten, um eine friedlichere, gerechtere und stabilere Welt mitzugestalten. Dafür ist es notwendig, die Kürzungen zurückzunehmen und das Budget für Entwicklung und Humanitäre Hilfe zumindest auf dem Niveau von 2024 abzusichern.

Details Pressetermin

  • 14. April 2026, 09:30 Uhr
  • Treffpunkt vor dem Erzherzog-Karl-Denkmal am Heldenplatz, 1010 Wien

Lukas Wank und Geschäftsführer*innen von Mitgliedsorganisationen stehen anschließend für Interviews zur Verfügung.

Rückfragen:
Hannah Hauptmann (sie/ihr)
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

hannah.hauptmann@globaleverantwortung.at
presse@globaleverantwortung.at
Tel.: +43 1/522 44 22 – 15

Internationale Gedenk- und Aktionstage

22. April: Tag der Erde
Er findet in über 175 Ländern statt. Die Idee hinter dem auch als Earth Day bezeichneten Aktionstag ist, für einen ökologischen bzw. umweltbewussten Lebensstil zu werben.

3. Mai: Internationaler Tag der Pressefreiheit.
Mit diesem Tag wird seit 1994 jährlich auf Verletzungen der Pressefreiheit sowie auf die grundlegende Bedeutung freier Berichterstattung für die Existenz von Demokratien aufmerksam gemacht.

8. Mai: Internationaler Weltrotkreuz- und Rothalbmondtag
Inoffizieller internationaler Gedenk- und Feiertag, anlässlich des Geburtstags von Henry Dunant, dem Begründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung.

15. Mai: Internationaler Tag der Familie
Ein offizieller Gedenktag der Vereinten Nationen.

16. Mai: Internationaler Tag des Lichts
Die UNESCO hebt an diesem Tag die Bedeutung des Lichts hervor, unter anderem in Wissenschaft, Kultur, Kunst, Bildung, Medizin, Kommunikation und Energienutzung.

17. Mai: Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT)
Die Initiative zu diesem Tag ging von Louis-George Tin aus, der heute der französischen Sektion der International Lesbian and Gay Association vorsteht. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, damals strich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel.

21. Mai: Internationaler Welttag der kulturellen Entwicklung
Auch „Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung“, ausgerufen von der UNESCO.

25. Mai: Afrikatag
Der Afrikatag ist ein jährlicher Erinnerungstag an die Gründung der Organisation für Afrikanische Einheit am 25. Mai 1963. Sie gilt als Vorgängerorganisation der 2001 gegründeten Afrikanischen Union. An diesem Tag wurde in Addis Abeba (Äthiopien) die Charta von 30 afrikanischen Staaten unterzeichnet. In vielen Ländern Afrikas ist der 25. Mai seitdem ein gesetzlicher Feiertag.

1. Juni: Internationaler Kindertag
Der auch Weltkindertag oder Internationaler Tag des Kindes genannte Tag wird in über 145 Staaten der Welt begangen, um auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder und speziell auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen. Es gibt aber kein einheitliches Datum. In über 40 Staaten, wie in China, in vielen mittel- und osteuropäischen Ländern sowie Nachfolgestaaten der Sowjetunion wird am 1. Juni der Internationale Kindertag begangen. In Deutschland und Österreich wird am 20. September der Weltkindertag ausgerichtet, aber auch der 1. Juni als Internationaler Kindertag gefeiert. Die Vereinten Nationen begehen den Weltkindertag am 20. November als Internationalen Tag der Kinderrechte, dem Jahrestag, an dem die UN-Vollversammlung die Kinderrechtskonvention von 1989 verabschiedete; auch diesem Datum haben sich viele Staaten angeschlossen.

1. Juni: Weltbauerntag, Welterntetag und Weltmilchtag
Ausgerufen von UNESCO, UNO und FAO.

5. Juni: Internationaler Weltumwelttag
Ausgerufen 1972 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen.

8. Juni: Internationaler Welttag der Ozeane 
Dieser Aktionstag hat seinen Ursprung im Erdgipfel am 8. Juni 1992 in Rio de Janeiro. Seit 2009 er als Welttag der Ozeane von den Vereinten Nationen begangen. Ziel des Tages ist es, weltweit Aufmerksamkeit für aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit den Ozeanen zu erlangen.