Recherchehinweis: SDG 8 – Bezahlbare und Saubere Energie

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Infos und Input rund um SDG 8 – Bezahlbare und Saubere Energie

Erneuerbaure Energien – das Thema ist seit Jahren ein Dauerbrenner. Durch die Entwicklungen rund um die Klimabewegung, das Pariser Klimaabkommen etc. gewannen sie weiter an Bedeutung.
In Österreich kamen in den vergangenen Wochen und Monaten Bewegung rein, nachdem die türkisgrüne Bundesregierung ein Gesetz dazu auf den Weg brachte (s.u.).

SDG 8 betont, dass man das Thema global und nachhaltig angehen muss.

SDG 8 im Detail

7.1
Bis 2030 den allgemeinen Zugang zu bezahlbaren, verlässlichen und modernen Energiedienstleistungen sichern

7.2 Bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix deutlich erhöhen

7.3 Bis 2030 die weltweite Steigerungsrate der Energieeffizienz verdoppeln

7.a Bis 2030 die internationale Zusammenarbeit verstärken, um den Zugang zur Forschung und Technologie im Bereich saubere Energie, namentlich erneuerbare Energie, Energieeffizienz sowie fortschrittliche und saubere Technologien für fossile Brennstoffe, zu erleichtern, und Investitionen in die Energieinfrastruktur und saubere Energietechnologien fördern

7.b Bis 2030 die Infrastruktur ausbauen und die Technologie modernisieren, um in den Entwicklungsländern und insbesondere in den am wenigsten entwickelten Ländern, den kleinen Inselentwicklungsländern und den Binnenentwicklungsländern im Einklang mit ihren jeweiligen Unterstützungsprogrammen moderne und nachhaltige Energiedienstleistungen für alle bereitzustellen

Zum vollständigen Resolutionstext in deutscher Übertragung

Aspekte & Fragestellungen rund um SDG 8

  • Österreich bietet nicht zuletzt aufgrund der Ablehnung von Atomenergie verschiedenste Aspekte, Unternehmen, Personen und Initiativen in diesem Bereich (vgl. auch Weiterführendes & Ansprechpersonen).
  • Zudem bringt die türkisgrüne Bundesregierung mit dem EAG (Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz) einen neuen Rahmen in Sachen Ausbau von Energie aus erneuerbaren Quellen auf den Weg, auch wenn sich dieses noch etwas verzögern wird.
  • Das EAG ist ein Schritt, auf den seit Jahren gewartet wurde. Nicht zuletzt von Firmen im Bereich der erneuerbaren Energien.
  • Aber: Reichen die Schritte, die Österreich in den kommenden Jahren geht, aus? Können so die Pariser Klimaziele erreicht werden?
  • Klima-AktivistInnen-Gruppen etwa kritisieren, dass weiterhin zuviel etwa in Kohlekraft investiert wird und nehmen hierbei auch Banken wie die Raiffeisen und Erste Bank in die Verantwortung.
  • International gesehen spielt das Thema für Österreich bei der Entwicklungszusammenarbeit eine Rolle. Projekte der Austrian Development Agency (ADA) widmet sich Energieaspekten in den Schwerpunktländern der EZA und in anderen Regionen des Globalen Südens.
  • Ganz generell: Können sogenannte Entwicklungs- und Schwellenländer von erneuerbaren Energien profitieren?
  • Einige Staaten des globalen Südens setzen jedenfalls schon auf erneuerbare Energie, etwa Ruanda.
  • Wie sieht es global gesehen aus: wie ist die Rolle Chinas zu bewerten, dass sich einerseits in jüngerer Zeit als „grüner Musterschüler“ gibt, andererseits aber in anderen Ländern noch Kohlekraftwerke baut?
  • USA: Werden sie unter dem gewählten Präsidenten Joe Biden den Weg zurück Richtung erneuerbare Energien gehen, wie auch schon unter Barack Obama?
  • Was wurde aus dem geplanten Megaprojekt Desertec, mit dem in der Sahara im großem Maßstab für Europa Strom gewonnen werden soll? Wird es mitunter doch umgesetzt, wie in letzter Zeit berichtet wird?

Weiterführendes & Ansprechpersonen

Infos rund um die Umsetzung der SDGs in Österreich (zivilgesellschaftliche Initiative):
SDG Watch Austria

Verantwortlich für das EAG-Gesetzespaket ist das Bundesministerium für Umwelt & Energie

Reaktionen/Einschätzungen dazu können etwa kommen von:

Erneuerbare Energie Österreich
www.erneuerbare-energie.at

IG Windkraft
igwindkraft.at
Kontakt Presse
Mag. Martin Jaksch-Fliegenschnee
+43(0)660-20-50-755
m.fliegenschnee@igwindkraft.at

Interessante Firma: Windkraft Simonsfeld spielt im Konzert der großen Windstromproduzenten mit, das Unternehmen von Vorstand Martin Steininger setzt auf Verantwortung und Nachhaltigkeit.

Der Österreichische Biomasseverband bezieht laufend zur Energiepolitik Stellung.

Die AktivistInnengruppe „System change not climate change“ hat sich u.a. mit dem Thema Energiepolitik (inkl. Positionspapier) auseinandergesetzt:

Beispiele für Projekte der Austrian Development Agency:

  1. SOLTRAIN – solarthermische Ausbildung im südlichen Afrika (SADC-Raum): Mit Sonnenenergie in die Zukunft, etwa in Namibia.

2. Unterstützung für das Globale Netzwerk Regionaler Energiezentren (Global Network of Regional Sustainable Energy Centres, GN-SEC):

Seit 2010 baut die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) das Globale Netzwerk für regionale nachhaltige Energiezentren auf. Dabei arbeitet sie eng mit Wirtschaftsgemeinschaften in Entwicklungsländern zusammen.

Die Kompetenzzentren für erneuerbare Energien und Energieeffizienz setzen wichtige Impulse für gesellschaftliche Veränderungsprozesse in Richtung nachhaltige Energielösungen und Klimaneutralität. Mittlerweile umfasst das Netzwerk acht Zentren: in Afrika (Ägypten, Kap Verde, Namibia, Uganda), im pazifischen Raum (Tonga), in der Karibik (Barbados), in Zentralamerika (El Salvador) und in der Region Himalaya-Hindukusch (Nepal).

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit war federführend an der Entstehung der Zentren beteiligt. Heute haben sie zahlreiche internationale Partner, etwa die Europäische Union, die Weltbank und verschiedene bilaterale Entwicklungsagenturen.

Aktuelles Interview mit Martin Lugmayr (UNIDO) zum Thema. Kontakt von Martin Lugmayr auf Anfrage!

Weiteren Einblick in ADA-Projekte im Bereich Erneuerbare Energie gibt es hier und hier.

Infos & Kontakte zu Projekten der österreichischen EZA liefert die Pressestelle der Austrian Development Agency:
entwicklung.at/mediathek/presse

Dr. Daniel Ayuk Mbi Egbe von der Johannes Kepler Uni Linz ist Experte für Solarenergie und Koordinator von ANSOLE, African Network for Solar Energy