Archiv der Kategorie: Termin

Online-Pressekonferenz: CARE-Krisenreport 2025 am 27. Januar 2026

Die humanitäre Lage spitzt sich weltweit und vielfältig zu: Konflikte werden langwieriger, die Klimakrise verschärft Notlagen, Kürzungen treffen die Ärmsten. Zahlreiche humanitäre Notlagen konkurrieren um Aufmerksamkeit vor dem Hintergrund zunehmend knapper Ressourcen.

Das zeigte sich 2025 auch in der Berichterstattung: Während die Kriege in Gaza, im Sudan und in der Ukraine die globalen Schlagzeilen dominierten, waren andere humanitäre Brennpunkte wenig sichtbar. Die Analyse von fünf Millionen Online-Artikeln im CARE-Krisenreport 2025 zeigt, welche zehn Krisen im Vorjahr weltweit am wenigsten mediale Beachtung fanden.

Im Rahmen eines Online-Pressegesprächs präsentiert CARE die zentralen Ergebnisse des Reports und diskutiert folgende Fragen: Warum geraten bestimmte humanitäre Krisen aus dem Blick? Welchen Preis zahlen die Betroffenen? Was können Medien, Politik und Zivilgesellschaft tun, damit die Not von Millionen Menschen mehr Beachtung findet?

Im Gespräch mit:
•    Karl-Otto Zentel, Generalsekretär CARE Deutschland (zugeschaltet aus Bonn) 
•    Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin CARE Österreich (zugeschaltet aus Wien) 
•    Charlene Pellsah Ambali, stv. Länderdirektorin CARE Simbabwe (zugeschaltet aus Harare) 
•    Hans Das, stv. Generaldirektor und Chief Operations Officer für Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (DG ECHO) (zugeschaltet aus Brüssel)

Moderation:
•    Kelly Muthusi, CARE Regional Communications Associate für Ost- und Zentralafrika

Online-Mediengespräch: Zehn humanitäre Krisen, die 2025 keine Schlagzeilen machten 
•    Datum: 27.01.2026, 10:00 – 10:45 Uhr 
•    Ort: Online via Zoom

Hinweis für Redaktionen: Der Bericht und die damit zusammenhängenden Informationen unterliegen einer Sperrfrist bis zum 28. Januar 2026, 06:00 Uhr CET.

Das Mediengespräch findet auf Englisch statt. Um Anmeldung bei Katharina Kohl unter kohl@care.de wird gebeten.

Online-Vortrag: Nach den tödlichen Unruhen – ein Ausblick nach Tansanias historischem Bruch

Während der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Oktober letzten Jahres kam es landesweit zu Protesten. Ökonomische Perspektivlosigkeit, Korruption, zunehmende Repressionen sowie offensichtlicher Wahlbetrug der Regierung ließen den Unmut insbesondere der jüngeren Bevölkerung in allen großen Städten eskalieren. Die blutige Niederschlagung der Proteste markiert einen neuen Tiefpunkt in der immer autoritärer werdenden Politik der Regierung unter Suluhu Hassan. Wohin driftet das bis vor kurzem noch als Friedens- und Stabilitätsanker in Ostafrika geschätzte Land nach dieser historischen Zäsur?

Am 22. Jänner und 19 Uhr informiert darüber Christian Denzin, Leiter des Auslandsbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Tansania für SADDOC.

Er ist Leiter des Auslandsbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Tansania. Er vertritt dort die sozialdemokratische Stiftung in der Zusammenarbeit mit Politik, Zivilgesellschaft und Gewerkschaften. Von 2020-2024 betreute er von Berlin aus die Arbeit der FES in Washington und leitete von 2015-2019 das FES Regionalprojekt für sozial-ökologische Transformation in Mexiko. Er hat einen Master of Arts in Global Studies der Universitäten Leipzig, Stellenbosch und Breslau.

​Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung an sekretariat@sadocc.at gebeten. Der Link wird zeitnah an die angemeldeten Personen verschickt.

Mehr Info

Aviso Pressegespräch: Präsentation Menschenrechtsbefund 2025

Anlässlich des Human Rights Day am 10. Dezember lädt die Österreichische Liga für Menschenrechte zur alljährlichen Präsentation des Menschenrechtsbefundes ein.

Die beim Pressegespräch präsentierten Themen:

  • Der Rechtsstaat in Gefahr
  • Die Klimakrise kostet Menschenleben und Menschenrechte
  • Situation im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Wann: Mittwoch, 10. Dezember 2025, 10 Uhr

Wo: Café Museum, 1010 Wien, Operngasse 7

Am Podium:

Barbara Helige: Präsidentin Österreichische Liga für Menschenrechte

Franz Essl: Ökologe und Biodiversitätsforscher, Universität Wien

Sebastian Öhner: Vorstandsmitglied mit Schwerpunkt Kinderrechte

Kontakt:

Vera Krischke, Österreichische Liga für Menschenrechte
Tel.: 0676 360 94 63
E-Mail: admin@liga.or.at

Österreichische Liga für Menschenrechte

Die Österreichische Liga für Menschenrechte setzt sich seit 1926 für die Umsetzung und Einhaltung der Menschenrechte ein. Sie greift aktuelle Themen auf und arbeitet in Veranstaltungen, Projekten und durch Öffentlichkeitsarbeit mit den unterschiedlichsten Zielgruppen zu menschenrechtlich relevanten Themen. Die Liga ist das österreichische Mitglied der FIDH und international sowie national mit anderen NGOs sehr gut vernetzt.

www.liga.or.at

Pressegespräch: „Kriminalität in Österreich: Starker Rückgang bei der Anzahl der Verurteilten“

Günther Ogris, Sozialwissenschafter und Vorsitzender des dema!nstituts #Demokratie für alle, spricht über aktuelle Trends in der Kriminalität, wie groß der Anteil an ausländischen Staatsbürger:innen wirklich ist und welche methodischen Fallstricke bei Interpretation und öffentlicher Kommunikation immer wieder zu Verzerrungen führen.

Wann: Donnerstag, 27. November 2025, 10 Uhr

Wo: Restaurant Utopia, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien

Themen des Pressegesprächs:

  • Warum die Kriminalitätsrate entgegen der öffentlichen Wahrnehmung niedriger ist als vor 30 Jahren
  • Weshalb trotz Einwanderung der Anteil der Verurteilten aus dem Ausland sinkt
  • Warum die Tatverdächtigen mehr und die Verurteilten weniger werden
  • Wieso es Unterschiede bei der polizeilichen Kriminalitätsstatistik im Vergleich zur Statistik der Justiz gibt

Für Rückfragen und zur Anmeldung: 
guenther@ogris.wien 
0664 122 22 05

Aviso: Mediengespräch: „COP30 – Klimapolitik in Zeiten der Polykrise“

Am letzten Tag der Konferenz berichten Keywan Riahi und Reinhard Mechler vom Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) im Rahmen eines Mediengespräches von Diskurs. Das Wissenschaftsnetz über den Stand der Verhandlungen. Die beiden Wissenschaftler sind ausgewiesene Experten für Treibhausgasreduktion, Klimaanpassung und Resilienz und haben an zahlreichen Berichten des Weltklimarats (IPCC) sowie an vielen Weltklimakonferenzen mitgewirkt. Keywan Riahi wird sich live aus Brasilien direkt von der COP30 zuschalten

Wann: 21. November 2025, 12.00 Uhr
Wo: online via Zoom

Zur Anmeldung

Zehn Jahre nach dem bahnbrechenden Pariser Klimaabkommen steht die internationale Gemeinschaft an einem Scheidepunkt. Der Zustand des Weltklimas ist alarmierend: Die Treibhausgasemissionen steigen weiter, und die Erwärmung der Erde nimmt zu. Es ist klar, dass es der internationalen Gemeinschaft nicht gelungen ist, die globale Erwärmung unter 1,5 Grad zu halten – das Zeitfenster für entscheidende Weichenstellungen hin zu einer nachhaltigen Zukunft schließt sich zunehmend. „Overshoot Management“ rückt zunehmend in den Vordergrund – also Strategien und Maßnahmen, um nach einer vorübergehenden Überschreitung des 1,5-Grad-Ziels die Erwärmung wieder zu senken, etwa durch verstärkte Emissionsminderung, CO₂-Entnahme (negative Emissionen) und gezielte Anpassungsmaßnahmen. Wie der *Zweite Österreichische Sachstandsbericht zum Klimawandel* (AAR2) vom Juni 2025 zeigt, ist Österreich bereits stark betroffen: Seit 1900 hat sich das Land im Durchschnitt um 3,1 Grad und damit fast doppelt so stark wie der globale Mittelwert erwärmt.

Die Ausgangslage für die 30. Weltklimakonferenz, die am 10. November begann, war daher äußerst herausfordernd. Die COP30 zielte darauf ab, die 1,5-Grad-Grenze des Pariser Abkommens wieder erreichbar zu machen – durch ambitioniertere nationale Klimapläne (NDCs), verstärkte Klimafinanzierung für Entwicklungsländer und einen gerechten Übergang zu erneuerbaren Energien. Dabei sollten Klimaschutz, Resilienz und nachhaltige Entwicklung noch stärker miteinander verknüpft werden. Wissenschaftliche und ökonomische Erkenntnisse betonen den Nutzen und die Dringlichkeit frühzeitigen Handelns. Doch der Klimawandel interagiert zunehmend mit anderen globalen Krisen – von Pandemien und Naturkatastrophen bis hin zu wirtschaftlichen Schocks und geopolitischen Spannungen. Diese überlappenden Herausforderungen („Polykrisen“) überfordern herkömmliche Governance-Modelle und Lösungsansätze. Sie erfordern somit integrierte, interdisziplinäre Strategien. Vor diesem Hintergrund forschen und diskutieren das IIASA und seine Partner, wie sich miteinander verknüpfte globale Krisen in Chancen für Klimaresilienz und nachhaltige Entwicklung verwandeln lassen.

Inputs: 

Keywan Riahi, (IIASA): „Nichtstun ist keine Option. Nur entschlossenes Handeln kann die Lebensgrundlagen unseres Planeten sichern“

Reinhard Mechler, (IIASA): „Klimaanpassung alleine ist nicht die Lösung: Resilienz rückt in den Vordergrund“

Moderation: Anna Hasenauer (Diskurs. Das Wissenschaftsnetz)

Für Rückfragen:

Cosima Danzl
danzl@diskurs-wissenschaftsnetz.at
+43 660 721 83 75

Alexander Behr 
alexander.behr@univie.ac.at
+43 650 34 38 37 8

AVISO Online-Pressegespräch zu ausstehenden int. Klimageldern: NGOs kritisieren verantwortungslose Politik mit Folgen für öst. Bäuer*innen

Caritas, Globale Verantwortung, Hilfswerk und Welthaus Graz fordern zum Start der COP30 von öst. Regierung, Zusagen zu internationaler Klimafinanzierung einzuhalten.

Für 2025 kündigte das BMLUK bis zu 15 Millionen Euro für internationale Klimaprojekte in Ländern des Globalen Südens an. Doch zu einer Ausschüttung kam es nie – ein fatales Signal an Österreichs internationale Partner im Kampf gegen die Erderhitzung.

Nach dem EU-Klimaministerrat mit verantwortungslosen Ergebnissen und zum Start der 30. UN-Klimakonferenz (COP30) laden Caritas Österreich, Hilfswerk International, Welthaus Graz und ihr Dachverband AG Globale Verantwortung Journalist*innen zu einem Online-Pressegespräch ein. Dabei werden sie Klima- und Umweltschutzminister Norbert Totschnig nach dem Verbleib der zugesagten Mittel fragen und ihn dazu auffordern, diese rasch auszuschütten und für die kommenden Jahre zu budgetieren. An die Koalitionspartner*innen Andreas Babler und Beate Meinl-Reisinger werden die Expert*innen appellieren, die klimapolitische Rückschrittlichkeit nicht mehr hinzunehmen. Ein ambitionierter internationaler Klimaschutz ist Bedingung für eine lebenswerte Zukunft in Partnerländern und in Österreich. Das erkannten auch steirische und argentinische Landwirt*innen in einem vom BMLUK geförderten Projekt.

Expert*innen

Alexander Bodmann, Vizepräsident der Caritas Österreich und Caritasdirektor der Erzdiözese Wien

Stefan Fritz, Geschäftsführer von Hilfswerk International

Martin Krenn, Klimaexperte der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO)

Margareta Moser, Koordinatorin von Klima- und Landwirtschaftsprojekten bei Welthaus Graz

Moderation: Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung

Anmeldung
Montag, 10.11.2025
09:30 Uhr
online (MS Teams)
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und bitten online um Anmeldung.

Hintergrund

Die österreichische Bundesregierung ist unter anderem durch das Pariser Klimaabkommen, das Regierungsprogramm und das Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungspolitik 2025 bis 2027 dazu verpflichtet, Länder des Globalen Südens beim Erreichen der Klimaziele zu unterstützen. Klimaexperte Martin Krenn wird im Pressegespräch erörtern, weshalb bilaterale Klimaprojekte eine notwendige Ergänzung zu internationalen Mechanismen der Klimafinanzierung sind. Im Rahmen dieser können österreichische NGOs und ihre lokalen Projektpartner*innen direkt die Handlungs- und Widerstandsfähigkeit von besonders benachteiligten und gefährdeten Menschen im Globalen Süden stärken. Diese Menschen haben kaum zu den Ursachen der Klimakrise beigetragen, sind aber überproportional von deren Auswirkungen betroffen, etwa Extremwetterereignissen wie zuletzt Hurrikan „Melissa“.

Kontakt
Hannah Hauptmann (sie/ihr)
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: hannah.hauptmann@globaleverantwortung.at
Tel.: +43 1/522 44 22 – 15
Mobil: +43 699/17 20 42 07

Aviso: Gespräch mit hochrangiger CIMI-Delegation (Einsatz für Indigene in Brasilien)

Die Bedrohung der indigenen Völker Brasiliens und die Zerstörung des Amazonas-Gebietes nimmt weiterhin zu. Am 21. Oktober kommen Kardinal Leonardo Steiner (Präsident von CIMI), Marcley Pataxó (Kazike der Pataxó) und Luís Ventura Ferndández (Generalsekretetär von CIMI) nach Wien, um den aktuellen Bericht zu Gewalt gegen indigene Völker und Gegenstrategien (auch im Vorfeld der Cop30 vom 10.-21.11.2025 in Belem/Brasilien) vorzustellen. CIMI, die Fachstelle der brasilianischen Bischofskonferenz für indigene Gemeinschaften, ist langjährige Partnerorganisation der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar.

Zeit:        Dienstag, den 21. Oktober 2025, 14:30 bis 16:30 Uhr
Ort:         Sitzungsraum der KOO, Schottenring 35/DG, 1010 Wien

Für Übersetzung aus dem Portugiesischen ist gesorgt. Kardinal Steiner spricht auch Deutsch, Luis Ventura Fernández auch Spanisch.

Kardinal Leonardo U. Steiner: 2019 von Papst Franziskus zum Erzbischof von Manaus, 2022 zum Kardinal ernannt, Präsident von CIMI seit 2023 ist eine prophetische Stimme in der Amazonasregion, der sich für die Rechte der indigenen Völker und die integrale Ökologie einsetzt.

 Marcley Pataxó: Kazike (Führungsperson) des indigenen Volkes der Pataxó im Bundesstaat Bahia. Die Pataxó kämpfen für die Demarkierung/Abgrenzung ihres Territoriums und sind vielen Bedrohungen von Seiten der  Agrarindustrie ausgesetzt. Immer wieder werden gewalttätige Angriffe ausgeführt, die auch mit Morden (zum Beispiel an der Anführerin Maria Fátima Muniz de Andrade, bekannt als Nega Pataxó Hã-Hã-Hãe) enden.  Aktuell ist der Süden Bahias das Gebiet mit der zweithöchsten Anzahl an Konflikten um indigene Gebiete in ganz Brasilien.

 Luis Ventura Fernández: Seit 2023 Generalsekretär von CIMI. Er arbeitete zuvor fast 20 Jahre lang mit den indigenen Völkern des Bundesstaates Roraima im Amazonasgebiet und hat einen Uni-Abschluss in Anthropologie und Politikwissenschaften.

 Die indigenen Völker in Brasilien sind durch die Expansion der Agrar- und Bergbauindustrie verstärkt Bedrohungen wie illegalem Bergbau (Goldabbau), Abholzung für Soja- und Viehzucht, gewaltsamer Vertreibung und Kriminalität ausgesetzt. Auch die Folgen des Klimawandels wie einerseits andauernde Trockenheit mitsamt riesigen Waldbränden und andererseits Überschwemmungen durch sintflutartigen Starkregen bedrohen zunehmend die Lebensgrundlagen. Die Fachstelle für indigene Gemeinschaften der brasilianischen Bischofskonferenz (CIMI) ist Partnerorganisation der Dreikönigsaktion und setzt sich seit Jahrzehnten vehement für die Rechte der indigenen Gruppen in Brasilien ein.

 Die Gewalt gegen indigene Völker – und damit die zunehmende Zerstörung des Amazonas-Gebietes mit negativen Klimafolgen für die ganze Welt – hat sich zuletzt in allen Regionen Brasiliens verschärft. Der Hauptgrund für diese Eskalation war das Inkrafttreten des Gesetzes 14.701/2023, das den zeitlichen Rahmen für indigene Gebiete festlegte. Dieses „Stichtag-Gesetz“ ist ein massiver Angriff auf das verfassungsmäßig garantierte Recht der Indigenen auf ihr Land, da nun nur noch diejenigen Länder von den Indigenen rechtlich beansprucht werden können, auf denen die Indigenen noch im Jahr des Inkrafttretens der brasilianischen Verfassung 1988 leben konnten. Der CIMI-Gewaltbericht 2024 macht deutlich, dass die neue Regelung zu einer Zunahme von Angriffen, Morden und Rechtsverletzungen in indigenen Gebieten geführt hat. Deswegen setzt sich CIMI dafür ein, das Gesetz wegen Verfassungswidrigkeit zu annullieren.

 Um Anmeldung wird gebeten!

 Kontakt:
Georg Bauer, georg.bauer@dka.at, 0676 88011 1073

Recherchematerial: SDG 2 – Kein Hunger

„Zunächst braucht der Körper des Opfers seinen Vorrat an Zucker und Fett auf. Er verfällt in einen apathischen Zustand, der ihm alle Energie, Willenskraft und Widerstandsfähigkeit nimmt. Rasch verlieren die Opfer, ihrer Energiereserven beraubt, an Gewicht. Das Immunsystem bricht zusammen.“ Jean Ziegler, 2025

Hunger ist ein Massaker. Jeden Tag sterben ungefähr 24.000 Menschen an den Folgen von Hunger – alle 13 Sekunden ein Kind unter fünf Jahren. Es ist der Skandal unserer Zeit, schreibt Jean Ziegler, der ehemalige UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, in seinem neuesten Buch „Trotz alledem: Warum ich die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht aufgebe“. Denn trotz ausreichender globaler Nahrungsmittelproduktion und Überfluss leiden Millionen von Menschen an Hunger und den Folgen von Mangelernährung, weil für sie sichere und nahrhafte Lebensmittel nicht zugänglich oder nicht bezahlbar sind. Weltweit hungert etwa jeder zehnte Mensch. Diese Realität bedroht die Erreichung des Ziels für nachhaltige Entwicklung 2 (SDG 2) und darüber hinaus auch die gesamte Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, da Hunger Menschen ihrer Gesundheit und Lebensgrundlagen beraubt sowie die Stabilität von Gesellschaften und Staaten untergräbt. Die diesjährige Ausgabe des Berichts der Welternährungsorganisation (FAO) untersucht diese Dynamik und zeigt, wie wichtig koordinierte, evidenzbasierte Strategien sind, um Hunger und alle Formen von Unterernährung (SDG-Ziel 2.2) zu beenden – insbesondere bei Kindern, Jugendlichen und Frauen.

Eine Initiative im Sudan, die bei diesen besonders vulnerablen Gruppen ansetzt, sind Gemeinschaftsküchen. Durch den Krieg wurden über zehn Millionen Menschen vertrieben, und über acht Millionen Menschen im Sudan leiden laut Welthungerhilfe an Hunger. Die Gemeinschaftsküchen sind meist von Frauen geführte Organisationen (WLOs). Sie verteilen Mahlzeiten und unterstützen vertriebene Familien – und das ohne ausreichende Finanzierung. UN Women Austria berichtete im August 2025, dass eine WLO, die in acht sudanesischen Bundesstaaten tätig ist, mehr als die Hälfte ihrer Küchen schließen musste, da die Mittel fehlten.

Vollständiger Text der Agenda 2030: A/RES/70/1

Ziel 2 mit seinen Unterzielen:  https://www.sdgwatch.at/de/ueber-sdgs/2-kein-hunger/

Good to know – Infografiken und Infos auf einen Blick

Der Welthunger-Index (WHI) der Welthungerhilfe liefert eine umfassende Berechnung und Bewertung der globalen Hungersituation. Derzeit klassifizieren die nationalen WHI-Werte die Ernährungslage in 7 Ländern als „sehr ernst“: Haiti, Jemen, Madagaskar, Somalia und Südsudan, Burundi und Demokratische Republik Kongo. In weiteren 35 Ländern ist das Hungerniveau als ernst eingestuft.

Die Integrated Food Security Phase Classification (IPC) ist ein Instrument zur Einstufung der Ernährungssicherheit, des Ausmaßes von Unterernährung und Hunger, sowie zur Ableitung notwendiger Hilfsmaßnahmen. Sie wurde von der Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) entwickelt. Derzeit befinden sich weltweit 108.73 Millionen Menschen in einem Zustand der Krise oder schlimmer. Die Website bietet Länderanalysen an.

Auf der Website Our World in Data sind Daten und Visualisierungen zu Hunger und Unterernährung verfügbar.

Aspekte & Fragestellungen rund um SDG 2 – Kein Hunger

Hunger als Waffe

Alex de Waal, Direktor der World Peace Foundation an der Fletcher School of Law and Diplomacy, spricht deutlich von Hunger als Waffe. Diese wird bewusst als Kriegsstrategie eingesetzt, etwa in Äthiopien, wo in der Region Tigray systematisch Farmen und Ernten zerstört wurden und Nahrungsmittellieferungen blockiert wurden. Auch beim israelischen Gaza-Feldzug wurde Hunger bewusst als Waffe eingesetzt, so de Waal. Weitere Infos dazu auf der Website der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen und in der Edition N° 36 Im Kriegszustand von Le Monde diplomatique.

Mediales Verhungern

Warum macht Hunger keine Schlagzeilen?

Lediglich etwa 10 Prozent der Beiträge entfallen auf den Globalen Süden, obwohl dort etwa 85 Prozent der Weltbevölkerung leben, so Literatur- und Medienwissenschaftler Ladislaus Ludescher. Hunger ist geographisch gesehen mit dem Globalen Süden verbunden und macht, obwohl es Millionen betrifft, keine Schlagzeilen und wirkt sich kaum auf politisch Agenden aus. Im Südwind-Magazin thematisiert Ludescher das mediale Schweigen und die Auswirkungen.

Ernährung, Klima und Landwirtschaft

Wie wirkt sich die Klimakrise auf Ernährungssicherheit und Ernährungssouveränität aus?

  • Die Zunahme an Extremwetterereignissen wirkt sich direkt auf Ernteerträge aus. Eine aktuelle Studie der ETH Zürich kommt etwa zu dem Schluss, dass frühe Hitze Pflanzen auch in Mitteleuropa anfälliger für spätere Hitzewellen macht. Das führt zu 5–55 % höheren Verlusten bei Mais, Soja, Weizen und Gerste in den USA und Europa. Einen Infoartikel zu dieser Thematik bietet auch Our World in Data.
  • Klimawandel begünstigt die Ausbreitung eingeschleppter Schädlinge, durch mildere Winter und höhere Temperaturen.
  • Wasserknappheit: 72 Prozent des weltweit genutzten Süßwassers wird für die Produktion von Lebensmitteln verwendet. Zu den wasserärmsten Gegenden der Welt zählen insbesondere Länder in Nordafrika und Nahost. Mehr Infos dazu im Wasseratlas 2025 der Heinrich-Böll-Stiftung.

Weiterführende Infos

Die FAO zeigt in ihrem aktuellen Bericht zur Ernährungssicherheit The State of Food Security and Nutrition in the World 2025 auf wie die hohe Inflation in vielen Ländern die Kaufkraft und den Zugang zu gesunder Ernährung beeinträchtigt. Besonders gefährdete Gruppen sind Frauen und ländliche Gemeinden. Der Bericht betont die Bedeutung von Maßnahmen zur Stabilisierung der Märkte und fordert Investitionen in widerstandsfähige Agrar- und Lebensmittelsysteme, um langfristige Ernährungssicherheit zu gewährleisten.

Der aktuelle UNICEF Bericht zur Kinderernährung Feeding Profit. How food environments are failing children. (2025) hat festgestellt, dass starkes Übergewicht weltweit erstmals Untergewicht als die häufigste Form der Fehlernährung bei Kindern und Jugendlichen abgelöst hat. Diese Entwicklung ist trotzdem besorgniserregend, denn der Bericht stellt fest, dass Kinder und Jugendliche mit billigen und aggressiv vermarkteten hochverarbeiteten Lebensmitteln und zuckerhaltigen Getränken konfrontiert werden.

Wege aus der Krise: Die Organisationen Südwind und Dreikönigsaktion haben ein Factsheet zu Agrarökologie zusammengestellt.  Das Konzept der Agrarökologie beinhaltet mehr als biologische Landwirtschaft, auch wenn es auf deren Prinzipien aufbaut: Es geht um einen Kreislauf, in dem Boden, Pflanzenwachstum, Ernährung und Gesellschaft in wechselseitiger Beziehung stehen. Besonders Lebensmittelverschwendung und Fleischkonsum sind entscheidende Hebel für eine nachhaltige Ernährung, mehr dazu in der Presseaussendung.

Expert:innen zu Hunger, nachhaltiger Ernährung und globaler Gesundheit

Hager Ali ist Politologin und forscht am German Institute for Global and Area Studies (GIGA) zur Rolle von Streitkräften in den arabischen und nordafrikanischen Ländern und befasst sich dabei auch mit Hunger als Kriegstaktik. Regelmäßig berät sie Ministerien und andere Organisationen zu Demokratieförderung, Sicherheit und innerstaatlichen Konflikte in der MENA-Region und der Sahelzone.

Christian Haddad ist Politikwissenschafter. Seine Forschungsinteressen umfassen unter anderem globale Gesundheitspolitik, Politische Ökonomien der Gesundheitsforschung & Entwicklung.

Michael Hauser forscht am Institut für Entwicklungsforschung der BOKU zu Agrarökologie, Krisen und Resilienz. Er untersucht wie Menschen und ihre Organisationen komplexe Risiken in Agrar- und Ernährungssystemen bewältigen.

Janina Kehrist Professorin für Medizinanthropologie und Global Health am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien sowie Co-Leiterin des neuen Forschungsverbundes „Gesundheit in Gesellschaft“ an der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind unter anderem politische Anthropologie von Gesundheit und Krankheit, Biopolitik und planetarische Gesundheit.

Stefanie Lemke ist Universitätsprofessorin an der Universität für Bodenkultur (BOKU) und befasst sich mit Ernährungssicherheit. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Menschenrecht auf angemessene Nahrung und Ernährung, Ernährungssicherung, Gender, Intersektionalität, Ernährungssouveränität und nachhaltige Ernährungssysteme. Im Fokus ihrer Forschung ist Subsahara-Afrika.

Ladislaus Ludescher ist Postdoktorand am Germanistischen Seminar Heidelberg und Habilitand an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. In einer Langzeitstudie hat er Sendungen deutschsprachiger Leitmedien ausgewertet. Die Studie gelangt zu dem Schluss, dass die Länder des Globalen Südens in der Berichterstattung massiv und konstant vernachlässigt werden.

Naomi Reinschmidt ist Sozial- und Kulturanthropologin mit dem Schwerpunkt soziale Bewegungen und Umweltthemen. Sie ist im Koordinationsteam der Hunger.Macht.Profite Filmtage und arbeitet als  Bildungsreferentin  bei ÖBV- Via Campesina Austria zu Ernährungssouveränität.

Petra Rust ist Ernährungswissenschafterin. Sie befasst sich mit nachhaltiger Ernährung und Ernährung von vulnerablen Gruppen (insbesondere Kinder, Jugendliche).

Organisationen

Organisationen, die sich für menschwürdiges Leben und gegen Hunger einsetzen:

Brot für die Welt ist eine Nichtregierungsorganisation und entwicklungspolitische Aktion der evangelischen Kirchen in Österreich, die für globale Gerechtigkeit und gegen Hunger und Armut eintritt.

Caritas Österreich betreut derzeit rund 81 Projekte für eine Zukunft ohne Hunger. Maßnahmen zu verbesserten Anbaumethoden, Schulungen über Kompostierung, Düngung, Lagerung und Vermarktung der Ernte ebenso wie die Verteilung von Saatgut, landwirtschaftlichen Geräten und Nutztieren unterstützen Familien in den am stärksten betroffenen Ländern der Welt.

Die Dreikönigsaktion – Hilfswerk der Katholischen Jungschar Österreichs setzt sich für das Menschenrecht auf Nahrung ein. Die DKA tritt für einen Wandel der Agrar- und Ernährungspolitik weltweit ein, informiert über Agrarökologie und unterstützt Kleinbäuer:innen.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist die mit ca. 3.400 Mitarbeitenden weltweit größte und älteste Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Sie zählt World Food Programme (WFP) und dem Internationale Fund for Agricultural Development (IFAD) zu den drei in Rom ansässigen Ernährungsinstitutionen des UN-Systems.

FAIRTRADE verbindet Konsument:innen, Unternehmen und Produzent:innen. Faire Handelsbedingungen unterstützt Kleinbäuer:innen sowie Arbeiter:innen in den Ländern des Globalen Südens.

FIAN Österreich setzt sich als Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung ein. Als Teil von FIAN International kämpft FIAN Österreich seit 1986 für ein hungerfreies Leben für alle Menschen ein. FIAN hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen.

ÖBV – Via Campesina Austria ist die Vereinigung der Berg- und Kleinbäuer:innen in Österreich. Die bäuerliche Basisbewegung betreibt Agrarpolitik und Bildungsarbeit. Der Verein ist Teil der weltweiten Kleinbäuer:innen-Bewegung „La Via Campesina“ mit Organisationen in 73 Ländern und 200 Millionen Mitgliedern.

Slow Food ist eine weltweite Bewegung lokaler Gruppen und Aktivisten, die das gemeinsame Ziel verfolgen, allen Menschen den Zugang zu guten, sauberen und fairen Lebensmitteln zu ermöglichen. Edward Mukiibi ist Lebensmittel- und Landwirtschaftspädagoge, Agrarwissenschaftler und Präsident von Slow Food.

Die Tafel Österreich rettet Lebensmittel und versorgt damit kostenfrei armutsbetroffene Menschen in Sozialeinrichtungen. Jährlich landen in Österreich über eine Million Tonnen genießbarer Lebensmittel im Müll.

UNICEF unterstützt Kinder und Mütter weltweit mit Ernährungsprogrammen. Für 2025 benötigt die UN-Organisation 9,9 Mrd. US-Dollar, um Kinder in Konflikt- und Krisengebieten in einer zunehmend instabilen Welt zu unterstützen. Die Organisation warnt, dass 4,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren aufgrund der Kürzungen lebenswichtiger Leistungen ihr Leben verlieren könnten. Weitere sechs Millionen werden bis Ende 2026 voraussichtlich nicht mehr zur Schule gehen können.

Bücher zum Thema Hunger, Menschenrecht auf Nahrung, Ernährung und Gesellschaft

„Das größte lösbare Problem der Welt“ Die mediale Vernachlässigung des Globalen Hungers (2025)

Ladislaus Ludescher ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. In seiner Medienuntersuchung hat er 39 Medien ausgewertet, darunter über 8.000 Ausgaben von Nachrichtensendungen. Das Buch und einzelne Kapitel können hier heruntergeladen werden.

Trotz alledem: Warum ich die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht aufgebe (2025)

In seinem neuen Buch erinnert der Soziologe Jean Ziegler daran, dass im globalen Süden seit Jahrzehnten ein Vernichtungskrieg gegen die Schwächsten der Menschheit wütet, mit allein 2023 über sechzig Millionen Todesopfern.

Wie kommt der Hunger in die Welt? Antworten auf die Fragen meines Sohnes (2024)

Jean Ziegler, langjähriger UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, nimmt die Fragen seines Sohnes als Ausgangspunkt für seinen Klassiker der Globalisierungskritik. Die Erde könnte 12 Milliarden Menschen ernähren, tatsächlich aber werden sehr viele niemals satt. Ziegler hat die Fakten zum Welthunger zusammengetragen. Sein Befund ist deutlich: Hunger ist nicht Schicksal, sondern gemacht.

Rettet die Böden. Ein Plädoyer für eine nachhaltige Raumentwicklung (2024)

Zu viel fruchtbarer Boden wird täglich unwiederbringlich zerstört. Gernot Stöglehner, Universitätsprofessor für Raumplanung an der Universität für Bodenkultur Wien, befasst sich in seinem Buch mit Klimakrise, Ernährungssicherheit und autoorientierter Mobilität.

Regenerativ. Aufbruch in ein neues ökologisches Zeitalter (2024)

Mediziner und Biologe Martin Grassberger ist auch landwirtschaftlicher Facharbeiter und schreibt darüber, warum nachhaltig nicht mehr ausreicht. Regeneration statt Degeneration, sowohl von Landwirtschaft, Wasserkreislauf als auch Gesellschaft und Gesundheitssystemen.

Farming for Future. Leben und Arbeiten in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft (2024)

Lisa Bolyos ist Künstlerin und Redakteurin. In ihrem Buch kommen Bäuer:innen von sieben kleinbäuerlichen Betrieben zu Wort. Sie erzählen von der EU-Agrarpolitik, Schulden, Klimakrise, Ungleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit, aber auch Solidarität.

Termine zu Veranstaltungen mit Fokus auf Hunger

Oktober bis November 2025: FIAN Österreich und ÖBV – Via Campesina Austria organisieren die Hunger.Macht.Profite Filmtage zum Recht auf Nahrung.

14. Oktober 2025: f.eh-Symposium | Natur – Mensch – Gesundheit: Das unterschätzte Potenzial der Vielfalt

16. Oktober 2025: Welternährungstag

10.  bis 14. November 2025: Malnutrition Awareness Week 2025 der österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Klinische Ernährung (AKE)

27. November 2025: Österreichische Gesellschaft für Ernährung – Jahrestagung 2025 | Digitalisierung im Ernährungssektor: Ernährung 4.0 – Potenziale und Herausforderung

17. Dezember 2025: Die Hungerkrise | Vortrag an der Wirtschaftsuniversität Wien, Library & Learning Center Festsaal 1

Internationale Gedenk- und Aktionstage 2025

·         16. Oktober: Welternährungstag  bzw. Welthungertag, ausgerufen von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen 1945.

·         17. Oktober: Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut. 1987 von Joseph Wresinski initiiert, 1992 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen proklamiert

·         24. Oktober: Welttag der Vereinten Nationen und der Information über Entwicklungsfragen. An diesem Tag ist 1945 die Charta der Vereinten Nationen in Kraft getreten. Der Welttag der Information über Entwicklungsfragen findet seit 1972 auf Beschluss der UN mit dem Ziel statt, die weltweite Aufmerksamkeit auf die Entwicklungsprobleme zu lenken sowie auf die Notwendigkeit der Stärkung internationale Zusammenarbeit, um diese globalen Ungerechtigkeiten zu lösen.

·         2. November: Internationaler Tag gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalist:innen, 2013 von den Vereinten Nationen im Andenken an zwei in 2013 in Mali getötete Journalist:innen initiiert.

·         15. November: Writers in Prison Day, initiiert 1980 durch das 1960 gegründete „Writers in Prison“-Kommittee der Schriftstellervereinigung P.E.N., in dem über 150 Schriftstellerorganisationen aus mehr als 100 Nationen vereinigt sind. An diesem Tag wird an verfolgte, inhaftierte und ermordete Schriftsteller*innen sowie Journalist*innen erinnert.

·         16. November: Internationaler Tag für Toleranz. Am 16. November 1995 unterzeichneten 185 Mitgliedsstaaten der UNESCO die Erklärung der Prinzipien zur Toleranz. Seitdem erinnert die UNESCO jährlich an jene Regeln, die ein menschenwürdiges Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen und Religionen ermöglichen.

·         29. November: Buy Nothing Day. Der Buy Nothing Day (deutsch: Kauf-Nix-Tag) ist ein konsumkritischer Aktionstag am letzten Freitag im November. Er wird mittlerweile in 80 Ländern – auch in Österreich – organisiert. Er ist die Antwort auf den Black Friday, der in den USA traditionell die Kaufsaison für Weihnachten einleitet.

·         2. Dezember: Internationaler Tag zur Abschaffung der Sklaverei, von den Vereinten Nationen zur Abschaffung der Sklaverei initiiert in Erinnerung an die 1949 verabschiedete Konvention zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Ausbeutung von Personen. Weltweit leben immer noch mehr als 20 Millionen Menschen in Sklaverei oder sklavenähnlichen Verhältnissen.

·         5. Dezember: Internationaler Tag des Ehrenamtes zur Anerkennung und Förderung ehrenamtlichen Engagements. Der Tag wurde 1985 von den Vereinten Nationen (UN) beschlossen.

·         10. Dezember: Tag der Menschenrechte. Seit 1948 wird an diesem Tag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gedacht und von Menschenrechtsorganisationen genutzt, um auf Verletzungen dieser Rechte hinzuweisen.

·         18. Dezember: Internationaler Tag der Migrant:innen. 2000 hat die UNO diesen Tag ausgerufen, 1990 wurde die Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Migrant:innen und ihrer Familienangehörigen von der UN-Vollversammlung angenommen.

Geplante Wahlen in Ländern des Globalen Südens

Bolivien: 19. Oktober: Stichwahl derPräsidentschaftswahl vom 17. August
Côte d’Ivoire: 25. Oktober: Präsidentschaftswahl
Argentinien: 26. Oktober: Parlamentswahl
Tansania: 29. Oktober: Präsidentschaftswahl und Parlamentswahl
Haiti: 15. November: Parlamentswahl
Chile: 16. November: Präsidentschaftswahl und Parlamentswahl
Tonga: 20. November: Parlamentswahl
Guinea-Bissau: 23. November: Präsidentschaftswahl und Parlamentswahl
Honduras: 30. November: November: Präsidentschaftswahl und Parlamentswahl
Kirgistan: 30. November: Parlamentswahl
Zentralafrikanische Republik: 28.Dezember: Parlamentswahl